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Fußball regional TuS Celle FC gewinnt Stadtderby gegen Eintracht
Sport Fußball regional TuS Celle FC gewinnt Stadtderby gegen Eintracht
21:42 24.03.2019
Eintrachts Pascal Leihbacher (rechts) und Christopher Stresing vom TuS Celle FC lieferten sich viele Zweikämpfe. Quelle: David Borghoff
Celle

Wenn man mit einer Vielzahl allerbester Chancen so fahrlässig umgeht, wie es der TuS Celle FC im Kreisliga-Stadtderby beim MTV Eintracht Celle II tat, dann wird das sehr oft vom Gegner bestraft. Doch die MTVE-Quittung für das Auslassen mehrerer „Hundertprozentiger“ blieb aus. TuS Celle FC gewann das hart, aber immer fair geführte Spiel mit 2:0 und verbesserte sich auf den achten Tabellenplatz. „Unter dem Strich hat TuS verdient gewonnen. In der ersten Halbzeit sind wir nur hinterhergelaufen, waren viel zu ängstlich und haben reihenweise Fehlpässe gespielt“, kritisierte MTVE-Trainer Frank Weber den strukturlosen Auftritt seiner Mannschaft.

Nachbar TuS Celle FC hatte von Beginn an das Heft klar in der Hand. Die Gäste spielten schnell über die Außen, gefährlich in die Tiefe und bewiesen die deutlich bessere Spielanlage. Bereits in der 5. Minute traf Andreas Gerdes-Wurpts aus kurzer Distanz nur das Lattenkreuz des MTVE-Gehäuses. Kurz darauf passte „Wirbelwind“ Raied Ali perfekt in die Mitte zu Dean Feldmann, der das Leder aus fünf Metern zur frühen 1:0-Führung (8.) über die Linie brachte.

Auch danach hatte der zweikampfstarke und früh störende TuS FC deutliche Spielvorteile. „Wir müssen nach 20 Minuten schon 3:0 führen, machen aber die Tore nicht. Nach gut einer halben Stunde hat der MTVE dann Lunte gerochen und das Spiel ausgeglichener gestaltet“, so TuS-FC-Spielertrainer Nils Rogge. Aus heiterem Himmel bot sich Pascal Leihbacher auf einmal die große Chance zum Ausgleich, doch sein Flachschuss (33.) klatschte nur an den Pfosten.

Nach dem Wechsel standen die Gäste dann etwas tiefer und ließen die Blau-Weißen besser ins Spiel kommen. Doch bei der zu hektisch agierenden Weber-Elf blieb vieles Stückwerk und echte Torchancen waren Mangelware. Davon hatte allerdings der immer wieder gefährlich konternde TuS FC mehr als genug. Doch es war immer wieder der überragende MTVE Schlussmann Tjark Klindworth, der sein Team mit vielen starken Paraden gegen die oftmals völlig frei vor ihm auftauchenden Dean Feldmann, Andreas Gerdes-Wurpts oder Dennis Iwastschenko im Spiel hielt. Erst in der Nachspielzeit musste er sich nach einem Schuss von Mike Miller, den Dimitri Bulanow nur noch ins eigene Tor lenken konnte, ein zweites Mal geschlagen geben.

SG Eldingen – TS Wienhausen 4:0 (1:0)

Tabellenführer Eldingen untermauerte seinen Anspruch auf die Meisterschaft und schickte Wienhausen mit 4:0 auf die Heimreise. Doch so einseitig, wie es das Ergebnis vermuten lässt, war der Spielverlauf nicht. Wienhausen präsentierte sich als starker Gegner. „Eigentlich haben sich beide Teams neutralisiert, aber unsere gnadenlose Effizienz hat den Unterschied gemacht. Dazu haben wir hinten rein gar nichts zugelassen“, kommentierte SGE-Trainer Volker Darkow den etwas zu hoch ausgefallenen Sieg.

TuS Hermannsburg – SV Altencelle 0:2 (0:1)

Ein rassiges Spiel bekamen die Zuschauer in Hermannsburg geboten – darüber waren sich beide Trainer einig. Doch TuS-Coach Sievert Asmussen haderte mit der schlechten Chancenverwertung seiner Elf. „Wir hatten mehr Ballbesitz und die klar besseren Torchancen. Wir hätten Tore schießen müssen“, ärgerte sich der TuS-Trainer. Aus einem Befreiungsschlag der Gäste resultierte das 0:1 (30.) durch Matthias Behrens. In der zweiten Hälfte rannten die Hausherren an, scheiterten jedoch an SVA-Torwart Janick Rienass oder trafen nur das Gebälk. Erst in der Nachspielzeit sorgte Routinier Naser Dullaj für die Entscheidung zugunsten des glücklicheren Tabellenzweiten.

