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Fußball regional Mutlose Westerceller ohne Präzision
Sport Fußball regional Mutlose Westerceller ohne Präzision
13:06 13.08.2018
Von Heiko Hartung
Einer von fünf Spielern in der VfL-Startelf, die vergangene Saison noch in der A-Jugend aufliefen: - Niklas Brandt (rechts, verfolgt von Scharmbecks Ole Müller) zeigte eine solide Leistung in der Offensive. Quelle: David Borghoff
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Westercelle

„Wir haben uns den Start natürlich anders vorgestellt. Aber die Niederlage ist kein Beinbruch“, blieb VfL-Coach Axel Güllert gelassen. Er und sein Trainerkollege Heiko Vollmer hatten ihren Worten Taten folgen lassen und voll auf die Jugend gesetzt: Gleich fünf frisch aus der eigenen A-Jugend hochgezogene Spieler standen in der Startelf. Die Viererkette bestand komplett aus Akteuren des Jahrgangs 1999. Allerdings haben die meisten der Youngster bereits in der vergangenen Saison bei diversen Landesliga-Einsätzen im Herrenbereich Erfahrung sammeln können.

Mit Leon Gierendt (19) war es auch gleich eine der Nachwuchskräfte, die SG-Keeper Petersen mit einem Seitfall-Heber prüften (17. Minute). Westercelle war feldüberlegen, aber zu oft fehlte die Präzision im Passspiel. Mit Philip Boie (32.) und Kai Broschinski (43.) hatten zwei „alte Hasen“ weitere Chancen zur Führung, agierten aber zu überhastet vor dem Tor. Insgesamt wirkte die erste Halbzeit der Westerceller zu mutlos. Mit mehr Selbstvertrauen in der Offensive wäre gegen die passiven Gäste, die die vergangene Saison als Sechste abgeschlossen hatten, mehr drin gewesen.

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Nach dem Wechsel wurde Scharmbeck-Pattensen etwas aktiver. Bei einem „Freistoßgeschenk“ der VfL-Abwehr 20 Meter vor dem Tor sprang die Westerceller Mauer kollektiv hoch, SG-Kapitän Sascha Damm spielte aber flach darunter durch und Merlin Freitag brauchte keine Zauberkünste, um die Gäste in Führung zu bringen (60.). Kurz zuvor hatte Damm bereits den Pfosten getroffen.

Mit der schönsten Kombination der Partie kam Westercelle aber zurück: Über den neuen Kapitän Maurice Thies und den agilen Außenverteidiger Calvin Smith kam der Ball zu Boie, der überlegt zum 1:1 einschob (73.). Broschinksi hatte die Führung auf dem Kopf, der Ball ging aber übers Tor (77.). Und so nutzte Scharmbeck die zweite Unaufmerksamkeit in der VfL-Abwehr zum Siegtreffer durch den eingewechselten Dzenan Derlek (80.). „Scharmbeck hat das clever gemacht. Sie haben auf unsere Fehler gelauert und die haben wir ihnen geliefert“, urteilte Vollmer. Das VfL-Trainerduo will insbesondere seinen vielen Nachwuchstalenten aber Zeit geben. „Die Qualität ist da, wir müssen sie aber auch auf den Platz bringen. Die Jungs werden aber schnell lernen, sich im Herrenbereich durchzusetzen“, zeigte sich Güllert zuversichtlich.

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