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Fußball regional Akkordarbeit in der Torfabrik
Sport Fußball regional Akkordarbeit in der Torfabrik
19:16 14.04.2019
Von Oliver Schreiber
Eintrachts Rechtsverteidiger Daniel Ruchatz (rechts) – hier ausnahmsweise mal im Duell mit Emmendorfs Luca Schenkauf der linken Seite im Einsatz – sorgte mit vielen Flankenläufen immer wieder für Gefahr. Quelle: David Borghoff
Celle

9:0, 6:1, 6:0 – der MTV Eintracht Celle entwächst der Fußball-Landesliga immer mehr. Die Blau-Weißen überrollten an einem verregneten und ungemütlichen Sonntagnachmittag vor knapp 200 Zuschauern in der Wilharm-Arena einen hoffnungslos überforderten SV Emmendorf mit 6:0 (3:0), nachdem die Torfabrik bereits zuvor schon gegen SV Drochtersen-Assel II und TSV Winsen (Luhe) im Akkord arbeitete. Damit nutzten die Celler erneut den Patzer des ärgsten Widersachers TuS Harsefeld (nur 0:0 gegen TSV Gellersen). „Das war schon extrem dominant und über weite Strecken wirklich überzeugend. 21 Tore in drei Spielen sind schon eine Ansage. Wenn wir so weiterspielen, wird es schwer, uns da oben noch abzufangen“, fand Cheftrainer Hilger Wirtz lobende Worte für sein Team.

Wie bereits gegen Winsen und Drochtersen legte der MTVE, bei dem Tjark Klindworth den angeschlagenen Christof Rienass im Tor ersetzte, mit einem frühen Tor los wie die Feuerwehr. Nach zwei Minuten Dauerdruck fälschte Emmendorfs Sören Otte eine Flanke von Stephane Sylla unglücklich ins eigene Netz ab. Der Super-GAU für eine Mannschaft, die großen Respekt vor dem Spitzenreiter hatte und mit einer extrem defensiven Grundausrichtung ganz offensichtlich darauf aus war, so lange wie möglich „die Null“ zu halten.

Doumbouya erzielt Saisontreffer Nummer 23 und 24

Die Celler dominierten das Geschehen nach Belieben, den Pässen und Flanken fehlte auf dem rutschigen Geläuf zunächst noch die Präzision. Daher dauerte es trotz einiger guter Chancen bis zur 40. Minute, bis das überfällige 2:0 fiel. Nach schönem Direktpassspiel chippte Adrian Zöfelt den Ball in den Strafraum auf den aufgerückten Innenverteidiger Malte Marquardt, dem es mangels Beschäftigung im eigenen Abwehrzentrum offensichtlich zu langweilig geworden war. Der 31-Jährige beförderte die Kugel freistehend mit der Innenseite ins lange Eck. Nur zwei Minuten später zirkelte Linksverteidiger Yannik Ehlers einen Freistoß zielgenau auf den Kopf des bis dato unauffälligen Torjägers Moussa Doumbouya – 3:0. Mit dem Pausenpfiff hätte Tim Struwe – ebenfalls per Kopfball – das Resultat fast noch auf 4:0 geschraubt.

Dies tat dann Zöfelt in der 61. Minute. Doumbouya steckte den Ball durch auf die rechte Seite auf den agilen Onur Ekinci, der bei seinem Startelf-Debüt die Kugel mustergültig in die Mitte passte, wo Zöfelt vollstreckte.

Jener Zöfelt stand nach einer schönen Kombination in der 79. Minute alleine vor dem für den verletzten David-Joel Meyer eingewechselten Ersatztorwart Felix Lüring, der seinen Schuss abwehrte. Der Abpraller landete wieder bei Zöfelt, der den Ball quer auf Doumbouya legte, der nur noch einzuschieben brauchte – 5:0. Den Schlusspunkt setzte Tim Struwe, der nach einer Maßflanke von Sylla mit dem Kopf sein erstes Saisontor erzielte (87.). „Unsere Tore waren zum Großteil sehr schön herausgespielt, mit tollen Flanken und Pässen. Wir hätten sicherlich noch das ein oder andere Tor mehr schießen können. Aber unterm Strich gibt es an unserem Auftritt wirklich nicht viel zu kritisieren“, erklärte Wirtz.

Vorentscheidung an Ostern möglich

Am Osterwochenende kann Eintracht nun der Meisterschaft und dem Aufstieg ein großes Stück näher kommen. Bei zwei Siegen beim FC Verden 04 und daheim gegen TV Meckelfeld würde der Abstand zum TuS Harsefeld, der nur tatenlos zuschauen kann, auf acht Punkte anwachsen. „Das wäre natürlich schon ein ziemliches Brett. Aber bei unserem dünnen Kader sind zwei Spiele in 48 Stunden nicht so ganz ohne“, warnt Wirtz. Aber Akkordarbeit sind seine Jungs ja gewohnt.

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