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Fußball überregional Dämpfer für Leverkusen - Hoffenheim bereit für Bayern-Duell
Sport Fußball überregional Dämpfer für Leverkusen - Hoffenheim bereit für Bayern-Duell
18:51 01.02.2020
Hoffenheims Kevin Akpoguma (r) hält Leverkusens Kevin Volland (l) im Zweikampf fest. Foto: Uwe Anspach/dpa Quelle: Uwe Anspach
Leverkusen

Sinsheim (dpa) - Als Kai Havertz und Co. mit frustrierten Mienen vom Rasen trotteten, wurden Hoffenheims Profis schon auf die nächste große Prüfung eingestimmt.

«Zieht den Bayern die Lederhosen aus!», schallte es nach dem 2:1-Sieg über Bayer Leverkusen aus dem Fanblock der TSG. Nach dem überraschenden Sieg über die Münchner in der Bundesliga möchten die Kraichgauer am Mittwoch nun auch für eine Pokalsensation sorgen. «Wir wollen in Berlin das Pokalfinale spielen. Mit so viel Selbstvertrauen fahren wir da hin», kündigte Hoffenheims Trainer Alfred Schreuder bereits an.

Zuvor hatte er sich lange mit seinem niederländischen Trainerkollegen Peter Bosz unterhalten. Das 2:1, das für Schreuder auch gut und gerne «ein 5:5» hätte sein können, hielt alles bereit: Tore, Spektakel und einen Platzverweis des früheren Hoffenheim-Profis Kerem Demirbay, der einen unschönen Nachmittag für Leverkusen abrundete. «Die Enttäuschung ist am Ende auch groß. Heute bin ich sehr kritisch mit meiner Mannschaft, weil das war unnötig», resümierte Bosz.

Sein Team hatte vor 24.489 Zuschauern 1:0 geführt, nachdem der überragende Moussa Diaby (11. Minute) das erste Tor erzielte. Doch Hoffenheim ließ sich von Leverkusens offensivem Druckfußball nicht einschüchtern und drehte die Partie dank Treffern von Andrej Kramaric (23.) und Robert Skov (65.). «Wir wissen, wie wir die großen Spiele zu gewinnen haben. Das haben wir heute wieder gezeigt», lobte Schreuder sein Team, das mit dem Sieg bis auf einen Punkt an Leverkusen herangerückt ist. Bayer hingegen verpasste es, weiter an das Spitzenquartett heranzurücken.

Zum Matchwinner wurde der 34 Jahre alte Philipp Pentke, der in Abwesenheit des verletzten Oliver Baumann derzeit das Tor der TSG hütet. Pentke parierte gegen Karim Bellarabi, gegen Kevin Volland und auch gegen Nationalspieler Havertz. Der Routinier wurde von den Fans im Anschluss mit Sprechchören gefeiert und auf den Zaun gebeten. «Ich denke, es war ein schöner Tag für uns alle. Wir haben ja auch zwei Tore geschossen, die habe ich ja nicht geschossen», scherzte Pentke, der trotz großer Leistung bei den Feierlichkeiten zurückhaltend blieb.

Leverkusen brachte der ganze Schwung - angeführt vom trickreichen Tempodribbler Diaby - am Ende nichts. «Der Schlüssel war die erste Halbzeit, da hätten wir klar führen müssen. Dann stehst du bedröppelt da. Aber es geht weiter», resümierte Sport-Geschäftsführer Rudi Völler, der dieses Muster wie Bosz schon mehrere Male bei der Werkself beobachtet hatte.

Das von beiden Seiten offensiv geführte Spiel erinnerte bei immer stärker einsetzendem Regen in Sinsheim durchaus an die Zeiten von Ex-Coach Julian Nagelsmann. Nach Diabys Führung reichte Hoffenheim vor dem Wechsel ein schneller Gegenstoß, den Kramaric nach schöner Vorlage von Pavel Kaderabek mit dem Ausgleichstreffer vollendete. Der Ex-Hoffenheimer Volland brachte Bayer zwar noch vor dem Wechsel vermeintlich wieder in Führung, wurde wegen einer Abseitsposition aber zurückgepfiffen. So setzte sich die TSG am Ende dank Skovs Tor und Pentkes Paraden durch. «Unsere Jungs haben große Leidenschaft gezeigt», sagte Schreuder.

Von dpa Von Patrick Reichardt

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