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Fußball regional Tolle Saison für Firat Bergen
Sport Fußball regional Tolle Saison für Firat Bergen
22:10 18.06.2010
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Celle Stadt

Der Abstiegskampf war früh entschieden in der Fußball-Kreisliga. Angeschlagen landete die unerfahrene Mannschaft des SV Großmoor auf dem letzten Tabellenplatz. TuS Hermannsburg hielt die Chancen auf den Klassenerhalt länger offen, stieg jedoch mit deutlichem Rückstand in die 1. Kreisklasse ab.

FC Firat Bergen, 1. Platz

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Am Ende setzte sich Firat mit einem Punkt Vorsprung vor dem VfL Westercelle durch. Zwar war dies am Ende knapp, aber auch verdient. Firat glänzte sowohl mit der besten Defensive als auch Offensive. Selbst der Trainerwechsel im Winter von Ulrich Busse zu Lassaad Nafati brachte keinen Bruch. „Wir haben am System nichts Großes geändert. Die Spieler waren gut drauf und haben das in der Rückrunde gezeigt“, erklärt Nafati, dessen Verbleib als Berger Trainer noch ungeklärt ist. „Wir freuen uns hier alle sehr über den Aufstieg und auf die Saison im Bezirk“, so Nafati weiter. „Vor allem die Spieler wollen sich gegen Mannschaften wie TuS Celle FC beweisen“, blickt er voraus. Nach zwei Jahren Abstinenz kehrt Firat somit in die Bezirksliga zurück.

VfL Westercelle, 2. Platz

Westercelle dominierte in der Hinrunde die Liga. Aber auch Dank vieler gedrehter Partien in den Schlussminuten. „In der Rückrunde waren wir dann auf dem Platz dominanter, haben aber nicht mehr die Ergebnisse eingefahren“, erklärt VfL-Trainer Andreas Heindorff. So blieb nur der Relegationsplatz. In der Relegation gegen den MTV Soltau und TSV Eintracht Hittfeld überzeugten die Westerceller und sicherten sich mit zwei Erfolgen doch noch die direkte Rückkehr in die Bezirksliga.

TuS Eversen/Sülze, 3. Platz

Mit einem kleinen und jungen Kader erspielte sich Eversen/Sülze den dritten Tabellenplatz. „Da haben wir nahezu das Maximum aus der Saison herausgeholt“, lobt auch Trainer Guido Koch. Eversen/Sülze gehört außerdem zu den effektivsten Teams, viele knappe Siege sprechen für einen starken Willen. „Wir haben lediglich zu oft unentschieden gespielt“, so Koch. „Aber im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden mit dem Verlauf der Spielzeit.“ Kochs Truppe rangierte permanent unter den ersten Vieren und hat sich so das beste Abschneiden seit Jahren erarbeitet.

SC Wietzenbruch, 4. Platz

Für Wietzenbruch war es die erfolgreichste Saison seit vielen Jahren. Erstmals wurde mit dem Kreispokal ein Titel geholt und auch in der Liga spielte die Truppe von Coach Terry Wright eine gute Rolle. Der SCW schloss die Saison als Vierter ab und verbessert sich gegenüber dem vergangenen Jahr um drei Plätze. „Wir haben unsere Saisonziele komplett erreicht“, freut sich Wright. „Wir wollten den Pokal holen und unter die besten Fünf kommen.“ Trotz kleinerer Rückschläge berappelte sich das Wietzenbrucher Team immer wieder und dürfte auch in der kommenden Saison wieder eine gute Rolle spielen.

SG Eldingen, 5. Platz

Nachdem Eldingen mit vier Niederlagen in die Saison gestartet war, begann eine erfolgreiche Spielzeit für das Team von Trainer Jörg Lahme. Letztlich landeten stabiler Eldinger nicht nur auf dem angestrebten fünften Tabellenplatz sondern, zogen auch in das Kreispokal-Finale ein. „Viel mehr geht sicher nicht“, zeigt sich Lahme zufrieden. „Auch wenn wir den Pokal sehr gern gewonnen hätten.“ Speziell mit der Rückrunde sei man sehr zufrieden. „Mit einem besseren Start wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen“, so Lahme.

