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Fußball regional Kaltstart nach Maß für VfL Westercelle
Sport Fußball regional Kaltstart nach Maß für VfL Westercelle
17:23 18.03.2018
Von Heiko Hartung
Erster Jubel nach mehr als vier Monaten: VfL Westercelle verschaffte sich mit dem 2:1 bei Eintracht Lüneburg Luft im Abstiegskampf. Quelle: Oliver Knoblich (Archiv)
Celle Stadt

LÜNEBURG. Kurz vor der Pause war es Kai Broschinski, der Westercelle in Führung brachte (43. Minute). Den Lüneburger Ausgleich nach dem Wechsel (55.) verdaute der VfL ruckzuck und erzielte nur fünf Minuten später den Siegtreffer durch Louis Wilke (60.).

Mehr als vier Monate waren aufgrund der beispiellosen Serie von witterungsbedingten Spielausfällen seit dem letzten Pflichtspiel der Westerceller vergangen. „Wir sind erleichtert über den Sieg, weil wir vorher überhaupt nicht wussten, wo wir stehen“, so Güllert. Jetzt wissen sie es: In der Tabelle kletterte Westercelle zwar nur um einen Platz nach oben. Viel wichtiger ist aber, dass das Polster auf den ersten Abstiegsrang vorläufig auf sieben Zähler anwuchs.

Die Lüneburger hatten vor ihrer fast ebenso langen Spielpause einen echten Lauf hingelegt, vier Spiele in Folge gewonnen. Auch gegen Westercelle war der Tabellensechste in der Anfangsviertelstunde optisch überlegen. Auf schwierigem, weil teilweise gefrorenem Untergrund gelang es den Schwarzgelben jedoch, sich auch spielerisch aus Drucksituationen zu befreien.

Im zentralen Mittelfeld kam neben Kapitän Daniel Weiß der erst 18-jährige A-Jugendliche Tom Schaper zu seinem ersten Einsatz im Herrenbereich – und überzeugte auf ganzer Linie. „Coolness, feine Technik, Übersicht – das war stark“, lobte Coach Güllert. Aber auch über die Außen setzten die Gäste Nadelstiche. Gegen die eher hochgewachsenen Lüneburger kamen die wendigen Alexander Laube und der zweite U19-Spieler in der VfL-Startelf, Erwin Oldenburger, gut zurecht.

Nach einer halben Stunde hatte Westercelles einzige Sturmspitze Broschinski eine gute Kopfballchance. Kurz danach eine Schrecksekunde für die Elf von Güllert und seinem Trainerkollegen Heiko Vollmer: Doch ein Tor der Eintracht wurde wegen Handspiels nicht gegeben (33.).

Kurz vor der Pause schlug dann der VfL zu: Winter-Neuzugang Hans-Martin Schneider, der als hängende Spitze agierte, lupfte den Ball in den Strafraum, Broschinski gewann sein Laufduell und schob überlegt zum 1:0 ein. Mit seinem fünften Saisontor baute der 26-Jährige seine Führung in der internen Torjägerliste aus. Am Anfang der Saison oft ohne die nötige Cleverness vor dem Tor, wird Broschinski immer wichtiger für sein Team. Denn nach dem Ausscheiden von Offensivkraft Till Heuchert (drei Tore) und dem gescheiterten Comeback von Torjäger Marcel Sefczyk, der sich trotz vollmundiger Ankündigungen in der Winterpause nicht mehr bei seinen Teamkameraden blicken ließ, sind effektive Offensivkräfte beim VfL eher spärlich gesät. Lediglich 18 Saisontore insgesamt sprechen Bände. Und so gab es auch Trainerlob für Broschinski. „Das Tor macht er eiskalt. Wirklich klasse“, so Güllert.

Weniger klasse war die Zuordnung beim 1:1-Ausgleich per Kopfball von Lüneburgs Vincent Grzywaczewski nach einem Eckball. Doch Westercelle ließ sich nicht schocken: Ebenfalls nach einer Ecke versenkte Wilke einen abgewehrten Ball volley aus zwölf Metern zum 2:1. Als Lüneburgs Marco Stoffregen eine Viertelstunde vor Schluss nach seinem zweiten harten Foul Gelb-Rot sah, schien die Partie gelaufen. Doch auch Westercelle wurde auf kuriose Weise dezimiert: Weil Oldenburger nach einer Behandlung ohne Anmeldung beim Schiedsrichter aufs Feld zurückkehrte gab es die erste Verwarnung. „Erwin dachte, er darf danach sofort wieder rauf und hat erneut nicht das Zeichen des Schiris abgewartet“, so Güllert. Folge: Gelb-rote Karte (79.) für den Youngster. Die blieb zum Glück folgenlos, Westercelle brachte den Sieg sicher nach Hause. „Dass unsere Jungs immer spielerische Lösungen parat hatten, hat mich am meisten beeindruckt“, resümiert Güllert zufrieden.

Das für Samstag geplante Heimspiel des Fußball-Oberligisten MTV Eintracht Celle gegen Bersenbrück fällt aus. „Wir würden uns den Platz ruinieren“, sagt der sportliche Leiter Jörg Klindworth. Ob auf den übrigen Plätzen in Stadt und Landkreis gespielt werden kann, wird sich kurzfristig entscheiden. -

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Dirk Oelmann schmunzelt. „Dafür ist Winsen ja bekannt“, antwortet der Bürgermeister auf die Frage, ob sich seine Gemeinde als Vorreiter in puncto Kunstrasenplätze im Raum Celle sieht. Denn im neuen Sportpark Winsen, der 2020 fertiggestellt sein soll, wird aller Voraussicht nach das erste große Kunstrasenspielfeld für Fußballer im Landkreis Celle gebaut. „Die Verwaltung wird der Politik auf jeden Fall diese Empfehlung geben. Ich gehe davon aus, dass es auf einen Kunstrasenplatz im Sportpark hinauslaufen wird“, erklärt Oelmann.

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