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Fußball regional Bergens Abwehrbollwerk hält
Sport Fußball regional Bergens Abwehrbollwerk hält
20:10 22.04.2019
Konzentrierter Blick: Hermannsburg Phil Heydemann (am Ball)wird vom Berger Engin Cavildak verfolgt. Quelle: David Borghoff
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Celle

Das lief ja wie erwartet. Zumindest aus Sicht des Berger Spieltrainers Fathi Yavsan. Der hatte vorausgesagt, dass seine Mannschaft am Ostersamstag einen Sieg gegen TuS Hermannsburg einfahren würde. „Der war sicherlich etwas glücklich, aber diese Punkte können wird gut gebrauchen“, so Yavsan. Gegen das TuS-Team sah sich der FC Firat zwar zumeist in der Defensive. Doch letztendlich ging die Taktik auf. TuS Hermannsburg belagerte nahezu permanent den Strafraum der Berger. Das Tor des Tages fiel allerdings auf der anderen Seite. Fathi Yavsan erzielte nach einem Konter in der 74. Minute den Treffer zum 1:0 (0:0)-Sieg.

„Wir haben einfach zuviele Torchancen liegengelassen“, so Hermannsburgs Trainer Sievert Asmussen, der seiner Mannschaft dennoch keinen Vorwurf machen wollte. „Wir haben alles versucht, aber der Ball wollte einfach nicht ins Tor.“ Das sei allerdings auch ein Verdienst von Firats Schlussmann Erdal Yavsan gewesen, der eine überragende Leistung geboten hatte.

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Die Gastgeber hatten sich in der Abwehr eingeigelt. Hermannsburg besaß dadurch deutlich mehr Ballbesitz und machte eindeutig das Spiel. Doch die Spieler des Tabellensechsten schafften es nicht, die Firat-Abwehr aus den Angeln zu heben. „Beim Abschluss haben wir nicht den richtigen Druck ausgeübt“, so Asmussen. Die große Chance zum Führungstreffer vergab Rouven van Rhijn in der 35. Minute. Er scheiterte gleich zweimal vom Elfmeterpunkt. Versuch Nummer eins wehrte Erdal Yavsan ebenso ab, wie Versuch Nummer zwei. Der war nötig geworden, nachdem sich der Berger Keeper zuvor zu früh bewegt hatte. „Er hat wirklich eine Klassepartie gemacht“, lobte auch Bergens Spielertrainer seinen Torwart. Sein Team hatte aber auch das nötige Glück auf seiner Seite. Einmal rettet die Latte, einmal der Pfosten vor einem Gegentor. „Unser Taktik ist dennoch voll aufgegangenen“, freute sich Fathi Yavsan. Die von Björn Ronneburger bestens organisierte Abwehr habe dem Ansturm der Hermannsburger standgehalten. „Es hat alles perfekt geklappt. Jetzt sieht alles schon etwas besser aus.“

Sein Gegenüber Sievert Asmussen blies nach zuvor drei Siegen in Folge nicht lange Trübsal. „Natürlich hätten wir gerne gewonnen“, sagte er, blickte aber zugleich auf den bisherigen Saisonverlauf: „Wir wollten einen einstelligen Tabellenplatz und sind auf einem guten Weg dahin.“

SV Garßen sendet Lebenszeichen im Abstiegskampf

SV Altencelle hat in der Fußball-Kreisliga den Angriff des Ligadritten TuS Eversen-Sülze abgewehrt. Während das SVA-Team gegen MTV Eintracht Celle II 5:3 gewann, unterlag Eversen-Sülze beim TuS Oldau-Ovelgönne mit 2:3. Derweil hat der SV Garßen mit einem 4:1-Sieg beim MTV Langlingen im Kampf um den Klassenerhalt ein Lebenszeichen gegeben.

TuS Eicklingen – VfL Wathlingen 2:6 (1:3)

Eicklingens Trainer Patrick Bork war bedient. „So wird das niemals was“, sagte er und meinte damit die Einstellung von Teilen der Mannschaft. „Wenn von 16 Spielern nur fünf Bock haben, wird das nichts“, sagte er. „So kann man kein Spiel gewinnen.“

Dabei kam sein Team noch gut ins Spiel und ging nach 21 Minuten durch Sven Hörske sogar in Führung. Doch nach dem ersten Gegentor fielen die Gastgeber in sich zusammen. „Wir versinken bei jedem Gegentor in Selbstmitleid“, so Bork, der zudem bemängelte, dass man Wathlingens vierfache Torschützen Denisz Benyak nie in den Griff bekam. „Der konnte machen, was er wollte.“

TS Wienhausen – VfL Westercelle II 3:2 (2:1)

Die Westerceller hatten stark begonnen und waren in der 39. Minute durch Faisal Gazali Soma in Führung gegangen. Doch die hielt nicht lange. Zwar hatten die Gäste anschließend Pech, dass der Ball nach einem Konter vom Innenpfosten zurück ins Feld sprang. Doch dann übernahmen die Wienhäuser das Zepter. Mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause drehten sie das Spiel und waren auch nach dem Wechsel die tonangebende Mannschaft. „Insbesondere in der zweiten Halbzeit hatten wir die Westerceller gut im Griff“, sagte TSW-Coach Arne Lehmeier.

