Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional SC Vorwerk gerät zunehmend in Bedrängnis
Sport Fußball regional SC Vorwerk gerät zunehmend in Bedrängnis
17:15 08.01.2019
Vorwerks Marc Matthesius (links) gehört zu den Leistungsträgern beim SC Vorwerk. Quelle: David Borghoff
Vorwerk

Gleich im ersten Saisonspiel wurde der TSV Wietzendorf hoch mit 5:1 geschlagen, dann folgte ein knapper 1:0-Auswärtssieg im Derby beim SC Wietzenbruch. Der Stadtverein aus dem Nordosten Celles war schnell in der neuen Umgebung angekommen. Doch ungeahntes Verletzungspech und zahlreiche Undiszipliniertheiten auf dem Platz ließen den Vorwerker Motor Mitte der Hinserie ins Stottern geraten. Erreichte 24 Punkte aus 17 Spielen und der neunte Tabellenplatz sind zwar dennoch aller Ehren wert, lassen das Team von Trainer Stefan Mainka aber nicht gänzlich sorgenfrei in die Zukunft schauen.

„Mit der ausgeglichenen Bilanz von sieben Siegen, drei Unentschieden und sieben Niederlagen kann man als Aufsteiger eigentlich zufrieden sein. Doch nach Stand der Dinge sind wir vom viertletzten Platz, der uns in die Relegation führen würde, nur vier Punkte entfernt. Das ist kein dickes Polster“, gibt Coach Mainka zu bedenken. Germania Walsrode, Eintracht Elbmarsch, MTV Borstel-Sangenstedt und die SG Scharmbeck-Pattensen sind die direkten Konkurrenten des SCV im Abstiegskampf. Alles gute und gestandene Bezirksligateams, die alles dafür geben werden, schnellstens Luft zwischen sich und dem „ominösen“ 13. Rang zu bekommen.

So ist es für den Aufsteiger aus Vorwerk doppelt wichtig, seinerseits gleich gut aus den Startlöchern zu kommen. Dann werden auch die Langzeitverletzten Chris Neumann, Tim Lehmeier, Sascha Tihonov und Marvin Dorin wieder dabei sein. „Wir wissen, um was es geht und werden gut vorbereitet in die zweite Saisonhälfte gehen. Abstiegskampf ist ja auch oft reine Kopfsache. Angesichts unserer Fähigkeiten und Spielkultur ist mir um den weiteren Saisonverlauf aber eigentlich nicht bange“, lässt Co-Trainer Ulrich Matthesius wissen.

Denn dass sie Fußballspielen können und dazu sehr heimstark sind, haben die Weinroten mehr als einmal bewiesen. Sogar Meisterschaftskandidat VfL Westercelle musste beim Vorwerker 2:1-Erfolg die Punkte auf dem Sportgelände am Reuterweg lassen. „Derbys können wir – und gerade der Sieg gegen Westercelle war eine tolle Sache“, sagt Matthesius nicht ohne Stolz.

Doch ein Umstand trieb selbst dem meist gut gelaunten Matthesius die Zornesröte ins Gesicht. Mit 53 Gelben, vier Gelb-Roten und vier Roten Karten sind die Vorwerker statistisch gesehen das mit Abstand unfairste Team der Bezirksliga. „Da war viel Dummheit mit dabei. Einigen fehlt einfach noch die Abgeklärtheit, aber das ist natürlich auch ein Lernprozess. Doch die Mannschaft hat eine klare Ansage erhalten. Sie muss verstehen, dass es so nicht weitergeht. Schließlich haben die zahlreichen blöden Sperren unsere Personalmisere noch erheblich verschärft“, erklärt Matthesius.

Für die verbleibenden 13 Spiele bauen er und Mainka stark auf ihre Führungsspieler Marc Matthesius, Torben Buschmann und Yalcin Agackiran. „Sie sind ganz wichtig für unsere Außendarstellung. Von ihnen verlange ich, dass sie liefern und die Jungen mitziehen“, unterstreicht Mainka. Bis zum offiziellen Trainingsauftakt in der dritten Januarwoche legt man in Vorwerk den Fokus ausschließlich auf die Regeneration. Angesichts der Verletzungsmisere wurden sämtliche Hallenturniere aus dem Programm gestrichen.

Von Jochen Strehlau

So spannend war die 1. Kreisklasse schon lange nicht mehr. Weil alle Spitzenteams immer wieder Punkte lassen, ist das Aufstiegsrennen äußerst eng.

08.01.2019

Kreisliga-Spitzenreiter SG Eldingen ist auch in der Halle eine Macht. Beim Hallenturnier in Lachendorf

Christian Link 08.01.2019

Der MTV Eintracht Celle hat die Chance zum Wiederaufstieg in die Fußball-Oberliga. Für den Fall der Fälle werden gerade die Weichen gestellt.

Oliver Schreiber 07.01.2019