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Handball Nach der Pause gibt Garßen Gas
Sport Sport regional Handball Nach der Pause gibt Garßen Gas
15:50 10.12.2018
Die Altenceller Abwehr hat keine Chance mehr. Garßens Manuela Schulz kommt frei zum Wurf. Einwurfmöglichkeiten wie diese vergab der SVG im ersten Abschnitt einige. Quelle: Kimberly Wojahn
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Celle

In der Handball-Landesliga der Frauen behauptete der SV Garßen mit einem sicheren 26:19-Sieg gegen den SV Altencelle II die Tabellenführung. TuS Bergen untermauerte seinen Platz im Spitzenquartett mit einem deutlichen 31:16 gegen HSG Elbmarsch. Eine böse 19:27-Heimpleite kassierte die HSG Lachte-Lutter im direkten Abstiegsduell gegen MTV Ashausen/Gehrden.

SV Garßen – SV Altencelle II 26:19 (10:11)

In der ersten Halbzeit ließ sich Tabellenführer Garßen noch vom ordentlich mithaltenden Aufsteiger ärgern. Dem Michelmann-Team gelang es nicht, seine spielerische Überlegenheit in Tore umzuwandeln. Immer wieder scheiterte man an der guten SVA-Torfrau Sonja Stanke. So blieben die Altencellerinnen nicht nur im Spiel, sondern gingen sogar mit einem knappen Vorsprung in die Pause.

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„In der ersten Halbzeit waren wir nicht konzentriert genug und sind in den letzten zehn Minuten vor der Pause sogar in ein kleines Leistungsloch gefallen. Aber danach haben wir uns nicht mehr beirren lassen“, analysierte Coach Michelmann. Nach gut 40 Minuten hatten die flüssig kombinierenden Garßenerinnen das Spiel auf 18:13 gedreht und damit bereits vorentschieden. Eine doppelte Überzahl in dieser Phase konnte der SVA nicht nutzen und musste mit ansehen, wie der nun klar bessere SVG mit vielen schön herausgespielten Toren über die Außen davonzog.

Ein ganz starkes Spiel beim Sieger machte Janine Müller. Sie verrichtete nicht nur in der Abwehrmitte herausragende Arbeit, sondern glänzte auch mit Toren von der Kreismitte. Aus der geschlossenen Mannschaftsleistung ragten dazu Spiellenkerin Adriane Zywicki sowie Rechtsaußen Maren Minskowski hervor.

So waren die in der zweiten Halbzeit stark nachlassenden Altencellerinnen, denen einfach auch die spielerischen Mittel fehlten, letztlich chancenlos. „Mit den ersten 30 Minuten konnten wir zufrieden sein, aber danach kam leider nicht mehr viel von uns“, musste SVA-Trainerin Luisa Grimm zugeben.

Fünfzehn ausgesprochene Zwei-Minuten-Strafen und eine Disqualifikation erweckten den Eindruck eines unfairen Spiels, waren aber überwiegend nur auf die große Unsicherheit des jungen Schiedsrichtergespanns zurückzuführen.

SV Garßen: Peschel – Mummert (6/5), Müller (7/1), Schulz, Wagner (1), Danz (1), Zywicki (6), Buhr, Minskowski (5), Meier.

SV Altencelle II: Stanke, Grimm – Schneeberger (3), Schlote, Harpeng (3/1), Birte Lehnhoff, Podrenek (1), Dobowy (4/2), Voltmer (3), Möller, Baumgart, Lauber (5).

TuS Bergen – HSG Elbmarsch 31:16 (16:6)

Komplett nach Plan verlief das Spiel in der Berger Heisterkamphalle, wo die Grün-Weißen keine Mühe hatten, die Gäste von der Elbe deutlich in die Schranken zu verweisen. Mit einem frühen 8:0-Lauf zeigte das Team von Trainer Detlef Janke gleich, wer der Chefin im Ring ist, und zog von 2:2 (4.) auf 10:2 (16.) davon.

„In der ersten Halbzeit haben wir richtig super gespielt. Das war noch besser als erhofft und wirklich gut anzusehen“, freute sich Coach Janke. Die Abwehr stand felsenfest und nach vorne wurden schöne schnelle Angriffe gespielt.

Nach der Pause hatte Bergen dann zunächst leichte Schwierigkeiten, die Spannung hochzuhalten und den Anfangsschwung wiederzufinden. „Wir haben dann die Deckung umgestellt und deutlich offensiver verteidigt. Dadurch haben wir beim Gegner viele Fehler provoziert und diese zu Tempogegenstößen genutzt“, erklärte Janke. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung hob er Torfrau Döhler heraus. „Jana hat unser Tor vernagelt und viele freie Bälle gehalten“, lobte der TuS-Coach.

TuS Bergen: Döhler – Harms, P. Müller (4), Kautz (4), Wellmann (4), Janice Bremer (8/2), Sandvoß (4), Borges (2), Schuba, Könecke (2/1), Jasmin Bremer (3).

HSG Lachte-Lutter – MTV Ashausen/Gehrden 19:27 (8:10)

Die Lachendorferinnen haben das „Vier-Punkte-Spiel“ gegen den direkten Abstiegskandidaten Ashausen/Gehrden komplett in den Sand gesetzt und sehen nach der sechsten Niederlage in Folge jetzt ganz schwierigen Zeiten entgegen. „Das war keine Teamleistung. Über das Auftreten der Mannschaft und die Höhe der Niederlage bin ich sehr enttäuscht“, so HSG-Trainer Holger Heinrich.

Die Gastgeberinnen überzeugten zu keiner Phase des Spiels. Kurz vor der Halbzeit verkürzte die HSG zwar auf 8:9 (28.) und es keimte kurzzeitig Hoffnung auf. Doch nach dem Wechsel zogen die Gäste schnell auf 10:16 (39.) davon und die Partie war gelaufen.

„Das Team war nicht in der Lage, die taktischen Anweisungen umzusetzen. Wir haben ganz schlecht gespielt und waren viel zu langsam. Das war nicht landesligatauglich. Leider haben einige immer noch nicht begriffen, um was es geht“, kritisierte Heinrich, der schon jetzt dem nächsten „Kellerduell“ gegen die HSG Elbmarsch mit Skepsis entgegenschaut.

HSG Lachte-Lutter: Grüne, Hahlbohm – Wottschel (3), J. Colditz, Klein (1), Winkelmann (1), Friedhoff (4), Weber, Heuer, Darkow, A. Colditz (10/5).

Von Stefan Mehmke

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