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Fußball regional Enttäuschender Kantersieg
Sport Fußball regional Enttäuschender Kantersieg
12:13 14.10.2018
Von Oliver Schreiber
Eintrachts Hilger von Elmendorff (rechts) im Duell mit Ritterhudes Patrick Brouwer Quelle: David Borghoff
Celle

Wer direkt nach Spielschluss die Reaktionen der Protagonisten beobachtete und das Ergebnis der Landesliga-Partie zwischen Spitzenreiter MTV Eintracht Celle und Schlusslicht TuSG Ritterhude nicht kannte, hätte wohl darauf getippt, dass sich soeben eine Sensation ereignet haben muss. Während Eintracht-Chefcoach Hilger Wirtz auf seinem Stuhl kauerte und sichtlich bedient ins Leere starrte, standen die Ritterhuder Fußballer auf dem Spielfeld im Kreis zusammen und klatschten sich gegenseitig Beifall. Wofür, dürfte ihr Geheimnis bleiben, denn das Resultat war am Ende standesgemäß, wenn auch viel zu niedrig aus Celler Sicht: 7:1 (2:1). „Das war größtenteils erschreckend schwach, was wir hier abgeliefert haben. Wir haben in vielen Phasen viel zu unkonzentriert und umständlich agiert und zudem wieder viele Chancen liegen gelassen“, haderte Wirtz.

In der Tat wäre angesichts des Leistungsunterschieds ein zweistelliger Erfolg der Hausherren an diesem herrlich-sonnigen Herbsttag vor rund 250 Zuschauern in der Wilharm-Arena Pflicht gewesen. Bereits nach fünf Minuten hatte der MTVE drei Großchancen auf dem Konto, die aber teilweise kläglich vergeben wurden. Die restlos überforderten Gäste waren nur auf Schadensbegrenzung bedacht, das Überqueren der Mittellinie und ein Pass zum Mitspieler hatten Seltenheitswert. Trotz drückender Überlegenheit brauchte es ein kurioses Tor, um den Bann zu brechen. Nach einer „Kerze“ im Anschluss an eine Ecke stiegen Eintrachts Lars Borchert und Ritterhudes Torwart Hendrik Schulz, der als einer der wenigen Landesliga-Format offenbarte, gemeinsam hoch – und beide landeten samt Ball hinter der Linie – 1:0 (15.).

Fünf Einschussmöglichkeiten später erhöhte Adrian Zöfelt nach mehr oder weniger zufälligen Zuspiel von Daniel Ruchatz auf 2:0 (31.) – die zu erwartenden Dinge schienen ihren Lauf zu nehmen. Doch danach schalteten die Celler kollektiv ab und luden Ritterhude ein, doch auch mal mitzuspielen. Die Folge: ein Lattenschuss (35.), ein Tor durch Marcel Meyer (39.) und eine Riesenchance, die Keeper Christof Rienass vereitelte (41). „Wenn‘s dumm läuft, steht es plötzlich 2:2 – und eigentlich müssen wir da schon 5:0 führen“, zürnte Wirtz.

Dementsprechend fiel auch seine Halbzeitansprache aus. Die zeigte Wirkung, Eintracht agierte nach dem Seitenwechsel etwas konzentrierter, war zielstrebiger und konsequenter. Und so schossen die Blau-Weißen die Gäste aus dem Ritterdorf doch noch aus der Rüstung. Die beiden Sturmspitzen Moussa Doumbouya (48./66.) und Henry Struwe (63./83.) schnürten je einen Doppelpack, Joker Kai-Lennart Schmidt war per Kopfball erfolgreich (80.).

Am Ende wurde dann auch Wirtz wieder versöhnlich. „Die Jungs haben jetzt den zehnten Sieg im zehnten Spiel eingefahren. Das ist eine herausragende Leistung. Vermutlich war das Gefühl, dass hier heute nichts anbrennen kann, so groß, dass sich Nachlässigkeiten eingeschlichen haben“, resümierte der 53-Jährige. Und rang sich dann doch ein kleines Lächeln ab.

Duell der Gegensätze: In der Fußball-Landesliga empfängt der souveräne Spitzenreiter MTV Eintracht Celle das Schlusslicht TuSG Ritterhude.

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