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Fußball regional Wathlingen fertigt Eicklingen ab
Sport Fußball regional Wathlingen fertigt Eicklingen ab
10:22 11.09.2018
Nur ganz selten hatten die Wathlinger – wie hier Steffen Semrau (rechts) –das Nachsehen gegen die schwachen Eicklinger um Enno Bredefeld. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Was der TuS Eicklingen gestern in Wathlingen besonders in der ersten Halbzeit ablieferte, kam schon einer Aufgabe gleich. Mit 7:0 (5:0) gewann der VfL das Derby der Fußball-Kreisliga auch in der Höhe hochverdient. In einem Nachbarschaftsderby wird eigentlich ein anderer Auftritt erwartet. Eicklingen ließ allerdings alle Tugenden, die im Fußball wichtig sind, vermissen. Die Zweikämpfe wurden nur halbherzig geführt, es war keine Laufbereitschaft vorhanden. So taten sich für Wathlingen riesige Räume auf, die geschickt genutzt wurden. Eicklingens Co-Trainer Peter Füllberg, der den urlaubsbedingt abwesenden Birko Schläpfer vertrat, nahm eine Teilschuld auf sich. „Ich hätte früher umstellen müssen, die Dreierkette hat überhaupt nicht funktioniert“, war er selbstkritisch.

Ob es Pässe in die Tiefe waren oder Kombinationen über die Außenbahn, Wathlingen durfte im Offensivbereich schalten und walten, wie sie wollten. Wie einfach es ging, wurde besonders beim dritten und vierten Tor deutlich. In der 25. Minute überspielte Denis Benjak die gesamte Defensivreihe und Hendrik Schnitzler netzte ungehindert zum 3:0 (25.) ein. Zehn Minuten später setzte sich Martin Lamont gegen zwei Eicklinger auf dem Flügel durch, die Hereingabe verwertete Cangal Beris zum 4:0 (35.). Im zweiten Durchgang ging die Überlegenheit weiter, obwohl Wathlingen jetzt zwei Gänge zurückschaltete. „Dass wir nach der deutlichen Führung zurückschalten, ist wahrscheinlich logisch, auch wenn ich in der Pause gefordert habe, so weiter zu spielen“, meinte VfL-Coach Jens Gebler.

Die jetzt nicht mehr so zahlreichen Chancen wurden dann kläglich vergeben, allein Martin Lamont scheiterte zweimal freistehend vor dem Tor von Felix Kamin. Eicklingen war weiterhin harmlos, hatte aber durch Marlon Fuhse eine gute Möglichkeit zum Ehrentreffer, er schoss aber am Tor vorbei. Nach einem guten Freistoß von Simon Pröve und einem Fernschuss von Steven Hörske für Eicklingen, netzte Wathlingen noch zweimal ein. Besonders sehenswert war das 7:0 (83.) durch Denis Benjak, der die gesamte Abwehr ausspielte und überlegt einschob. Eicklingen wird das Spiel unter der Woche intensiv aufarbeiten, kündigte Füllberg an. „Wir brauchen wieder einen größeren Zusammenhalt“, forderte er.

VfL Westercelle II – TS Wienhausen 0:2 (0:1)

Langsam sollten bei der Reserve des VfL Westercelle die Alarmglocken schrillen. Den Gästen aus Wienhausen reichte eine allenfalls durchschnittliche Leistung, um drei Punkte aus Celle zu entführen. Bis zum Führungstreffer durch Rune Lübbers (20.) sah es bei den Hausherren noch ganz gefällig aus, danach schien das Spiel aber bereits entschieden. Westercelle ist im Offensivbereich einfach zu harmlos, um Tore zu erzielen.

„Wir können nicht jede Woche sagen, darauf können wir aufbauen, irgendwann müssen wir auch mal das Tor treffen“, sagte VfL-Trainer Stefan Münstermann süffisant. Die Lethargie wurde beim zweiten Gästetreffer besonders deutlich, der Ball schien geklärt, alle schalten ab und Benedikt Groß schoss aus dem Gewühl zum 0:2 (81.) ein.

SV Garßen – MTV Langlingen 1:5 (1:2)

Garßens Trainer Marcus Hoffmann wollte bei seiner Analyse nichts beschönigen. „Das war ein katastrophales Spiel von uns, was wir hochverdient verloren haben“, motzte Hoffmann. Zudem hatte Langlingen in Fais Mohammed Qalendari einen überragenden Spieler in seinen Reihen, der von Garßen nie zu halten war und vier Treffer erzielte.

