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Fußball regional So will MTV Eintracht sein Meisterstück machen
Sport Fußball regional So will MTV Eintracht sein Meisterstück machen
17:03 16.05.2019
Von Oliver Schreiber
Henry Struwe (am Ball) befindet sich in Topform. Der offensive Außenbahnspieler glänzt sowohl als Vollstrecker (zwölf Saisontore) als auch als Vorbereiter. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

An den 17. Mai 2017 kann sich Adrian Zöfelt noch genau erinnern. „Das war ein Mittwochabend. Da sind wir praktisch auf dem Sofa aufgestiegen, weil Harsefeld sein Nachholspiel gegen Ottersberg verloren hatte und sie uns nicht mehr einholen konnten. Aber einen Aufstieg willst du natürlich zusammen mit der ganzen Mannschaft feiern, am besten nach einem Heimspiel mit den eigenen Fans“, erklärt der offensive Mittelfeldspieler des Landesligisten MTV Eintracht Celle, der gerade seine Zusage gegeben hat, auch in der kommenden Saison das blau-weiße Trikot zu tragen. Das von Zöfelt beschriebene Szenario könnte sich am Samstag in der Wilharm-Arena ereignen. Dann empfängt der Spitzenreiter um 17.30 Uhr den Zweiten TuS Harsefeld zum Topspiel. Ein Remis würde den Cellern, die drei Spieltage vor Schluss sieben Punkte und 38 (!) Tore Vorsprung haben, bereits zum Oberliga-Aufstieg reichen. „Aber natürlich wollen wir dieses Spiel gewinnen – und anschließend feiern“, meint Zöfelt.

Dies wäre natürlich auch ganz im Sinne von Trainer Hilger Wirtz. „Diese Konstellation ist etwas ganz Besonderes, dieses Spiel hat Endspiel-Charakter. Wenn du in einem solchen Spiel zu Hause Meister werden kannst, musst du niemanden mehr motivieren“, sagt Wirtz.

"Wir benötigen eine Mischung aus Lockerheit und Anspannung"

Allerdings besteht dabei auch immer die Gefahr zu überdrehen. „Wir müssen die richtige Mischung aus Lockerheit und Anspannung finden. Das wird ein Spiel auf Augenhöhe, die Tagesform wird entscheiden“, glaubt Wirtz. Die Gäste müssen diese Partie unbedingt gewinnen, um zumindest noch eine Restchance zu haben. „Sie werden uns aber deswegen nicht den Gefallen tun, bereits von Anfang an Risiko zu gehen und uns Räume anzubieten. Das ist eine ganz erfahrene Truppe, die weiß, wie sie mit solchen Situationen umgehen muss“, erläutert Wirtz.

Im Hinspiel setzte es für Eintracht beim 1:2 im 13. Spiel die erste Niederlage nach zuvor elf Siegen und einem Remis. Auch dafür wollen sich die Celler revanchieren. Personell kann Wirtz auf denselben Kader zurückgreifen wie beim 9:1-Torfestival am vergangenen Sonntag beim TSV Gellersen. Zudem holt er sich mit Keeper Tjark Klindworth und Pascal Leihbacher noch Verstärkung aus der zweiten Mannschaft. Aller Voraussicht nach wird der MTVE wieder im 4-4-1-1-System auflaufen. „Wir müssen unsere Schnelligkeitsvorteile ausnutzen und mit viel Tempo spielen, dabei trotzdem geduldig bleiben. Aufpassen müssen wir bei Standardsituationen, da ist Harsefeld sehr gefährlich. Wenn wir defensiv gut stehen, haben wir gute Chancen, dieses Spiel zu gewinnen, weil wir vorne eigentlich immer treffen“, erklärt Wirtz.

Verbilligte Eintrittspreise und Samba-Klänge

Die Offensivpower der Eintracht ist in der Tat beeindruckend. 96 Tore (im Schnitt drei bis vier Treffer pro Partie) stehen bisher zu Buche, in den verbleibenden drei Spielen dürfte die 100 noch geknackt werden. „Diese Quote zeigt einfach, dass wir zu Recht da oben stehen. Jetzt wollen wir auch noch den letzten Schritt gehen. Die Jungs sind heiß, dass hast du im Training gemerkt“, berichtet Wirtz.

Für das Aufstiegsendspiel direkt nach dem großen Bundesliga-Finale haben sich die Verantwortlichen einiges einfallen lassen. Die Partie wurde an einen Sponsor verkauft, sodass der Eintritt nur vier statt sechs Euro kostet. Zudem heizt die norddeutsche Gruppe „Samba Beija Flor“ den Fans mit brasilianischen Klängen ein. Der MTVE hofft auf 500 Zuschauer. Dafür wird die Sperrung der Zufahrt zur Nienburger Straße aus Richtung Hambühren aufgehoben, sodass die Wilharm-Arena mit dem Auto von zwei Seiten erreichbar ist.

Zum Landesliga-Topspiel (und zu anderen Themen) gibt es auch einen CZ-Sportcast.

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