VfL Wathlingen, 6. Platz

Mit vielen neuen Spielern und großen Ambitionen war der VfL Wathlingen in die Saison gestartet. Man wollte „oben mitspielen.“ Auch vom Aufstieg wurde gesprochen. Schon zur Winterpause stellte sich heraus, dass die Zusammensetzung der Mannschaft so nicht funktionierte. „Es hat vieles nicht gepasst. Dann kamen Verletzungsprobleme hinzu“, erklärt VfL-Trainer Andreas Leihbacher. „Danach haben wir umgedacht.“ In der Rückserie gelang des den Wathlingern, sieben A-Jugendliche einzubauen. „Wir haben das Team verjüngt und werden diesen Weg weitergehen“, beschreibt Leihbacher den Philosophie-Wechsel. „Letztlich ist der sechste Platz, wenn man nur die zweite Saisonhälfte betrachtet, als Erfolg zu werten. Wir sind mit der Entwicklung zufrieden.“

SV Garßen, 7. Platz

Nach einer mäßigen Hinrunde erreichte Garßen nach einer stärkeren Saisonhälfte noch den siebten Tabellenplatz. Garßen glänzte dabei vor allem in der Offensive. „Der Angriff war stark. Wir haben nur zu viele dumme Gegentore kassiert“, erklärt SVG-Trainer Claus Talke. „Unter dem Strich sind wir mit der Rückrunde sehr zufrieden, haben aber durch späte Gegentore zu viele Punkte liegen lassen. Es war mehr drin als Platz sieben.“ Daran werde man jetzt arbeiten.

SV Nienhagen II, 8. Platz

Mit dem achten Tabellenplatz kann man bei Nienhagen II sehr zufrieden sein. Auch mit dem Auftreten der jungen Mannschaft, die von vielen Konkurrenten als eine der spielstärksten der Liga angesehen wird. „Die Platzierung war uns nicht so wichtig“, erklärt SVN-Coach Claus Netemeyer. „Viel wichtiger ist, dass viele junge Spieler einen Sprung nach vorn gemacht haben und eine Menge Erfahrung sammeln konnten“, freut sich Netemeyer. „Auch fußballerisch haben wir uns das so vorgestellt und werden diesen Weg auch weitergehen.“ Sicher sei der ein oder andere verlorene Punkt noch der Unerfahrenheit geschuldet gewesen.

MTV Langlingen, 9. Platz

Michael Krause war mit der Vorgabe als Trainer in Langlingen gestartet, eine Saison ohne Abstiegskampf über die Bühne zu bringen. Erstmals seit zwei Jahren sprang dabei auch ein einstelliger Tabellenplatz heraus. „Wir haben unser Saisonziel erreicht“, so Krause, „und sind sehr zufrieden. Außerdem haben wir viele junge Spieler integriert, sodass die Mannschaft in den nächsten Jahren noch höheres Potential haben wird“, erklärt Krause weiter, der seinen Posten aus beruflichen Gründen räumen wird.

SV Altencelle, 10. Platz

Insgesamt war es für den Vorjahres-Dritten Altencelle eine wenig zufriedenstellende Saison. Nachdem man in der Hinrunde nur 14 Punkte holte, berappelte sich das Team von Trainer Stephan Bergmann. „Wir haben in der Rückrunde fast zu alter Stärke zurückgefunden“, erklärt der Trainer, der noch ein weiteres Jahr an der Altenceller Seitenlinie bleiben wird. „Was in der Hinrunde an Einstellung gefehlt hat, haben wir in der Rückrunde gezeigt. Diesen Schwung wollen wir jetzt mit in die Vorbereitung nehmen“, so Bergmann.