Auch wenn auf der Gegenseite ein Ausnahmekönner steht, muss mehr von einem Kreisligisten erwartet werden. Allein die ersten beiden Gegentreffer waren Geschenke, beim ersten Treffer vertändelte Jonas Lüßmann die Kugel und nur zehn Minuten später führte der nächste Fauxpaus der Abwehr zum 1:2 (25.).

TuS Eversen-Sülze – TuS Oldau-Ovelgönne 3:2 (1:2)

Die ersten Worte der beiden Sülzer Trainer Norbert Oehlschläger und Bastian Krämer waren von Stolz erfüllt. „Das war von der ersten bis zur letzten Minute eine sehr gute Leistung von uns“, wusste Oehlschläger. Zwar lag Oldau durch Treffer von Keno Tietz (23.) und James Henson (28.) in Führung und hätte sogar auf 3:1 erhöhen können, im zweiten Durchgang war Eversen allerdings klar spielbestimmend und heimste verdient drei Punkte ein.

Knackpunkt war für Oehlschläger die 60. Minute, als Marec Thurmann zum 2:2 ausglich. Danach ist Oldau zu seinem Erstaunen förmlich „auseinander gebrochen“ und hat nicht mehr ins Spiel gefunden.

MTV Eintracht Celle II – SV Altencelle 1:1 (0:0)

Total begeistert von dem Stadtderby an der Nienburger Straße berichtete MTVE-Trainer Frank Weber. „Das war ein Kreisliga-Spiel auf hohem Niveau, das Pendel hätte zu beiden Seiten ausschlagen können“, so der Coach. Ihn ärgerte hierbei nur, dass der Führungstreffer durch Nemanja Blagojevic (67.) nur zwei Minuten hielt, ehe Lars Erdmann durch einen Frei-stoß ausglich. Zumal der lange Ball an Freund und Feind vorbei ins lange Eck sprang. „Hätte die Führung länger gehalten, wäre Altencelle vielleicht nervös geworden“, meinte Weber. Danach gab es hüben wie drüben viele Chancen, die durch starke Torwartleistungen vereitelt wurden.

SG Eldingen – TuS Celle FC 4:0 (1:0)

Vier Tore sprechen eigentlich eine deutliche Sprache, wo die Vorzüge des Siegers liegen. Für Eldingens Volker Darkow war die glänzende Abwehrleistung allerdings der Schlüssel zum Erfolg. „Unsere Deckung hat nichts zugelassen, auch wenn TuS den Ball gut laufen gelassen hat“, meinte der Trainer. Die griffige Defensive zog der Celler Sturmreihe schnell den Zahn. Was die Gäste auch anstellten, die Abwehr um Daniel Schönfelder hatte die passende Antwort. Krönung war dann der Schlusspunkt, als Jan Bangemann einen Freistoß zum 4:0 (90.) in den Torgiebel hämmerte.

TuS Hermannsburg – FC Firat Bergen 3:2 (1:1)

Mit einer veränderten Taktik hat Hermannsburg einen, auch aus Sicht der Gäste, verdienten Sieg eingefahren. Sehr tief gestaffelt wurde Bergen empfangen, die damit überhaupt nicht zurecht kamen. „Wir wollten das starke Mittelfeldspiel unterbinden“, begründete Sievert Asmussen diese Maßnahme. Die Führung der Gäste durch Fatih Yavsan (31.) und Gökhan Altunkilinc (57.) brachte Hermannsburg hierbei nicht aus dem Konzept. Neuzugang Behudin Krdzic schloss zwei gekonnt vorgetragene Angriffe ab (70. und 77.) und tütete den Sieg ein. „Das war ein leidenschaftlicher Auftritt von meiner Mannschaft“, freute sich Asmussen.

TuS Bröckel – TuS Eschede 0:2 (0:1)

Bröckels Trainer Bernd Schäfer hatte schon vor der Partie gesagt, dass gegen einen Gegner wie Eschede eine gute Leistung abgeliefert werden muss, wenn der Erfolg sich einstellen soll. So war es gestern allerdings nicht, „unsere Leistung war nicht wie erwünscht, das reicht gegen eine Elf wie Eschede dann nicht“, wusste Schäfer. Die vielen Zuschauer verließen ziemlich enttäuscht das Sportgelände, auch wenn Bröckel sich kämpferisch nichts vorzuwerfen hatte. „Wir haben wieder einiges gelernt“, so Schäfer.

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