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Fußball regional Konditionstraining mit Schneeschieber: Kicker trotzen Winterwetter
Sport Fußball regional Konditionstraining mit Schneeschieber: Kicker trotzen Winterwetter
14:47 13.06.2010
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Celle Stadt

Stollen, Stiefel oder Schneeschuhe? Die Wahl des passenden Schuhwerks dürfte Fußballern in diesen Tagen schwerer fallen als sonst: Der strenge Winter hat die meisten Plätze komplett in Schnee gehüllt, der Frost der vergangenen Tage hat den Boden betonhart werden lassen. Für die Celler Fußballvereine, die sich auf die Rückrunde vorbereiten müssen, bedeutet das: Improvisieren, die Zähne zusammen beißen oder den Trainingsauftakt auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

„Die Plätze in der Stadt sind seit Wochen gesperrt“, sagt Rüdiger Heinrich, Fachdienstleiter Sport der Stadt Celle. Eine Präventiv-Maßnahme der Verwaltung. Ob sich ein Geläuf für den Trainingskick eignet, würden die Platzwarte vor Ort entscheiden.

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Vom Winter unbeeindruckt zeigt sich indes Bezirksoberligist TuS Celle FC. „Das Wetter bedeutet natürlich eine starke Einschränkung“, sagt TuS-Trainer Rüdiger Halbe, „aber wir haben auch bei Schnee trainiert“. Seit dem 6. Januar bereitet sich die Mannschaft auf den Rückrundenstart am Monatsende vor. „Natürlich können wir keine taktischen Dinge üben, dafür nutzen wir die Zeit, um konditionell auf dem Stand zu bleiben“, sagt Halbe. Um seine Spieler bei Laune zu halten, hat Halbe zudem an zwei Hallenturnieren teilgenommen, am Wochenende wird TuS Celle zudem in Kleefeld auf Kunstrasen antreten.

Ligakonkurrent SV Nienhagen hat sich zumindest kurzfristig einschränken müssen, wie Trainer Rolf Klindtworth verrät. „Bei dem Wetter der letzten Tage muss man improvisieren.“ Und so mussten die Nienhäger Fußballer, die am 31. Januar ihr erstes Punktspiel nach der Winterpause bestreiten, ihre Trainingseinheit am vergangenen Dienstag mit einem Aufwärmprogramm der besonderen Art beginnen – mit Schneeschieben „Ich habe den Platz von den Spielern räumen lassen“, sagt Klindtworth, „danach hatten wir einigermaßen gute Bedingungen.“ Natürlich ließen sich auf dem harten Boden keine taktischen Übungen umsetzen, dafür stünde umso stärker die Fitness auf dem Trainingsprogramm, erklärt Klindtworth. Sollte das Wetter ein Training trotz der schwarz-gelben Selbsthilfe unmöglich machen, könnte die Mannschaft außerdem,immer noch in die Nienhäger Sporthalle und deren Kraftraum ausweichen.

Erst zum Monatsende, anderthalb Wochen später als geplant, steigt Bezirksligist SSV Südwinsen in das Training ein. „Ich gehe wegen des Wetters keine Kompromisse ein“, sagt SSV-Trainer Frank Stresing. Ein „komprimiertes“ Training über drei Tage soll dann die nötige Frische für die Rückrunde ab dem 21. Februar sorgen. „Vielleicht können die Spieler zu Saisonende auch noch zulegen“, setzt Stresing auf einen Vorteil aus dem späten Trainingsauftakt. Ähnlich sieht es Michael Krienke, Trainer des Bezirksligisten SV Dicle: „Bei dem Wetter Taktik zu üben ist schwierig. Die Spieler stehen herum und frieren.“ Krienke beginnt daher erst Ende Januar mit dem Training. „Fängt man zu früh an, besteht die Gefahr, dass die Laune bei einer Mannschaft in den Keller geht.“

Von Eike Frenzel