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Fußball regional Projekt „Celler Kunstrasen“ angelaufen
Sport Fußball regional Projekt „Celler Kunstrasen“ angelaufen
14:49 03.08.2018
Von Uwe Meier
Das Projektteam „Kunstrasenplatz“ vom VfL Westercelle (von links) Christopher Menge, Sebastian Brammer,Sebastian Paschke, Harald Nowatschin, Fritz Spering, Hans Weger, Matthias Stiekel. Quelle: David Borghoff
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Westercelle

Westercelle. Ein ambitioniertes Vorhaben, das die Verantwortlichen mit großem Engagement angegangen sind und umsetzen wollen. Das Projektteam aus der VfL-Fußballsparte arbeitet bereits seit einem guten Jahr dafür, den Traum vom Kunstrasenplatz zu realisieren. Richtig Bewegung in die Sache gekommen ist allerdings erst, seitdem im Mai aus dem Celler Rathaus signalisiert wurde, das Großprojekt zu unterstützen – natürlich vorbehaltlich der noch ausstehenden Zustimmung der politischen Gremien.

„Seit der Zusage von unserem Oberbürgermeister Jörg Nigge am 14. Mai, uns finanziell zu unterstützen, haben wir das fast Unmögliche wahr gemacht und eine konkrete Planung auf die Beine gestellt“, sagt VfL-Projektleiter Hans Weger. Die Zeit drängte extrem, denn um im nächsten Jahr eine Förderung des Landessportbundes zu erhalten, mussten die kompletten Antragsunterlagen bis zum 15. Juli vorliegen. „Unser Architekt und die Verwaltung im Celler Rathaus, die einen positiven Bauvorbescheid erstellt hat, haben super schnell gearbeitet“, erklärt Weger, dessen Team auch bei der Stadt Celle, dem Landkreis Celle und der Regionalstiftung der Sparkasse Celle einen Antrag auf Förderung gestellt hat. Entstehen soll das Kunstrasenfeld auf dem jetzigen C-Platz an der Wilhelm-Hasselmann-Straße.

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Westercelles Vorsitzender Harald Nowatschin verglich das VfL-Vorhaben mit einem Fußballspiel: „Wir haben vom OB einen Pass ins Mittelfeld bekommen. Jetzt ist es an uns, zu überlegen, wie wir das Tor schießen“, so Nowatschin und sprach hinsichtlich des Spielsystems von einem möglichst optimalen Zusammenspiel aller: „Den einen oder anderen Doppelpass werden wir sicherlich auch dabei haben müssen.“ Es sei bereits innerhalb kurzer Zeit so viel Bewegung in die Sache gekommen. „Ein solcher Platz bringt für alle Vorteile, nicht nur für den VfL, sondern auch für Celle insgesamt.“ Deshalb müssen alle zusammen – Politik, Wirtschaft, Mitglieder und Verbände – daran mitwirken, das Großprojekt zu verwirklichen.

Denn die größte Herausforderung bei der Realisierung bleibt die Finanzierung. Selbst wenn alle Fördermittelgeber grünes Licht geben, muss der VfL gut 200.000 Euro selbst aufbringen. Die Gesamtkosten liegen nach der Schätzung des Architekten Dieter Grundmann, der zuletzt das Nachwuchsleistungszentrum von Hannover 96 ausgebaut hat, bei etwa 800.000 Euro.

„Die Finanzierung des Eigenanteils soll durch Spenden, Sponsoring und ein Darlehen sichergestellt werden“, erklärt der Finanzverantwortliche der VfL-Fußballsparte Matthias Stiekel. Der Kredit soll dabei über die Mitglieder finanziert werden. Zunächst braucht der Verein aber ein gewisses Startkapital, daher sind verschiedene Aktionen geplant.

Los geht es dafür bereits am Sonntag, 12. August, mit einer offiziellen Saisoneröffnung, bei der Spenden für den Kunstrasenplatz gesammelt werden. Zudem wurde bereits unter anderem eine Foto-Aktion ,Dein Gesicht für den Kunstrasen‘ ins Leben gerufen. Gegen eine Spende von mindestens zehn Euro kann man sich fotografieren lassen. Alle Bilder werden dann auf ein großes Banner gedruckt, dass dann auf der VfL-Anlage einen Platz erhalten soll. Außerdem soll es „Kunstrasenbauer“-T-Shirts geben. Die größte Veranstaltung ist am Samstag, 1. September, geplant. Beim Kunstrasenlauf soll möglichst viel Geld für das Projekt zusammenkommen. Organisiert wird der Spendenlauf von. Fritz Spering, der jahrelang den „Run for life“ erfolgreich am Gymnasium Ernestinum organisierte. Die Läufer suchen sich dabei eigene Sponsoren, die für eine Sportplatz- oder eine Waldrunde einen gewissen Geldbetrag ausloben.

Zudem hoffen die Projektverantwortlichen, dass viele Firmen und Betriebe den Bau des ersten Kunstrasenplatzes in Celle finanziell unterstützen. „Wir sind zuversichtlich viele überzeugen zu können, dass wir in unserer Stadt einen Kunstrasenplatz brauchen“, sagt Sebastian Brammer, der in der VfL-Fußballsparte für Marketing zuständig ist.