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Fußball überregional DFL will TV-Vertrag im Mai abschließen
Sport Fußball überregional DFL will TV-Vertrag im Mai abschließen
19:31 29.01.2020
Holger Blask, Direktor Audiovisuelle Rechte & Mitglied der DFL-Geschäftsleitung, beim SpoBis Kongress. Foto: Roland Weihrauch/dpa Quelle: Roland Weihrauch
Düsseldorf

Düsseldorf (dpa) - Die Deutsche Fußball Liga will die Vergabe der Medienrechte an der Bundesliga für 2021 bis 2025 noch vor Ende der aktuellen Saison unter Dach und Fach haben.

Wie DFL-Direktor Holger Blask beim Kongress Spobis in Düsseldorf sagte, wolle man den Rechteverkauf «im Mai über die Bühne gebracht haben». Die Vorbereitung sei «auf den letzten Metern».

Die DFL wolle die Ausschreibung «Stand jetzt im Februar ankündigen», erklärte Blask. Notwendig sei aber noch der Beschluss des Bundeskartellamtes, erklärte der DFL-Manager. Die Bundesliga muss sich aus wettbewerbsrechtlichen Gründen mit der Behörde abstimmen.

Christian Seifert, Vorsitzender Geschäftsführer der DFL, bekräftigte ebenfalls am Mittwoch auf dem Deutschen Medienkongress in Frankfurt, dass die DFL sich bei der Ausschreibung «kein Umsatzziel auferlegt» habe. 4,64 Milliarden Euro aus dem Vertrag von 2017/18 bis 2020/21 wären zu übertreffen.

«Als Sportliga macht man alle paar Jahre eine Rechtevergabe und hofft auf neue Technologien und neue Bieter und macht eine Ausschreibung», sagte der 50-Jährige. «Das wird in den nächsten Jahren nicht mehr so sein. Es werden keine substanziell neue Technologien mehr auf den Markt kommen.» So sei die G5-Technik nur eine Weiterentwicklung des Mobilfunks. «Sportligen werden immer weniger nur Rechte verkaufen, in der Hoffnung, dass die Summe steigt. Sie werden zunehmend stärker Inhalt anbieten müssen für die Medienpartner», sagte Seifert.

Ob die ARD-«Sportschau» auch 2021 noch zu sehen sein wird, ließ er offen. «Der große Unterschied zwischen der Sportschau und der Mopsfledermaus ist, die Sportschau steht nicht unter Naturschutz», meinte Seifert. «Was wir nur sagen können, ist, dass es immer eine zeitnahe Highlight-Berichterstattung geben wird. Das verlangt auch das Kartellamt. Die «Sportschau» sei ein Klassepartner. Sie sei eine der großen ikonischen Marken der ARD wie der «Tatort».

«Ich glaube, dass die Marke deutliche mehr Potenzial hat, zum Beispiel in der digitalen Welt. Da bin ich nicht so weit weg von den Intendanten», sagte Seifert. «Wir sind sehr zufrieden mit der Sportschau, auch wie sie gemacht ist. Aber wir schreiben nicht die Sportschau aus wie auch nicht den Doppelpass, sondern die frei empfangbaren Highlight-Rechte und keine Sendungen.»

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