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Fußball regional Eine wahre Meisterleistung
Sport Fußball regional Eine wahre Meisterleistung
21:48 03.05.2019
Von Oliver Schreiber
Die Spieler des MTV Eintracht Celle bejubeln den Führungstreffer: (links im Hintergrund) Malte Marquardt und Moussa Doumbouya (Nummer 7), (vorne von links) Lars Borchert, Yannik Ehlers, Torschütze Henry Struwe, Adrian Zöfelt und Tim Struwe. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Die Botschaft des Abends war eindeutig: „Wir wollen mit aller Macht in die Oberliga!“ Die Mannschaft des Fußball-Landesligisten MTV Eintracht Celle hat im Meisterduell mit dem TuS Harsefeld ein deutliches Zeichen gesetzt. Trotz fast 70-minütiger Unterzahl nach einer unberechtigten Roten Karte für Alpha Jallow schossen die Blau-Weißen vor rund 200 Zuschauern in der Wilharm-Arena den Rotenburger SV, eines der besten Rückrundenteams, mit 4:0 (1:0) ab. „Mehr kann man von einer Landesliga-Mannschaft nicht erwarten. Das war grandios. Was diese Truppe an Laufarbeit verrichtet hat, war unglaublich. Hut ab vor den Jungs“, lobte Trainer Hilger Wirtz seine Schützlinge für seine Verhältnisse schon fast überschwänglich.

Moussa Doumbouya (Mitte) – hier im Duell mit Christoph Drewes – war von den Rotenburger Verteidigern nicht zu stoppen. Der 21-Jährige erzielte seine Saisontore 27 und 28. Quelle: Oliver Knoblich

Aber dazu hatte er auch allen Grund. Denn die Celler lieferten im wahrsten Sinne des Wortes eine Meisterleistung ab. Bis auf ein paar „Wacklern“ gleich zu Beginn der Partie, die auf Grund der verspäteten Ankunft der Gäste zehn Minuten später angepfiffen wurde, ließ der MTVE den Rotenburgern kaum Luft zum Atmen, lief fast jede Lücke zu, schmiss sich in jeden Zweikampf – und spielte auch noch richtig gut Fußball. „Wir haben bewusst einen anderen Ansatz gewählt. Jetzt geht es nur noch um Ergebnisse, Hurra-Fußball ist jetzt nicht mehr angesagt“, erläuterte Wirtz, der sein Team in einem 4-4-1-1-System aufs Feld schickte. Björn Lohmann, eigentlich ein Sechser, fungierte als hängende Spitze hinter Moussa Doumbouya, um den Spielaufbau der Gäste bereits früh zu stören.

Henry Struwe (am Ball) erzielte 14 Saisontore und glänzte auch als Vorbereiter. Quelle: Oliver Knoblich

Zunächst lief alles nach Plan für den Spitzenreiter. Bereits in der 6. Minute erzielte Henry Struwe die frühe Führung, als er im Nachschuss aus kurzer Distanz traf. Zuvor war Adrian Zöfelt nach Vorarbeit von Jallow an Keeper Henner Lohmann gescheitert. Nach 18 Minuten schoss Tim Struwe einem Rotenburger Verteidiger im Strafraum an den ausgestreckten Arm – Schiedsrichter Alexander Jahn zeigte auf den Punkt. Der ansonsten sichere Elfmeterschütze Lars Borchert zielte etwas zu genau – und traf nur den Innenpfosten.

Alpha Jallow (links),  hier im Duell mit Rotenburgs Lucas Chwolka, bekam nach seiner Roten Karte gegen Rotenburg zwei Spiele Sperre aufgebrummt. Quelle: Oliver Knoblich

Der erste Nackenschlag für Eintracht, dem vier Minuten später der nächste folgte. Jallow ging an der Seitenauslinie ungestüm in den Zweikampf mit Yannick Chwolka und senste ihn frontal um. Eine Gelbe Karte mit deutlicher Ermahnung wäre hier das richtige Strafmaß gewesen, aber der Referee zückte nach kurzem Blickkontakt mit der Linienrichterin den roten Karton. Eine überzogene Entscheidung.

Hier flankt Björn Lohmann (rechts) vom MTV Eintracht Celle. Gute Pässe braucht es auch für den Aufstieg. Quelle: Oliver Knoblich

Das Spiel drohte zu kippen. Doch die Hausherren stemmten sich dagegen und verteidigten geschickt. Nach dem Seitenwechsel waren es sogar die Celler, die aufs Tempo drückten. Mit Erfolg. Nach einer Bogenlampe im Anschluss an eine Ecke köpfte Borchert den Ball auf Doumbouya, der zog aus der Drehung ab – 2:0 (47.). In der 65. Minute vollendete Zöfelt ein Zusammenspiel mit Henry Struwe gekonnt zum 3:0. Damit nicht genug. Doumbouya erhöhte in der 81. Minute nach einem Alleingang noch auf 4:0. Rotenburg hatte keine echte Torchance, ganz im Gegensatz zu den Cellern, die sogar noch höher hätten gewinnen können. Dank einer wahren Meisterleistung. „Dieser Sieg sollte uns nochmal richtig Auftrieb geben für den Endspurt“, meinte Wirtz.

Rund 900 Spieler und Zuschauer waren beim traditionellen Jugendfußballturnier des TuS Eicklingen dabei. Ein Verein holte sogar zwei Titel.

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