VfL Wathlingen – TuS Eschede 3:2 (1:1)

Das Team von Trainer Jens Gebler hat sich für die knappe Hinspielniederlage revanchiert und zog in der Tabelle an Eschede vorbei. Das emotionale Spiel war nichts für schwache Nerven. Zum tragischen Helden wurde Wathlingens dreifacher Torschütze Martin Lamont: „Martin hatte einen richtig guten Tag, dann aber bei einer Tätlichkeit seine Nerven nicht unter Kontrolle“, so VfL-Coach Gebler zum schmerzhaften Platzverweis für seinen Top-Stürmer. Dem VfL gelang es, Eschedes Angreifer Maik Kirchhoff zu neutralisieren. „Unser Torwart Jan-Christian Hering hat uns letztlich den Sieg gerettet“, so Gebler.

TuS Bröckel – TuS Oldau-Ovelgönne 3:2 (2:1)

Überglücklich war man in Bröckel nach dem überraschenden Erfolg gegen die hocheingeschätzten Gäste von TuS Oldau-Ovelgönne.
„Diese Mannschaft, die ja nur aus Eigengewächsen besteht, hat jede Unterstützung verdient. Wir haben auf dem Platz mit einer vorbildlichen kämpferischen Leistung gezeigt, dass wir in Bröckel zusammenhalten“, unterstrich Trainer Bernd Schäfer, der jüngst mit Torsten Knitter und Hans-Hermann Schumacher zwei für das Team ganz wichtige Galionsfiguren ins Betreuerteam holte. So mussten die favorisierten Oldauer die Punkte tatsächlich in Bröckel lassen. Das Traumtor durch Oldaus Dennis Iwanov zum 2:3-Anschluss (80.) kam zwar zu spät, eröffnete jedoch eine spannende Schlussphase.

TuS Eversen-Sülze – MTV Langlingen 1:2 (1:0)

Von einem verdienten Sieg der Gäste sprach Eversens Trainer Bastian Krämer. „Das starke Auftreten der Gäste mit ihrem überragenden Abräumer Christopher Nachtwey hat uns schon überrascht“, musste Krämer zugeben. Sein Team war zwar durch ein Kontertor von Marec Thurmann 1:0 (15.) in Führung gegangen, versäumte es dann aber, nachzulegen.
Nach dem Wechsel übernahmen die selbstbewussten Gäste das Kommando und drehten das Spiel durch einen Doppelschlag (70./75.). „Da verlieren wir bei eigenen Angriffen den Ball und stellen uns dann im rückwärtigen Umschaltverhalten alles andere als clever an“, bemängelte Krämer.

SV Garßen – FC Firat Bergen 4:0 (2:0)

Der Tabellenvorletzte Garßen greift nach dem Erfolg gegen Firat weiterhin nach dem Strohhalm Klassenerhalt. „Dieser Sieg war hochverdient, ich bin absolut zufrieden“, freute sich SVG-Trainer Fabian Hoffmann. Er sprach von einem durchschnittlichen Kreisligaspiel, das sein Team höher hätte gewinnen können. „Der Sieg war nie in Gefahr. Trotz neun Gelber Karten war die Begegnung nicht unfair“, so Hoffmann, der seinem dreifachen Torschützen Marcel Korte ein Sonderlob aussprach.

VfL Westercelle II – TuS Eicklingen 6:0 (4:0)

Auch diesmal war der Tabellenletzte TuS Eicklingen von einem ersten Punktgewinn weit entfernt. „Das war der wichtige Sieg, den wir uns vorgenommen hatten. Ich habe viele gute Dinge gesehen“, meinte VfL-Trainer Rolf-Peter Nieber, dessen Team jetzt noch drei Punkte vom rettenden Ufer entfernt ist. Seine Elf machte bereits in der ersten Halbzeit gegen die chancenlosen Gäste alles klar. „Gefallen hat mir, dass wir zu null gespielt haben. Ich denke, es geht jetzt mit unserer jungen Mannschaft aufwärts“, sagte Nieber.

Spieler des Tages

Raied Ali

(TuS Celle FC):

Der wieselflinke Ali stellte, über die rechte Außenbahn kommend, seine Gegenspieler immer wieder vor erhebliche Probleme. Der 25-Jährige spielte technisch stark und gewann die meisten seiner Zweikämpfe. Bei seiner Vorlage zum 1:0 für den TuS FC bewies er große Übersicht.

Von Jochen Strehlau

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Heiko Hartung 24.03.2019

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Heiko Hartung 24.03.2019

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