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Fußball regional Fußball-Bezirksliga: Dorin schießt Vorwerk zum Derbysieg
Sport Fußball regional Fußball-Bezirksliga: Dorin schießt Vorwerk zum Derbysieg
13:02 19.08.2018
Von Christopher Menge
Quelle: David Borghoff
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Wietzenbruch

Wietzenbruch. „Ich bin froh, dass meine Jungs den Kampf angenommen haben“, sagte Vorwerks Trainer Stefan Mainka. „Auch wenn unser Spielaufbau gelitten hat.“ Seine Mannschaft habe aber mehr investiert. Wietzenbruchs Spielertrainer Kais Manai trauerte zwei Chancen aus der ersten Halbzeit hinterher. „Danach war klar, dass die Mannschaft verliert, die den ersten Fehler macht“, so Manai, der den erkrankten Cheftrainer Eike Mach vertrat.

Das Spiel war von Beginn an ziemlich zerfahren, Torchancen waren Mangelware. Dorin sorgte in der 15. Minute zumindest für einen ersten kleinen Höhepunkt. Er tunnelte Ebrima Singhateh auf der rechte Seite und flankte auf Torben Buschmann. Sein Kopfball ging aber daneben. Auf der Gegenseite prüfte Mario Becker Vorwerks Daniel Peth mit einem Freistoß aus etwa 30 Metern. Der Torhüter fischte den Ball aber aus der Ecke.

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Die größte Chance hatte dann der Wietzenbrucher Neuzugang Hans-Martin Schneider. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Manai kam der Stürmer frei zum Kopfball, der Ball ging aber rüber. Zu Fall kam Vorwerks Marc Matthesius kurz vor der Pause – für einen Elfmeter war das aber zu wenig.

Die Zuschauer, die hofften, dass die Partie nach dem Seitenwechsel besser wird, mussten sich eines Besseren belehren lassen. „Wir haben uns immer mehr dem Gegner angepasst“, sagte Mainka.

Sein Team hatte Glück, dass ein 24-Meter-Freistoß von Manai in der 47. Minuten knapp am Pfosten vorbeiging. Dann passierte lange nichts, bis der der Auftritt von Dorin in der 79. Minute kam. Der fast 27-Jährige entschied das Derby, denn die Vorwerker Hintermannschaft, in der Yalcin Agackiran als Innenverteidiger aufgeboten wurde, ließ in der Schlussphase nichts mehr zu. „Das war der Schlüssel zum Erfolg“, lobte Mainka.

Manai gratulierte den Vorwerkern zum Sieg, war aber nach dem Spiel aufgebracht, weil die Vorwerker den Ball nicht ins Aus gespielt hätten, als ein Wietzenbrucher auf dem Platz lag. „Die Spieler haben gesagt, dass es eine Anweisung vom Verein ist – das ist eine Frechheit und hat mit Fußball nichts zu tun“, schimpfte Manai. Mainka wies die Kritik zurück. „Das ist Schwachsinn“, sagte der Vorwerker Trainer.

Der Aufsteiger kann nach sechs Punkten aus den ersten beiden Spielen entspannt auf das nächste Duell mit Eintracht Elbmarsch blicken. Wietzenbruch steht dagegen nach zwei Niederlagen schon etwas unter Druck. „Nächste Woche haben wir wieder ein Heimspiel und dann holen wir drei Punkte“, so Manai mit Blick auf die Partie gegen Eintracht Leinetal.