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Fußball regional TuS Celle FC verschläft Rettung und steigt in die Kreisliga ab
Sport Fußball regional TuS Celle FC verschläft Rettung und steigt in die Kreisliga ab
05:01 11.06.2018
Celles Raied Ali fliegt über den Nordheider Torwart Torsten Wöhlke. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Vor allem einer war völlig untröstlich und zog sich weinend sein Trikot über das Gesicht. Benjamin Grund hatte in der 80. Minute einen Strafstoß nur gegen den Pfosten gesetzt und die Chance zum 3:3 und die damit verbundene Verlängerung vertan.

Doch TuS-FC-Trainer Marc Knauer stärkte dem unglücklichen 19-jährigen sofort den Rücken. „Ich habe sonst keinen Spieler gesehen, der den Strafstoß schießen wollte. Deshalb überhaupt keine Kritik an Benjamin“, so Knauer.

Sein Team musste sich den Vorwurf gefallen lassen, 60 Minuten lang eine schwache Leistung abgeliefert zu haben. Vor gut 900 Zuschauern auf der sehr gepflegten Esseler Sportanlage waren die Celler nach anfangs verteiltem Spielgeschehen immer mehr in die eigene Hälfte gedrängt worden. Erkämpfte Bälle gingen beim Aufbau sofort wieder verloren. Die griffige SG Nordheide erarbeitete sich die Oberhand und ging mit 1:0 (21.) durch Adrian Hector in Führung, als die Celler den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekamen und auch Torwart Bartels nicht klären konnte.

Erst kurz vor der Halbzeit tauchte der TuS FC erstmals gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Ali Raieds Kopfball konnte SG-Schlussmann Wöhlke halten. Pech hatte Andreas Gerdes-Wurpts, dessen Kopfball von der Unterkante der Latte zurück ins Feld sprang. Auch nach dem Wechsel hielt die Verunsicherung der Celler, die sich einfach zu viele Fehlpässe und Ungenauigkeiten leisteten, an. Die solide, aber letztlich spielerisch auch nur biedere SG Nordheide wusste die Celler Schwächen zu nutzen. Michael Ahlden traf nach Eckball aus Kurzdistanz per Kopf zum 2:0 (52.). Dann machte es die TuS-FC-Defensive Nordheides Lukas Meyer viel zu einfach und es stand 3:0 (63.).

Erst jetzt wachten die Celler gegen den konditionell nachlassenden Gegner auf. Gerdes-Wurpts verkürzte per Kopf auf 1:3 (66.). Große Hoffnung keimte auf, als Steven Neumann nach einem Solo Nordheides Torwart mit einem Bogenschuss zum 2:3-Anschlusstreffer (76.) überlistete. Jetzt berannten die Blau-Gelben das Tor des Heidekreis-Teams unaufhörlich. Gerdes-Wurpts wurde im Strafraum umgesenst und der ausgezeichnet leitende Schiedsrichter Tim Alexander Strampe zeigte auf den Punkt.

Grund übernahm die Verantwortung – und scheiterte. Doch auch danach hatten die Celler noch genügend Zeit und zahlreiche Chancen, zum Ausgleich zu kommen. Doch das Pech klebte dem TuS FC mehrfach an den Fußballschuhen. In der 89. Minute strich ein Freistoß von Dean Feldmann nur Millimeter am Pfosten vorbei. Nach vier Minuten Nachspielzeit war dann Schluss und das Drama aus Celler Sicht perfekt.

„Wir sind viel zu spät wach geworden. Die letzten 30 Minuten waren okay. Aber das interessiert mich nicht, weil die ersten 60 Minuten eine Vollkatastrophe waren und wir überhaupt keine Ballkontrolle hatten“, schimpfte der stocksaure TuS-FC-Trainer Marc Knauer.

Von Jochen Strehlau

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