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Fußball regional Celler keine Rüpel-Könige mehr
Sport Fußball regional Celler keine Rüpel-Könige mehr
18:05 16.01.2018
Von Heiko Hartung
Celle

Celle. Von insgesamt 40 Kreisen belegt Celle Rang 34. „Das ist kein Traumergebnis, aber im Vergleich zum schlechten Abschneiden der Vergangenheit eine durchaus positive Entwicklung“, beurteilt Kreisschiedsrichter-Obmann Michael Frede das Zwischenergebnis, sieht aber auch noch „viel Luft nach oben“.

Seit 2012 war der Fußballkreis Celle insgesamt fünf Mal Letzter in der landesweiten Fairness-Wertung. „Hoffentlich rutschen wir bis zum Saisonende nicht wieder nach ganz unten. Daran sollten die Vereine nach diesem guten Signal arbeiten“, sagt der Celler Schiri-Boss. Immerhin: Tätliche Übergriffe auf Unparteiische sind laut Frede in dieser Spielzeit bislang ausgeblieben.

Mit einem Quotienten von 2,81 liegt Celle immer noch im unteren Drittel. Der fairste Kreis war Diepholz (2,18), das beste Auftreten auf dem Platz hatte die Spielvereinigung Haste (Kreisliga Osnabrück-Stadt) aus dem Bezirks Weser-Ems mit einem Quotienten von 0,70. Unfairster Kreis ist Helmstedt (3,2), die Rüpel-Riege Nummer eins ist der MTV Dannenberg (Kreisliga Lüchow-Danneberg, 5,4).)

Davon ist der SC Wietzenbruch weit entfernt: Mit bislang 47 Gelben, vier Gelb-Roten und einer Roten Karte in 14 Spielen ist der Bezirksliga-Aufsteiger die unfairste Mannschaft im Kreis und belegt von 985 gewerteten niedersächsischen Teams von der Bundesliga bis runter zur Kreisliga Rang 971 (Quotient 4,57). Nicht viel besser ist der SV Dicle auf Platz 969 (39 Gelbe, zwei Gelb-Rote in zehn Spielen, Quotient 4,50) sowie FC Firat Bergen auf Rang 915 (29 Gelbe, eine Rote in neun Spielen, Quotient 3,77).

„Das sind eindeutig zu viele Verwarnungen und Platzverweise“, räumt Wietzenbruchs Trainer Stephan Bergmann ein. „Das wollen wir in der Rückrunde eindämmen.“ Nach dem Aufstieg hätten seine Jungs erst einmal die Erfahrung machen müssen, dass Schiedsrichter in der Bezirksliga schneller zur Karte greifen. „Wir haben das besprochen und zum Ende hin ist es auch besser geworden“, so der Coach. Er unterstreicht jedoch, dass seine Spieler keine „Bad Boys“ sind: „Wir haben viele Karten wegen Reklamierens gesehen. Tätlichkeiten oder grobe Fouls waren nicht dabei“, so Bergmann. „Am Saisonende wollen wir aber kein Fairnesssieger sein, sondern den Klassenerhalt unter Dach und Fach haben“, fügt er hinzu. Ungewöhnlich: Während unfaires Verhalten auf dem Platz oft mit sportlicher Erfolglosigkeit einhergeht (siehe Dicle und Firat, die am Kreisliga-Tabellenende stehen), läuft es bei Wietzenbruch mit Platz sieben recht gut.

Noch besser steht allerdings der nächste Aufsteiger da: TuS Oldau-Ovelgönne ist nicht nur das fairste Team der Kreisliga und des Fußballkreises Celle, sondern bekleidet als Neuling derzeit Rang zwei in der Ligatabelle. Mit 21 Gelben Karten und ohne Platzverweis in elf Spielen (Quotient 1,90) rangiert Oldau-Ovelgönne insgesamt auf Rang 183 in Niedersachsen. Auch Ligakonkurrent TuS Bröckel (Platz 191, Quotient 1,92) sowie mit Abstrichen Oberliga-Aufsteiger MTV Eintracht Celle (Platz 237, Quotient 2,0) gehören nicht zu den Klopper-Riegen.

Oldaus Trainer Sven Mentkowski ist selber Schiedsrichter und legt in seiner Mannschaft viel Wert auf Disziplin. „Fairness ist das Wichtigste auf dem Platz. Schließlich betreiben wir Fußball alle nur als Hobby, da haben überhartes Einsteigen und Pöbeleien nichts zu suchen“, sagt der 37-Jährige. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Fußball-Kreisligist FC Firat Bergen ist auf der Suche nach einem neuen Trainer noch vor dem Beginn der Rückrunde fündig geworden. Für den im November zurückgetretenen Bernd Knopp kehrt Oliver Bornemann zum kurdischen Verein zurück. Bornemann war erst im Dezember vom Konkurrenten aus der Fußball-Kreisliga SV Dicle Celle entlassen worden.

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