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Fußball regional VfL Westercelle kommt unter die Räder
Sport Fußball regional VfL Westercelle kommt unter die Räder
20:52 24.07.2016
Zweikämpfe auf allen Plätzen:In der Partie des MTV Langlingen gegen MTV Eintracht Celle (großes Bild) sprintet Eintrachts Hilger von Elmendorff (links) mit Christian Schmidt um die Wette. Auf dem kleinen Bild misst sich Eschedes Marc von der Ohe (links) mit Westercelles Lars Preißner. Quelle: Michael Schäfer (2)
Westercelle

Durch einen deutlichen 4:0 (1:0)-Sieg beim VfL Westercelle ist der TuS Eschede in die zweite Runde des Bezirkspokals eingezogen. Hier trifft man am kommenden Wochenende auf den Landesligisten MTV Eintracht Celle, der sich mit dem knappen 1:0 beim Kreisligisten MTV Langlingen etwas schwertat. Der Siegtreffer des haushohen Favoriten fiel erst in der 84. Minute.

VfL Westercelle –TuS Eschede

0:4 (0:1)

So hatte sich der VfL Westercelle das nicht vorgestellt. Deutlich mit 0:4 kam man zu Hause gegen den TuS Eschede unter die Räder. Dabei hatte das Spiel recht verheißungsvoll für den VfL begonnen. Nach einem Freistoß von Alexander Laube setzte Kai Broschinski den Kopfball (3.) nur knapp am Tor vorbei. Die Schwarz-Gelben waren dominant – allerdings nicht lange. Nach Zuspiel von Eschedes Tim Runge auf Marc von der Ohe vergab dieser freistehend im Fünf-Meter-Raum. Als dann Westercelles Lars Preißner als letzter Mann den Ball 20 Meter vor dem Tor an Tim Runge verlor, ließ sich dieser die Chance zum frühen 0:1 (9.) nicht entgehen.

Der VfL mühte sich um den Ausgleich, wirkte aber schon in dieser frühen Phase des Spiels recht hilflos. Die Gäste kamen immer besser ins Spiel und waren auch gefährlicher. Einen flach an der Mauer vorbeigeschossenen Freistoß vom stark spielenden Tim Runge (36.) konnte VfL-Keeper Jannick Heuer erst im letzten Moment entschärfen.

Ein zweiter kapitaler Fehler der Hausherren kurz nach dem Seitenwechsel sorgte dann für die Vorentscheidung. Torwart Heuer spielte den Ball völlig unbedrängt dem an der Strafraumgrenze stehenden Tim Runge in die Füße. Sein Versuch, diesen „Blackout“ wiedergutzumachen, endete mit einem Strafstoßpfiff. Kevin Schöneck nahm das Geschenk dankend an und verwandelte zum 0:2 (52.).

Danach verstrickte sich der VfL in Einzelaktionen und war nicht in der Lage, dem Spiel, das insgesamt nur auf mäßigem Niveau stand, eine Wendung zu geben. Torgefahr ging fast nur von den Gästen aus. In der 60. Minute traf Florian Schöning aus 16 Metern nur den Pfosten. Drei Minuten später machte Marc von der Ohe mit seinem Tor zum 3:0 aber alles klar. Eschede hatte danach nur wenig Mühe, den VfL von seinem Tor fernzuhalten.

Und für die Hausherren kam es sogar noch schlimmer. Nach Foulspiel von Nils Wittenberg an Tim Runge verwandelte David-Simeon Schlawer (88.) den fälligen Strafstoß zum in der Höhe nicht erwarteten 4:0- Endstand. So zeigte sich VfL-Coach Axel Güllert nach dem Spiel entsprechend geknickt. „Wir waren heute grottenschlecht. Neben vielen individuellen Fehlern fehlte es uns an Laufbereitschaft und Spannung.“

MTV Langlingen –MTV Eintracht Celle0:1 (0:0).

Im zweiten Spiel des Tages hatte es Landesligist MTV Eintracht Celle deutlich schwerer als erwartet. Das Team von Hilger Wirtz traf auf eine leidenschaftlich verteidigende Langlinger Mannschaft, die ein enorm unangenehmer Gegner für die Celler war. Bei gefühlten 70 bis 80 Prozent Ballbesitz des MTVE fand der Ball trotz bester Gelegenheiten im Minutentakt einfach nicht den Weg ins Tor.

Bester Mann auf dem Platz war MTV-Schlussmann Sean Wende, der mit seinen Paraden die Gäste immer wieder zur Verzweiflung brachte. Die mit zwei Viererketten sehr tief stehenden Langlinger hatten Schwerstarbeit zu verrichten. Dahinter stand noch Jannik Rantze und bereinigte ein ums andere Mal in höchster Not.

In der 82. Minute war dann aber der Bann gebrochen. Nach starkem Flankenlauf über rechts von Daniel Ruchartz netzte Christoph Gaete-von-Wersebe unhaltbar zum 1:0 ein.

Danach helle Aufregung auf der Bank des MTV Eintracht. Ein Langlinger Zuschauer traf mit einer geworfenen Bierflasche MTVE-Spieler Jarzina, der gerade eingewechselt werden sollte, und verletzte diesen am Knöchel.

„Wir haben bis zum Schluss die Ruhe bewahrt, das war wichtig“, so Wirtz. Den Langlingern zollte er Respekt. „Die haben das richtig gut gemacht“, fügte er an.

Von Jochen Strehlau