Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Fußball überregional Rot nach Rempler gegen Streich - Freiburg auf Rang vier
Sport Fußball überregional Rot nach Rempler gegen Streich - Freiburg auf Rang vier
21:01 10.11.2019
Kurz vor dem Abpfiff hatte David Abraham den SC-Coach vor der Freiburger Bank mit dem Arm umgerannt. Foto: Patrick Seeger/dpa Quelle: Patrick Seeger
Frankfurt (Oder)

Freiburg (dpa) - Body-Check gegen Christian Streich, Rudelbildung, Doppel-Rot: Der 1:0 (0:0)-Sieg des SC Freiburg gegen Eintracht Frankfurt ist im Chaos zu Ende gegangen.

Frankfurts David Abraham hatte SC-Trainer Streich kurz vor Schluss vor der Freiburger Bank abgeräumt und dafür Rot gesehen (90.+6 Minute). Zuvor war fast die komplette Freiburger Bank auf den Argentinier zugestürmt, auch der bereits ausgewechselte Vincenzo Grifo, der nach Sichtung der Videobilder ebenfalls Rot sah. «Er hat sich halt provoziert gefühlt, aber das darf ihm nicht passieren, das weiß er», sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic über die Aktion von Abraham.

«Er war einfach so aufgeladen, da sind ihm halt die Sicherungen durchgebrannt, weil er das Spiel gewinnen wollte, weil er emotional war, das ist alles», sagte Streich über die Szene. Er habe den Frankfurter kommen sehen, aber nicht mehr ausweichen können: «Ich komme nicht weg, er rennt mich halt über den Haufen», sagte Streich.

Entschieden wurde die Partie durch einen unnötigen Platzverweis für Frankfurts Gelson Fernandes (45.), der kurz vor der Pause gegen Jonathan Schmid viel zu spät gekommen war. Nils Petersen erzielte vor 24 000 Zuschauern das entscheidende Tor (77.) für die Gastgeber, die eine Halbzeit lang in Überzahl spielten. Während die Breisgauer auf den vierten Platz der Fußball-Bundesliga kletterten, rutschte Frankfurt nach dem sechsten Spiel in 18 Tagen auf Rang neun ab.

Von der Gelb-Roten Karte gegen Fernandes profitierte Freiburg zunächst überhaupt nicht. Frankfurt stand in Unterzahl deutlich tiefer, die Freiburger Vorstöße über die Außenbahnen führten nicht zum Erfolg. Erst Petersen machte mit seinem 82. Pflichtspieltor für Freiburg spät den sechsten Saisonsieg des Sportclubs perfekt.

Dass die Frankfurter ihr sechstes Spiel innerhalb von 18 Tagen bestritten, war ihnen mit Blick auf die Laufleistung nicht anzumerken. Gegen die kämpferisch ebenfalls starken Gastgeber erarbeitete sich die Mannschaft von Trainer Adi Hütter im Verlauf der ersten Halbzeit sogar ein Chancenübergewicht. Der überraschend offensivfreudige Verteidiger Martin Hinteregger scheiterte jedoch zweimal mit einem Schuss aus spitzem Winkel (12./35.). Die größte Chance aber vergab Erik Durm (21.), dessen Schuss an die Latte ging.

Je länger das Spiel dauerte, desto besser wurde die Eintracht - bis sie sich selbst durch den berechtigten Platzverweis für Fernandes schwächte. Auch nach einer halben Stunde hatte Schiedsrichter Felix Brych richtig entschieden, als er einen schon gepfiffenen Elfmeter für die Eintracht nach Sichtung der Videobilder zurücknahm: Paciencia war zuvor nicht gefoult worden, sondern hatte in den Boden getreten.

In Überzahl änderten die Gastgeber dann ihr Spielkonzept. Zunächst hatte es die Mannschaft von Trainer Christian Streich häufig mit langen Bällen auf Petersen versucht. Wenn der Ex-Nationalspieler mit dem Kopf ablegen konnte, wurde es kurz darauf durch Lucas Höler (8.) und Roland Sallai (28.) zweimal gefährlich. In Überzahl gegen nun tiefer stehende Frankfurter versuchte es der SC dann eher mit flachen Pässen. Aber selbst der nach einer Verletzungspause in der 57. Minute eingewechselte Nationalspieler Luca Waldschmidt sorgte nicht für Gefahr. Erst spät traf Petersen dann doch noch zum 1:0-Erfolg.

Von dpa Von Nils Bastek

Leverkusen ist zurück auf Kurs. Nach dem Sieg in der Champions League schafft Bayer auch in der Bundesliga drei Punkte in Wolfsburg. Der Führungstreffer von Bellarabi ist aber umstritten. Wolfsburg rutscht damit allmählich in die Krise.

10.11.2019

Absage von Marco Reus, Fragezeichen hinter Kai Havertz und Niklas Stark. Joachim Löw muss schon vor dem Treffen der Nationalmannschaft am Dienstag in Düsseldorf wieder personelle Einschränkungen hinnehmen. Gerade in der Abwehr sind die Probleme offenkundig.

10.11.2019

Uli Hoeneß ist in wenigen Tagen nicht mehr Präsident des FC Bayern. Gänzlich ruhig dürfte es danach aber nicht um ihn werden - im Gegenteil. Bereits am Sonntag sorgte er mit einem Live-Anruf in einer Talk-Sendung für Aufsehen. Solche Aktionen könnten sich wiederholen.

10.11.2019