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Fußball regional Traumstart mit Traumtor für MTV Eintracht Celle
Sport Fußball regional Traumstart mit Traumtor für MTV Eintracht Celle
18:20 12.08.2018
Von Oliver Schreiber
Eintrachts Flügelflitzer Henry Struwe (rechts) – hier im Bezirkspokal im Duell mitWietzenbruchs Matei Petre Rusu – schoss in Lüneburg ein Tor und bereitete eines vor. Quelle: Oliver Knoblich
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Celle Stadt

LÜNEBURG. Die Blau-Weißen zeigten, dass sie viele Lehren aus dem Oberliga-Abenteuer gezogen hatten, wirkten reifer als die Hausherren und hatten die bessere Spielanlage. Eintracht zwang Treubund immer wieder zu Fehlern, das frühzeitige Stören des Lüneburger Spielaufbaus führte nach fünf Minuten schnell zum Erfolg. Nach einem Patzer lief der starke Adrian Zöfelt Richtung rechtem Strafraumeck, zog nach innen zur Grundlinie und passte mit viel Übersicht in die Mitte. Dort hatte sich Henry Struwe in Position gebracht und schob zur Führung nach fünf Minuten ein.

Die Celler, die von Chefcoach Hilger Wirtz im bewährten 4-2-3-1-System aufs Feld geschickt wurden, kontrollierten weitgehend das Geschehen, leisteten sich allerdings auch ab und zu Abspielfehler, die aber keine Folgen hatten, da sie meist sofort wieder ausgebügelt wurden. Treubund unterliefen unter Druck weitere Patzer, nach einem zu kurzen Rückpass hätte Zöfelt fast das 2:0 erzielt. Valentin von Behr hatte eine weitere Chance, aber sein Linksschuss aus 18 Metern war zu harmlos.

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Als sich alle schon auf die Halbzeitpause eingerichtet hatte, schlug Moussa Doumbouya zu. Nach schöner Vorarbeit von Henry Struwe nahm er den Ball mit in die Bewegung, schüttelte zwei Gegenspieler ab wie lästige Fliegen, zog von halblinker Position nach innen und drosch die Kugel vom Strafraumeck aus hoch ins kurze Eck – ein Traumtor. „Das macht Moussa wirklich überragend“, lobte Steinkuhl.

Dies galt allerdings auch für den Anschlusstreffer der Lüneburger nach dem Seitenwechsel. In der 53. Minute hämmerte Malte Meyer einen Freistoß aus 20 Metern in den Giebel. Dieses Gegentor aus heiterem Himmel zeigte Wirkung, Treubund hatte zweimal die Gelegenheit zum Ausgleich. Einmal rettete MTVE-Keeper Christof Rienass hervorragend.

Eintracht schüttelte sich kurz – und verpasste Lüneburg die nächste kalte Dusche. Wieder funktionierte das Celler Pressing, die Treubund-Abwehr patzte erneut, Zöfelt lief allein aufs Tor zu und vollstreckte eiskalt zum 3:1 (64.). Fünf Minuten später hatte Valentin von Behr sogar den vierten Treffer auf dem Fuß, nach einem Abpraller schoss er aus sechs Metern aufs Tor, der Ball wurde aber im letzten Moment noch abgeblockt.

Stattdessen kam Treubund erneut heran. Daniel Maaß wurde nur zaghaft angegriffen und schoss aus zwölf Metern halblinke Position flach unten links ins Eck (73.). Die Celler versäumten es danach, einen der vielen guten Konter erfolgreich abzuschließen und bekamen so den Deckel nicht auf die Partie. So musste dann in der Nachspielzeit das Glück des Tüchtigen herhalten. Nichts für schwache Nerven.