Nach dem 3:1 durch den stark aufspielenden Simon Keitel (76.) vergab Rune Lübbers vier Minuten später die Chance zur Vorentscheidung – er vergab vom Elfmeterpunkt. Als Timo Premper den VfL dann doch noch auf 2:3 heranbrachte, wurde es in der sechsminütigen Nachspielzeit jedoch noch einmal spannend.

MTV Langlingen – SV Garßen 1:4 (0:2)

Die Langlinger Erfolgsserie ist dahin. Nachdem das Team zuvor ohne Niederlage durch das Jahr 2019 marschiert war, gab es jetzt gegen SV Garßen einen Dämpfer. „Die sind hier sehr engagiert aufgetreten. Garßen war einfach griffiger“, meinte Langlingens Coach André Ruschitzka. Sein Team stand ziemlich hoch und war dadurch anfällig für Konter. Und die kamen dann auch. Für solche Fälle haben die Garßener in Jan Lumma einen pfeilschnellen Mann, der die Langlinger Abwehr ein ums andere Mal schlecht aussehen ließ und gleich vier Treffer markierte.

TuS Eschede – TuS Bröckel 3:0 (2:0)

Die Gastgeber taten sich etwas schwer, ins Spiel zu finden. In der Defensive stand Eschede jedoch gut, sodass die schwächere Anfangsphase ohne Folgen blieb. „Und dann haben wir zum richtigen Zeitpunkt unsere Tore gemacht“, so Trainer Uwe Thiel.

Mit der 2:0-Führung im Rücken stieg auch die Sicherheit im Escheder Spiel. „Ab da hatten wir den richtigen Rhythmus gefunden“, meinte Thiel.
Den Bröcklern merkte man Mitte der zweiten Halbzeit das Pokalspiel vom Samstag an. „Da haben dann schon die Kräfte bei denen etwas nachgelassen“, so Eschedes Trainer, der von einem verdienten Sieg seines Teams sprach.

SV Altencelle – MTV Eintracht Celle II 5:3 (4:2)

15 Minuten war erst gespielt, da führte der SVA bereits 3:1. „Wir haben losgelegt, wie die berühmte Feuerwehr“, meinte Altencelles Coach Claus Netemeyer über eine torreiche Anfangsphase, der bis zur 28 Minute auf beiden Seiten jeweils noch ein Treffer folgte.

Trotz der drei Gegentore, die allesamt aus Standardsituation entstanden (Elfmter (2) und 18-Meter-Freistoß), war der SVA-Coach mit dem Auftritt seines Teams zufrieden. „Nach dem schweren Pokalauftritt in Eldingen haben sich die Jungs gut präsentiert“, so Netemeyer.

TuS Oldau-Ovelgönne – TuS Eversen-Sülze 3:2 (2:1)

Beide Teams boten ein rassiges und umkämpftes Kreisligaspiel, indem die Gastgeber in der ersten Halbzeit den Ton angaben. Doch nach dem Seitenwechsel und nach Umstellungen im Everser Team übernahmen die Gäste das Zepter und setzten die Oldauer unter Druck. In die Drangphase hinein gelang Lukas Frank (86.) das 3:1 für die Gastgeber, dem Eversen in einer spannenden Partie postwendend das 3:2 folgen ließ. „Ich denke aber, dass wir verdient gewonnen haben“, sagte Oldau Coach Sven Mentkowski.

TuS Celle FC – SG Eldingen 1:2 (1:0)

„Wir hätten gern einen Punkt mitgenommen“, meinte TuS-Trainer Nils Speckmann, „und der wäre keineswegs unverdient gewesen.

Die Celler gaben in der ersten Halbzeit den Ton an und hätten durchaus deutlicher führen können. Der Tabellenführer blieb weitestgehend ungefährlich. Doch nach dem Seitenwechsel bekamen die Eldinger mehr und mehr Oberwasser. TuS FC brachte nach vorne nicht mehr allzu viel zusammen und musste die Gegentreffer zur Niederlage hinnehmen.

Spieler des Tages

Erdal Yavsan

(FC Firat Bergen):

Der Schlussmann der Berger war der Turm in der Schlacht. Er parierte nicht nur einen Elfmeter und dessen Wiederholung. Auch im gesamten Spiel war er für die Gastgeber der große Rückhalt. In der Nachspielzeit machte er zudem die letzte Großchance der Hermannsburger zunichte.