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Fußball regional Eintracht ganz dicht vor dem großen Ziel
Sport Fußball regional Eintracht ganz dicht vor dem großen Ziel
16:07 09.05.2019
Von Oliver Schreiber
Adrian Zöfelt (am Ball) traf in dieser Saison bereits 16 Mal ins Schwarze. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Vom möglichen Meisterstück will Hilger Wirtz noch nichts wissen. „Ich glaube nicht, dass sich die Meisterschaft schon an diesem Wochenende entscheiden wird. Natürlich ist es unser Ziel, mit einem Sieg den nächsten Schritt Richtung Oberliga zu machen. Aber dafür müssen wir uns gewaltig strecken. Daher schauen wir nur auf uns und nicht darauf, was Harsefeld macht“, erklärt der Trainer des Fußball-Landesligisten MTV Eintracht Celle vor der Partie am Sonntag um 15 Uhr beim TSV Gellersen. Theoretisch könnten bereits nach dieser Partie die Sektkorken beim Spitzenreiter knallen, sollte der MTVE gewinnen und Verfolger TuS Harsefeld gegen SV Eintracht Lüneburg keinen Dreier einfahren.

Dann allerdings würde der eigentlich zu erwartende Showdown zwischen beiden Teams am übernächsten Samstag in Celle zu einem Schaukampf verkommen. Grund dafür ist die überraschend hohe 0:5-Niederlage der Harsefelder beim VfL Güldenstern Stade, der den Vorsprung des MTVE vier Spieltage vor Schluss auf sieben Punkte anwachsen ließ. Die Blau-Weißen haben mit dem furiosen 4:0-Erfolg trotz 70-minütiger Unterzahl gegen den Rotenburger SV ihren Teil zu dieser komfortablen Konstellation beigetragen. „Genau diesen Siegeswillen, diese Mentalität und diese Leistungsbereitschaft brauchen wir auch in Gellersen. Wie gefährlich uns diese Mannschaft werden kann, haben ja im Hinspiel gesehen“, erinnert sich Wirtz an den 4:2-Sieg, der allerdings erst in der Schlussphase sichergestellt wurde.

Alpha Jallow (links),  hier im Duell mit Rotenburgs Lucas Chwolka, bekam nach seiner Roten Karte gegen Rotenburg zwei Spiele Sperre aufgebrummt. Quelle: Oliver Knoblich

Gellersen überzeugte da durch schnelles Umschaltspiel und gepflegten Fußball, zudem hat der Aufsteiger mit Andreas Demir (18 Saisontreffer) einen Spieler in seinen Reihen, der weiß, wo das Tor steht. „Außerdem sind sie sehr heimstark, uns erwartet da ein heißer Tanz“, meint Wirtz, der auf Alpha Jallow verzichten muss. Der Rechtsverteidiger bekam zwei Spiele Sperre nach seiner Roten Karte gegen Rotenburg aufgebrummt. Dafür stehen die Chancen auf einen möglichen Einsatz von Stephane Sylla nach seiner Schulter-Verletzung gut. Nichtsdestotrotz bleibt der Kader eng bemessen.

Stephane Sylla, hier bei einer Flanke, steht nach seiner Schulter-Verletzung wieder im Kader. Quelle: Oliver Knoblich

Dies wird sich in der kommenden Saison ändern, die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Stefan Cohrs präsentierten gestern den fünften Neuzugang nach Felix Krüger, Alexander Laube, Tom Schaper und Calvin Smith. Mit Marco Dubberke verpflichtete Eintracht einen neuen Torwart, der bisher beim Landesligisten Heeßeler SV zwischen den Pfosten stand. Der 26-Jährige, ein Freund von Felix Krüger, soll Stammkeeper Christof Rienass Konkurrenz machen. „Ich sehe beide in etwa auf einem Niveau. Wir hatten teilweise nur einen Torwart im Training, daher bestand auf dieser Position Handlungsbedarf“, erläutert Wirtz.

Sven Ewert wird ab der kommenden Saison Co-Trainer beim MTV Eintracht Celle. Quelle: David Borghoff

Der Chefcoach selbst bekommt einen neuen Assistenten, da Frank Steinkuhl aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht. Sven Ewert wird ab der kommenden Saison Co-Trainer. Der 43-Jährige trainierte im Herrenbereich zunächst drei Jahre lang den Kreisligisten TuS Eversen-Sülze und danach den TuS Eschede, sowohl in der Kreis- als auch Bezirksliga. Aktuell ist Ewert als Co-Trainer beim Bezirksligisten SV Lindwedel-Hope aktiv. „Ich hatte einige sehr gute Gespräche mit Sven. Das Vertrauen war gleich da, wir liegen auf einer Wellenlänge“, schildert Wirtz.

Eintracht-Torwart Christof Rienass bekommt in der nächsten Saison Konkurrenz. Quelle: Oliver Knoblich

Auch Ewert freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem A-Lizenzinhaber und den Spielern. „Das ist eine tolle Herausforderung. Nach den Gesprächen mit Hilger war mir klar, dass ich diesen Job unbedingt übernehmen möchte. Der Verein und die Spieler haben sich super entwickelt, Ich möchte meinen Beitrag leisten, dass wir diesen Weg weitergehen. Ich hoffe natürlich, dass das in der Oberliga der Fall sein wird“, sagt Ewert. Dieser Fall könnte bereits am Sonntagabend eintreten, wenn alles passt.

In der Fußball-Kreisliga steht der Abstiegskampf im Mittelpunkt des Interesses. Noch vier Teams zittern.

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