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Fußball regional Da waren's nur noch acht
Sport Fußball regional Da waren's nur noch acht
10:13 01.02.2019
Von Christian Link
Sportlich lief es beim FC Unterlüß zuletzt immer noch recht ordentlich. Der Tabellenneunte hatte einen sicheren Abstand auf die Abstiegsplätze der 2. Kreisklasse. Eine Saison zuvor kickte der FCU noch eine Klasse höher. Quelle: Oliver Knoblich
Unterlüß

Das Projekt, das zwischenzeitlich zu einem „Fußball-Krieg“ im Dorf führte, nimmt ein unerwartetes Ende. „Wir sind schon mit einem ganz dünnen Kader in die Saison gestartet“, sagt Trainer und Vereinschef Mirco Baer. Eine Serie schlimmer Verletzungen versetzte dem FCU den Todesstoß. „Wenn man Woche für Woche zuschaut, wie man einen Spieler verliert, ist das scheiße“, sagt Baer. Um nicht noch mehr Strafen für Spielausfälle zu zahlen, zog er nun die Reißleine.

„Das Aus ist sehr traurig, aber es war abzusehen, dass das irgendwann mal passiert“, sagt Baer. Schon vor der Saison war der Kader auf 15 Spieler geschrumpft. Der Verein hatte keine Reserve und keine Jugendabteilung. Deswegen dachte der FCU auch über eine Spielgemeinschaft mit dem Lokalrivalen TuS Unterlüß nach. Doch dem stimmte der Niedersächsische Fußball-Verband (NFV) nicht zu, berichtet Baer, der die Entscheidung nachvollziehen kann. Denn zu diesem Zeitpunkt hätten beide Vereine jeweils eine eigene Mannschaft stellen können.

Verletzungsserie bricht FCU das Genick

„Komm, wir ziehen das durch, es darf nur nicht viel passieren“, lautete das FCU-Motto zum Saisonbeginn. Und dann passierte viel. Ein Spieler hängte die Fußballschuhe an den Nagel, ein weiterer wechselte zum SV Dicle, ein dritter zog für seinen neuen Job nach Hamburg. Hinzu kam eine Verletzungsserie: Calvin Henning brach sich das Schienbein, Janek Schielke riss das Kreuzband, Bastian Schick erlitt einen Bandscheibenvorfall.

Zum Saisonbeginn hoffte Baer sogar heimlich auf den Aufstieg. Doch spätestens als der FCU gegen Vorwerk nur noch acht Spieler aufbieten konnte, ging es nur noch ums Überleben. „Wir hatten teilweise Leute auf dem Platz, die vorher noch nie Fußball gespielt haben, nur um elf Mann zu haben“, sagt der Trainer.

Es gibt auch Volleyball und Dart

Viele seiner Spieler werden vermutlich zum TuS Unterlüß wechseln, aber auch andere Vereine haben schon Interesse angemeldet. Die Fußballsparte wird erstmal ruhen, die Mitgliedschaft beim NFV will Baer aber nicht kündigen. „Den Verein wird es auch weiterhin geben“, sagt er. Denn Fußball war beim FCU nicht alles. Der Verein hat auch eine Dartsparte mit 20 Aktiven sowie mit den Südheide Volleys eine Volleyball-Mannschaft.

Anstatt auf dem Platz will der FCU nun auf der Playstation weiterkicken. Der Verein denkt über die Gründung einer E-Sport-Sparte nach. „Wir wollen etwas machen, um die Leute zusammenzuhalten“, sagt Baer. Einen Fernseher gibt es beim FCU schon, jetzt will sich der Verein eine Konsole anschaffen. Im Ligawettbewerb wollen die Unterlüßer aber nur spielen, wenn die Begegnungen auch online ausgetragen werden können. Baer: „Wenn wir zum Spiel nach Kiel fahren müssen, hat sich das Thema für uns wieder erledigt.“

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