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Fußball regional Mehr Geld statt Lehrgeld
Sport Fußball regional Mehr Geld statt Lehrgeld
17:30 07.01.2019
Von Oliver Schreiber
Adrian Zöfelt (blaues Trikot) jagt im bisher letzten Oberliga-Spiel des MTV Eintracht Celle gegen SVG Göttingen dem Ball hinterher. Gibt es bald wieder Oberliga-Fußball in der Wilharm-Arena?
Celle

Die Stimmung beim Sponsorentreffen der Fußball-Abteilung des MTV Eintracht Celle war bestens. Kein Wunder, denn die erste Mannschaft thront nach über der Hälfte der Saison an der Spitze der Landesliga und hat den sofortigen Wiederaufstieg im Visier. Das Ziel Oberliga ist in Reichweite. Dieses Mal will der Club besser aufgestellt sein als beim ersten „Abenteuer“ 2017. „Wenn wir es wieder schaffen, werden wir diese Herausforderung annehmen. Dass dies vor allem in finanzieller Hinsicht ein Kraftakt wird, ist uns allen klar“, erklärt Abteilungsleiter Stefan Cohrs.

Daher richteten Cohrs und auch Cheftrainer Hilger Wirtz im praktisch „ausverkauften“ Restaurant „Indiana Steakhouse“ einen flammenden Appell an die rund 40 Gönner, die dem MTVE momentan rund 55.000 Euro einbringen, und baten um weitere Unterstützung. „Diese Mannschaft und dieser Verein haben es einfach verdient, dass hier die Weichen für höherklassigen Fußball gestellt werden. Was hier in den letzten Jahren entstanden ist, ist wirklich überragend. Aber du kommst natürlich auch irgendwann an deine finanziellen und somit auch sportlichen Grenzen“, schilderte Wirtz.

Diese Grenzen sollen nun nach oben verschoben werden. In der Premieren-Saison in der Oberliga wurde der Etat um mehr als 10.000 Euro überschritten. Für diese Saison wurde der Finanzhaushalt der Abteilung um etwa 10.000 Euro auf rund 60.000 Euro gekürzt, um den Verlust wieder aufzufangen. „Diese Liga war für uns alle Neuland. Wir hatten dafür auch zu wenig Vorbereitungszeit. Da haben wir im wahrsten Sinne des Wortes Lehrgeld bezahlt“, erläutert Cohrs.

Dies galt auch für die Mannschaft, der rasante Schlussspurt mit sechs Spielen ohne Niederlage in Folge kam zu spät für den Klassenerhalt. Die junge Truppe entwickelte sich zwar stetig weiter, aber es fehlten zwei, drei gestandene Spieler mit Oberliga-Erfahrung, die für mehr Qualität und Stabilität gesorgt hätten. Aber dies war mit dem mit Abstand kleinsten Etat der Liga schlichtweg nicht möglich.

Im Falle des Wiederaufstiegs soll sich das ändern. Dafür müsste das Budget für die erste Mannschaft von derzeit rund 50.000 Euro um „mindestens 40.000“ anwachsen, wie Cohrs den Sponsoren vorrechnete. Zum Vergleich: Der FC Hagen-Uthlede plant als Oberliga-Aufsteiger mit einem Etat von rund 100.000 Euro – und liegt damit am unteren Ende des Rankings. Sportlich befindet sich das Team auf Rang neun, ist allerdings nur vier Punkte vom ersten Abstiegsplatz entfernt. „Ob wir am Ende auf dieses Budget kommen, werden wir sehen. Wir werden aber auf keinen Fall über unseren Verhältnissen leben“, verdeutlicht Cohrs.

„Wenn wir sportlich konkurrenzfähig sein sollen, müssen wir die Truppe zusammenhalten und Oberliga-erfahrene Spieler dazu holen. Aber erst einmal müssen wir unser Ziel auch erreichen. Das wird im Zweikampf mit Harsefeld schwer genug, das Rennen ist völlig offen“, mahnt Wirtz, der sich über einen Neuzugang freut. Vom Nachbarn und Kreisligisten TuS Celle FC stößt Offensiv-Allrounder Onur Ekinci (20) zur Eintracht. „Er hat lange nicht gespielt und wird seine Zeit benötigen, um sich an das höhere Niveau zu gewöhnen“, sagt Wirtz.

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