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Fußball regional MTV Eintracht Celle sticht viermal zu
Sport Fußball regional MTV Eintracht Celle sticht viermal zu
19:22 02.09.2018
Von Heiko Hartung
Ihm gelang bis zur Pause alles: Henry Struwe (am Ball) war an den ersten beiden Celler Toren direkt beteiligt. Auch MTV-Eintracht-Kapitän Björn Lohmann (links dahinter) zeigte großen Einsatz im zentralen Mittelfeld. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Sie hatte nur diese eine Chance – und die nutzte sie eiskalt. Etwa zehn Minuten waren in der Fußball-Landesligapartie zwischen MTV Eintracht Celle und FC Verden 04 am Sonntag noch zu spielen, als eine Wespe ihren Volltreffer setzte: Genau in den Nacken von Celles Cheftrainer Hilger Wirtz. Der sah von da an mit einem Eisbeutel am Hals, wie seine Elf den 4:2 (2:1)-Sieg gegen den nie aufsteckenden Aufsteiger nach Hause schaukelte. Lohn für Eintracht: Nach vier Siegen in vier Spielen grüßt der Oberliga-Absteiger von der Tabellenspitze – auch weil der bisherige Spitzenreiter Rotenburg spielfrei war.

Hätten es die Celler wie das kampflustige Insekt gemacht, sie hätten nicht bis in die Nachspielzeit zittern müssen, als Routinier Lars Borchert das erlösende Tor zum letztlich verdienten Endstand per Foulelfmeter erzielte. Denn wenn es etwas an den Blau-Weißen zu bekritteln gibt, dann ist es nach wie vor die mangelhafte Chancenverwertung. „Wie wir mit unseren Tormöglichkeiten umgehen, ist fahrlässig. So steht das Spiel bis zum Schluss auf Messers Schneide“ meinte auch Wirtz, der nur mit der ersten Halbzeit zufrieden war.

Vor etwa 120 Zuschauern in der Immobilien-Wilharm-Arena hatte Verden, das ohne seinen Top-Torjäger Maximilian Schulwitz (Handbruch) angereist war, die erste Chance: Der starke Jonas Austermann verzog knapp nach unnötigem Ballverlust von Celles Adrian Zöfelt (5.). Überhaupt Zöfelt: Der Stürmer hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt. Dem 25-Jährigen gelang nichts, seine Fehlpassquote lag gefühlt knapp unter dem dreistelligen Prozentbereich. Nur einmal machte der Ball, was Zöfelt wollte: Bei seinem Treffer zum 3:1 nach einer guten Stunde, als er völlig frei vor Verden-Keeper Wöhlke den Ball vor die Füße bekam und all seinen Frust in den Torschuss legte. Kurz danach erlöste ihn Wirtz per Auswechslung mit den Worten „Adi, solche Tage gibt‘s“.

Dafür glänzte vor allem in der ersten Hälfte die linke Celler Seite mit Yannik Ehlers und Henry Struwe, dem 45 Minuten lang alles gelang. Auch die MTVE-Führung fiel über links: Ehlers mit gefühlvollem langen Ball in den Strafraum, Henry Struwe mit Auge für Mittelstürmer Moussa Doumbouya – 1:0 (21.). Zuvor hatte der frühere Wietzenbrucher schon aus fünf Metern freistehend über das Tor geschossen.

Dazu kam, dass Celle hinten nicht so stabil stand, wie zuletzt. Austermann nutzte dies aus spitzem Winkel zum Ausgleich (26.). Weil Ehlers per Freistoß nur die Latte traf (29.), eine doppelte Überzahl bei einem Konter nicht genutzt wurde (30.) und Daniel Ruchatz sowie Doumbouya eine Flanke freistehend verpassten (36.), dauerte es bis zur 41. Minute, bis der beste Celler Henry Struwe Verdens Bormann nach einer Ecke anschoss und der Ball von dessen Bein ins Tor abprallte.

Nach dem Wechsel verflachte die Partie spielerisch. Zöfelt baute die Celler Führung zwar aus, aber verlor kurz danach den Ball im Mittelfeld – erneut Austermann war der Nutznießer zum 3:2-Anschlusstreffer (66.). Zu diesem Zeitpunkt hatte Wirtz auch ohne Wespenstich einen dicken Hals: „Das war mit Abstand die schlechteste Halbzeit der bisherigen Saison“, so der 53-Jährige. Weil aber vor allem Innenverteidiger Malte Marquardt mit starkem Kopfballspiel glänzte und Borchert beim Elfmeter nach Foul am eingewechselten Dennis Runge wespengleich zustach, reichte es für Eintracht zum zweiten Heimsieg.

Ohne Sieg blieben die beiden Junioren Teams des VfL Westercelle in der Fußball-Niedersachsenliga. Die U19 kam über ein 0:0 gegen Wunstorf nicht hinaus, die U17 unterlag gegen Cloppenburg 2:3.

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