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Fußball regional MTV Eintracht Celle knapp am "Pünktchen Hoffnung" vorbei
Sport Fußball regional MTV Eintracht Celle knapp am "Pünktchen Hoffnung" vorbei
18:29 25.03.2018
Von Oliver Schreiber
Adrian Zöfelt (am Ball), der hier von Northeims Silvan Steinhoff angegriffen wird, schoss mit seinem vierten Saisontor denzwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für den MTV Eintracht Celle. Quelle: Jelinek, Hubert
Celle Stadt

Die Celler waren dicht dran an einem „Pünktchen Hoffnung“ im Abstiegskampf. Bis zur 86. Minute hielten sie die Partie beim Favoriten offen und schafften es, durch aggressives und diszipliniertes Defensiv-Verhalten die Northeimer Tormaschine weitgehend lahmzulegen. Doch dann besiegelte eine Mischung aus individueller Klasse und Pech das Eintracht-Schicksal. Lars Borchert wurde in einem Zweikampf von seinem Gegenspieler außer Gefecht gesetzt, weil der ihm versehentlich ins Auge „piekste“. Der Schiedsrichter übersah dieses Foulspiel, der Ball wurde durchgesteckt auf den eingewechselten Paul Mähner, der die Kugel an MTVE-Keeper Christof Rienass vorbei ins Netz schob. „In einer solchen Situation brauchst du eben auch mal das Glück, dass der Schiri eine solche Aktion abpfeift. Das ist schon ziemlich deprimierend, wenn du für deinen hohen Aufwand nicht belohnt wirst“, meinte Steinkuhl.

Die Mannschaft von Chefcoach Hilger Wirtz wollte die Scharte aus dem Hinspiel auswetzen, begann aber ziemlich schlafmützig. „Wir waren in der ersten Viertelstunde noch nicht so ganz da und hatten Glück, dass Northeim nicht in Führung gegangen ist. Aber ab der 15. Minute haben wir uns gefangen und hier ein richtig gutes Spiel abgeliefert. Wir waren sehr präsent und haben die starke Northeimer Offensive kaum zur Entfaltung kommen lassen“, berichtet Steinkuhl.

Das eigene Angriffsspiel kam allerdings über gute Ansätze nicht hinaus, so blieb es im ersten Durchgang bei einer guten Chance für Adrian Zöfelt. Nach dem Seitenwechsel folgte in der 52. Minute der Schock. Nach Chip-Pass und Hackenvorlage landete der Ball bei Melvin Zimmermann, der frei vor dem Tor vollstreckte.

Doch die Gäste erholten sich davon äußerst schnell. Nur kurze Zeit später flankte Daniel Ruchatz auf den zweiten Pfosten, wo Serhat Akyol den Ball direkt aufs Tor schießen wollte, die Kugel nicht richtig traf, aber anschließend immerhin unter Kontrolle brachte. Akyol behielt die Übersicht, passte zurück auf Zöfelt, der einnetzte (54.). Beide Teams neutralisierten sich danach weitgehend – bis Mähner die Celler ins Mark traf.

Als der Halbzeitpfiff auf dem Platz des SV Arminia Hannover ertönte, war mit einem Westerceller Kantersieg noch nicht zu rechnen. Die U19 des VfL hatte sich zu einer knappen Führung gemüht – und drehte nach dem Seitenwechsel so richtig auf: Mit einem 7:0-Erfolg über den Tabellenletzten der A-Junioren-Niedersachsenliga starteten die Schwarz-Gelben nahezu perfekt in das mit Verspätung gestartete Fußballjahr. „Nach der ersten Halbzeit war nicht damit zu rechnen, dass der Erfolg so deutlich ausfällt“, gab Trainer Ulrich Busse zu.

25.03.2018

Die Celler Fußballer richten weiter bange Blicke gen Himmel. Die Wetterprognosen für die nächsten Tage bis einschließlich Ostern sagen weitere Niederschläge voraus, die Plätze können einfach nicht richtig abtrocknen. Weitere Spielabsagen sind zu befürchten – und das wäre gerade am Ostersamstag und Ostermontag, an denen landesweit unzählige Nachholpartien angesetzt sind, fatal. Denn schon jetzt gibt es kaum noch Ausweichtermine für die Klubs. Wohl dem, der über einen Kunstrasenplatz verfügt. Die Notwendigkeit dafür wird auch in der Celler Politik gesehen. Darin sind sich die acht Fraktionen im Celler Stadtrat überwiegend einig, wie eine CZ-Umfrage ergeben hat.

Oliver Schreiber 23.03.2018

An das Hinspiel gegen den FC Eintracht Northeim denkt Hilger Wirtz nur höchst ungern zurück. „Da sind wir nach einer Stunde total eingebrochen und haben uns fast wehrlos abschießen lassen“, erinnert sich der Cheftrainer des Fußball-Oberligisten MTV Eintracht Celle an die schmerzhafte 2:8-Pleite. Um daraus vor der Auswärtspartie am morgigen Sonntag um 14 Uhr auf Kunstrasen gleich einen unmissverständlichen Auftrag abzuleiten: „Wir wollen uns dafür natürlich rehabilitieren.“ Aus dem erfahrenen Leid wollen die Celler also Kraft schöpfen für die sportliche Revanche – und die Scharte auswetzen.

Oliver Schreiber 23.03.2018