Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Fußball regional Duell der krassen Gegensätze
Sport Fußball regional Duell der krassen Gegensätze
14:14 25.04.2019
Von Oliver Schreiber
Hilger von Elmendorff (am Ball) ist nach seiner hartnäckigen Oberschenkel-Verletzung und der Zwangspause schnell wieder in Form gekommen. Der 22-Jährige ist Dreh- und Angelpunkt im Eintracht-Mittelfeld. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Der Auftrag ist eindeutig formuliert. „Wir dürfen da auf keinen Fall Punkte liegen lassen. Ein Dreier ist Pflicht“, macht Hilger Wirtz, Cheftrainer des Fußball-Landesligisten MTV Eintracht Celle, vor der Partie am Samstag um 17 Uhr bei der Turn- und Sportgemeinde Ritterhude unmissverständlich klar. Alles andere wäre auch eine Sensation. Es ist das Duell der krassen Gegensätze: Erster gegen Letzter, Torfabrik gegen Schießbude, Aufstiegsaspirant gegen bereits feststehenden Absteiger.

Die einzige Gefahr dürfte für die Celler darin liegen, diesen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Davor hat Wirtz seine Schützlinge bereits gewarnt. „In der Landesliga kann dir jede Mannschaft gefährlich werden, wenn du nachlässig und nicht fokussiert bist. Aber wir haben ein großes Ziel vor Augen, daher sollten eigentlich alle Sinne geschärft sein“, sagt Wirtz.

Die Celler, die unter der Woche mit den Transfers von Torjäger Felix Krüger sowie den drei Westerceller Talenten Alexander Laube, Tom Schaper und Calvin Smith zur neuen Saison Aufmerksamkeit erregten, haben ihren Rhythmus längst wiedergefunden. Der war ihnen nach der Winterpause leicht abhanden gekommen. Vor allem die Offensivpower ist furchterregend für alle Gegner. 80 Saisontore sprechen eine deutliche Sprache – das sind im Schnitt mehr als drei Treffer pro Spiel. „Wir sind in der Lage, enormen Druck auszuüben. Wenn wir mit Tempo und flüssigen Kombinationen angreifen, ist es für jeden Gegner schwer, das zu verteidigen“, erläutert Wirtz.

Dass die Torfabrik ausgerechnet gegen die Schießbude der Liga die Produktion einstellt, dürfte eher unwahrscheinlich sein. Bei Ritterhude hat es bereits 85 Mal im Netz eingeschlagen, das sind fast vier Gegentore pro Partie. Dementsprechend hoch fiel auch das Hinspiel-Resultat aus: 7:1. „Da haben wir aber alles andere als überzeugt und sehr fahrlässig und unkonzentriert agiert. Dies müssen wir dieses Mal besser machen, weil Ritterhude alles daran setzen wird, sich vor eigenem Publikum so teuer wie möglich zu verkaufen“, mahnt Wirtz.

Personell kann der A-Lizenzinhaber auf denselben Kader zurückgreifen, der am Ostermontag TV Meckelfeld mit 7:1 abschoss. Tim Struwe wird wegen einer Zerrung im Hüftbeuger erneut ausfallen. Vieles spricht dafür, dass Wirtz auf dieselbe Startformation wie gegen Meckelfeld setzen wird. Taktisch wird er – wie auch gegen Meckelfeld – zwischen dem bewährten 4-2-3-1-System und einem 4-4-2 mit Henry Struwe als zweiter Spitze neben Moussa Doumbouya variieren.

Insgeheim hofft der MTVE natürlich darauf, den Vorsprung von aktuell sechs Punkten auf Verfolger TuS Harsefeld auszubauen. Der hat nämlich mit dem Auswärtsspiel am Sonntag beim Dritten MTV Treubund Lüneburg – zusammen mit der SV Ahlerstedt-Ottendorf bestes Rückrunden-Team – eine äußerst schwierige Aufgabe vor der Brust. „Wir können vorlegen und den Druck somit erhöhen. Treubund ist richtig gut drauf. Andererseits könnte es Harsefeld natürlich auch einen Schub geben, wenn sie dort gewinnen. Aber erst einmal müssen wir unsere Hausaufgaben erledigen“, erklärt Wirtz.

Der "verlorene Sohn" ist zurück: Torjäger Felix Krüger schnürt ab der kommenden Saison wieder die Stiefel für den MTV Eintracht Celle.

Oliver Schreiber 23.04.2019

Beim Fußball-Bezirksligisten SC Vorwerk gibt es einen fließenden Übergang auf dem Trainerstuhl - von Stefan Mainka zu Marcus Hoffmann.

23.04.2019

Neue Kräfte für MTV Eintracht Celle, Schlag ins Kontor für VfL Westercelle: Drei Spieler wechseln von den Schwarz-Gelben zum MTVE.

Oliver Schreiber 23.04.2019