TuS Hohne-Spechtshorn

11. Platz

Für den Aufsteiger von Hohne-Spechtshorn war es insgesamt eine erfolgreiche Saison. Das Team um Spielertrainer Andre Ruschitzka errang ungefährdet den Klassenerhalt. Nach starker Hinrunde gab es sogar Perspektiven auf einen einstelligen Tabellenplatz. „Da haben wir teilweise stark gespielt und gesehen, dass man mit einer ausgeglichenen Mannschaft jeden schlagen kann“, so Ruschitzka. In der Rückserie kamen dann die ersten Ausfälle. „Wenn wichtige Leute fehlen, kann man eben auch gegen jeden verlieren“, erklärt Ruschitzka weiter. „Es war vielleicht etwas mehr für uns drin, aber insgesamt sind wir sehr zufrieden.“

TuS Eicklingen, 12. Platz

Nach einer durchwachsenen Hinrunde gelang Eicklingen in der Rückrunde eine stattliche Serie von neun ungeschlagenen Partien. Damit vermied es das Team von Coach Detlef Petermann in den Abstiegskampf zu geraten. „Wir haben eine Saison ohne Abstiegsangst hinter uns“, erklärt Petermann. „Das war unser Hauptziel. Schade war nur, dass wir am Ende den einstelligen Tabellenplatz nicht halten konnten.“ So schloss Eicklingen als Zwölfter ab. „Letztlich haben wir eine ordentliche Saison gespielt, in der vor allem auch die Kameradschaft in der Mannschaft gestimmt hat“, fasst Petermann zusammen.

TuS Oldau-Ovelgönne,

13. Platz

Nach der Winterpause übernahm Ulrich Busse als Interimscoach die Mannschaft mit dem Auftrag Klassenerhalt. Trotz eines steinigen Weges gelang dieses Kunststück, auch Dank schwacher direkter Kontrahenten. „Als ich anfing, waren sehr gute Ansätze vorhanden“, erklärt Busse. „Mit der massiven Verletzungsmisere hatten wir aber immer wieder Probleme eine Mannschaft auf den Platz zu bekommen“, blickt er zurück. „Letztlich haben einige Altherren-Spieler gehörigen Anteil am Klassenerhalt“, fährt er fort. Nachdem Oldau zu Beginn der Hinrunde, damals noch in Bestbesetzung, mit ordentlichen Ergebnissen aufwartete, kam der Einbruch. Der Ligaverbleib ist verdient, war aber kein Selbstläufer. Busse wird den Klub verlassen und beim TSV Wietze anheuern.

TuS Hermannsburg, 14. Platz

Nachdem Hermannsburg zur Winterpause wieder von Stefan Münstermann übernommen wurde, holte das Team mehr Punkte als zuvor unter Falk Elbers. Aber der Klassenerhalt wollte sich nicht einstellen. „Auf der einen Seite hatten wir einfach einen zu dünnen Kader“, erklärt Münstermann. „Andererseits gab es auch deutliche Einstellungsprobleme, sodass am Ende der Ligaverbleib nicht zu bewerkstelligen war.“ Darüber sei man natürlich traurig, zumal die Konkurrenz einzuholen gewesen wäre, weiß Münstermann, der noch ein Jahr als Coach weiter machen wird.

SV Großmoor, 15. Platz

In Großmoor wusste man früh, dass es nach dem extremen Umbruch nicht für den Klassenerhalt reichen würde. „Wir haben zu viele unerfahrene Spieler, mehr war nicht drin“, erklärt SVG-Trainer Alfred Vogel. „Aber“, so betont er, „man muss den Hut vor diesen Jungs ziehen, die alles gegeben haben und gekämpft haben bis zuletzt.“ Großmoor wird nun in der 1. Kreisklasse versuchen, die Mannschaft zu stabilisieren.

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Von Jan-Phillip Leder