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Fußball regional MTV Eintracht Celle: Den nächsten „Pott“ im Visier
Sport Fußball regional MTV Eintracht Celle: Den nächsten „Pott“ im Visier
15:59 03.08.2018
Von Oliver Schreiber
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Celle Stadt

Die Celler sind beim Neunten der abgelaufenen Bezirksliga-Spielzeit hoher Favorit und nehmen diese Rolle auch an. „Die Jungs haben eine Top-Vorbereitung abgeliefert, haben eine super Einstellung gezeigt und durch die Ergebnisse auch viel Selbstvertrauen getankt. Wenn wir unser Leistungsvermögen abrufen, werden wir weiterkommen“, sagt Wirtz.
Aber auch nur dann. Wie schwierig es ist, sich gegen hoch motivierte unterklassige Gegner durchzusetzen, hat Eintracht gerade erst in der 2. Runde beim knappen 2:1-Erfolg beim aufopferungsvoll kämpfenden SC Vorwerk erfahren. Der Siegtreffer durch Adrian Zöfelt fiel erst in der Nachspielzeit. „Es wird auf jeden Fall wieder eine schwere Aufgabe. Wir werden auch in Bardowick sicherlich wieder mehr Spielanteile haben als der Gegner. Du musst eben aufpassen, dass du im Spielaufbau keine Fehler machst und dir dann Konter fängst. Und du musst zielstrebig agieren“, meint Wirtz.
Die bisherigen Ergebnisse sprechen klar für den Oberliga-Absteiger. Neun der zehn bisherigen Saisonspiele entschied der MTVE für sich, einmal gab es beim Porta-Pokal in der Vorrunde ein Unentschieden (1:1) gegen Landesligist TSV Krähenwinkel-Kaltenweide. Bei diesem Turnier verbuchten die Celler zudem Erfolge gegen Oberliga-Aufsteiger HSC Hannover (4:1) sowie gegen andere Landesligisten wie Heeßeler SV (1:0) und TSV Burgdorf (5:1). Im Finale fertigte das Team dann eine zusammengewürfelte Reserve-Truppe von Arminia Hannover mit 9:1 ab, nachdem es vormittags noch im Bezirkspokal in Vorwerk viel Kraft und Schweiß gelassen hatte. „Das zeigt den Charakter dieser Truppe“, lobt Wirtz.
Die Qualität des Kaders genügt hohen Landesliga-Ansprüchen, trotzdem hat Wirtz „ein mulmiges Gefühl“. Grund: Die Quantität an Spielern ist momentan noch nicht gegeben. Nach acht Abgängen und nur zwei Neuzugängen (Alpha Jallow, Dennis Runge) stehen dem ambitionierten Coach nur noch 18 Spieler zur Verfügung. Durch die lang- und mittelfristigen Ausfälle von Marvin Janke (Kreuzbandriss), Christopher Nachtwey (bis Ende September nur Stand-by-Spieler wegen Hausbaus) und Pascal Kubiak (Prüfungsstress, zudem verletzt) ist die Zahl auf 15 geschrumpft, zudem stehen hinter den Einsätzen von Jallow (Gehirnerschütterung) und Hilger von Elmendorff (muskuläre Probleme) noch Fragezeichen.
„Der Kader ist einfach zu klein. Wir können Ausfälle kaum kompensieren und auch nicht auf Leistungsschwankungen reagieren. Zudem leidet die Trainingsqualität darunter. Konkurrenz belebt halt das Geschäft – und daran mangelt es uns momentan“, erläutert Wirtz. Man habe zwar alles versucht, um junge Celler Talente zu verpflichten, aber sich Körbe eingehandelt, „weil vielen der Aufwand zu hoch war, den wir betreiben“, schildert Wirtz: „Wer bei uns kicken will, muss dreimal die Woche intensiv trainieren. Sonst hat es keinen Zweck.“ Nichtsdestotrotz hofft der A-Lizenzinhaber noch auf Last-Minute-Transfers.