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Fußball regional Auf der Suche nach einem neuen Sané
Sport Fußball regional Auf der Suche nach einem neuen Sané
16:10 07.05.2019
Beim Sparkassen-Cup im Günther-Volker-Stadion zeigten die jungen Kickerihr Können und spielten sich in die Notizblöcke der Talentscouts. Quelle: David Borghoff
Celle

Neue Spielertypen gesucht: Im Jahr 2001 beschloss der DFB, unter anderem als Reaktion auf das enttäuschende Vorrunden-Aus der Nationalmannschaft bei der EM im Vorjahr, bundesweit ein Netz an Stützpunkten einzurichten. So kam man jungen Talenten entgegen, die nicht mehr so weite Wege zum Training zurücklegen mussten. „Es gibt eine klare Vorgabe vom DFB. Jeder Fußballer im Alter von 10 oder 11 Jahren soll professionell beobachtet werden“, erklärt Jonas Sieme, Trainer des Celler Stützpunkts.

Aus diesem Grund findet seit 2003 jährlich der Sparkassen-Cup statt, ein Turnier, bei dem sich U11-Kicker für die Nachwuchsförderung empfehlen können. Im Günther-Volker-Stadion stieg nun die Vorrunde für die 24 Celler Vereine. Die erfolgreichen Vertreter werden in der Zwischenrunde am 19. Mai in Munster auf Konkurrenz aus den Kreisen Soltau-Fallingbostel und Harburg treffen. Der Niedersachsenmeister wird bei der Endrunde am 16. Juni in Barsinghausen ermittelt.

Dieses Mal erhielten 35 Celler Talente eine Einladung zu einem Fördertraining. Die Besten bekommen die Möglichkeit, am DFB-Stützpunkt zu trainieren und Teil der Niedersachsenauswahl zu werden. Auch eine Kreisauswahl ist Teil des Angebots.

Besonderheit bei der Vorrunde auf Kreisebene ist das Fehlen von Schiedsrichtern. Die Kicker werden früh in die Pflicht genommen. „Der Fairplay-Gedanke steht stark im Vordergrund, was sehr gut klappt“, berichtet Jonas Sieme. Im Streitfall greifen die Talentsichter schlichtend ein.

Angesprochen auf die derzeitige Diskussion um mögliche Nachwuchsreformen seit der desaströsen WM in Russland, erzählt Sieme, dass auch er in den vergangenen Jahren Veränderungen gespürt hat. Mit Bezug auf die U11-Altersklasse sagt er: „In den vergangenen Jahren hatten wir noch sechs bis sieben überragende Talente, heute sind es noch drei bis vier.“ Was laut des Trainers auch daran liegen könnte, dass Bundesligaklubs schon früher die Fühler nach dem Nachwuchs ausstrecken: „Früher wurden die Top-Leute von den großen Vereinen erst mit 13 bis 15 Jahren angeworben. Jetzt schon teilweise mit neun bis elf Jahren.“

Um in der Zukunft wieder mehr Spielertypen mit Dribbelfähigkeiten wie Leroy Sané hervorzubringen, soll es ab Sommer eine Änderung beim Stützpunkt-Training geben: „Wir wollen die Spielergruppen von 15 bis 16 auf 10 bis 12 reduzieren, damit die Förderung des Einzelnen weiter verbessert wird“, offenbart Sieme. Ohnehin sei das Individualtraining ein elementarer Teil der Förderung.

Beim Sparkassen-Cup im Günther-Volker-Stadion zeigten die jungen Kickerihr Können und spielten sich in die Notizblöcke der Talentscouts.

Von Philip Wolf

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