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Fußball überregional Favre kritisiert Medien: Unprofessionelle Berichterstattung
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Borussia Dortmund : Favre kritisiert Medien: Unprofessionelle Berichterstattung

19:41 14.08.2020
BVB-Trainer Lucien Favre hat einen «unprofessionellen» und «übertriebenen» Umgang der deutschen Medien mit ihm beklagt. Foto: David Inderlied/dpa Quelle: David Inderlied
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Madrid

Bad Ragaz (dpa) - Borussia Dortmunds Trainer Lucien Favre hat einen «unprofessionellen» und «übertriebenen» Umgang der deutschen Medien mit ihm beklagt.

«Natürlich ist es für die Presse heute sehr, sehr schwer», sagte der Schweizer Fußball-Coach am Rande des BVB-Trainingslagers in Bad Ragaz der ARD-«Sportschau». «Aber es war sehr, sehr übertrieben.» Es seien auch, «das muss ich klar sagen, Dummheiten» berichtet worden. Dem Trainer sei es bei der Kritik zu wenig um die Analyse seines Teams gegangen.

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«Das ist unprofessionell», sagte Favre. «Das war für mich sehr, sehr übertrieben und unkorrekt.» Die Menschen, die ihn gut kennten, wüssten, dass das für ihn «manchmal ein wenig schwer» gewesen sei. «Viele» hätten ihm gesagt, «in Frankreich oder der Schweiz», dass die Berichterstattung falsch sei. «Das war ein Skandal, haben sie gesagt», äußerte Favre. Der 62-Jährige war seit Beginn seiner Zeit in Dortmund 2018 bereits mehrfach in die Kritik geraten. Der BVB wurde in dieser Zeit zweimal Vizemeister der Bundesliga.

Borussia Dortmund steht laut eines Berichts von «Goal» vor einer Verpflichtung des Brasilianers Reinier. Wie das Internetportal berichtet, soll der 18 Jahre alte offensive Mittelfeldspieler von Real Madrid für die kommende Saison mit einer Option für ein weiteres Jahr ausgeliehen werden. Reinier kam bisher in Madrid nur in vier Spielen für die zweite Mannschaft von Real zum Einsatz. Er war im Winter für rund 30 Millionen Euro vom brasilianischen CR Flamengo zum spanischen Rekordmeister gewechselt.

Ein Kauf von Reinier war für den BVB jedoch keine Option. Hans-Joachim Watzke hatte in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur kostspielige Transfers ausgeschlossen. «Es ist Stand jetzt kein Geld mehr für Ablösesummen da. Wenn man in jedem Spiel ohne Zuschauer vier Millionen Euro verliert, dann muss man kein Prophet sein, um auszurechnen, in welche Richtung das geht. Es sind definitiv keine großen Sprünge mehr drin», sagte er mit Verweis auf die anhaltende Corona-Krise und den dadurch bedingten Ausschluss der Zuschauer.

© dpa-infocom, dpa:200814-99-172613/3