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Handball An raue Oberligaluft gewöhnt
Sport Sport regional Handball An raue Oberligaluft gewöhnt
19:11 20.12.2018
Von Uwe Meier
Geschärfter Blick: Sarah Gadau (Mitte) und ihre Altenceller Teamkollegen sehen zuversichtlich auf die restliche Saison. Quelle: David Borghoff
Celle

Einfach geht anders. Darüber konnten sich die Handballfrauen des SV Altencelle inzwischen ein Bild machen. Die Oberliga ist eben ein ganz anderes Pflaster als noch die Landesliga, durch die der SVA in der vergangenen Saison mehr oder weniger leicht und locker marschiert war. Jetzt geht es auf einem anderen Niveau zur Sache.

Der Klassenerhalt steht im Fokus

Problemlos sammelte der Aufsteiger diese Erfahrung nicht – überraschend kam diese Erkenntnis beim SVA-Team allerdings auch nicht. „Wir müssen eben immer auf dem Boden bleiben und uns vor Augen führen, wo wir her kommen und was unser Ziel ist“, sagt Trainer Thorsten Dralle, „und das war von Beginn an der Klassenerhalt.“

Auf dem Weg dahin scheint sein Team zum Jahreswechsel auf einem guten Weg. Mit 9:19 Punkten rangiert der SVA nach 14 von 26 Saisonspielen auf dem elften Tabellenplatz. Sechs Zähler Vorsprung zu den Abstiegsrängen sind schon einmal ein halbwegs beruhigendes Polster. Der Liganeuling hat sich inzwischen daran gewöhnt, die rauere Luft in der höchsten niedersächsischen Spielklasse zu atmen.

Schwacher Start macht wenig Mut

Danach sah es zu Beginn der Spielzeit jedoch nicht aus. Deftige Niederlagen in Hollenstedt (13:28) und gegen den Hannoverschen SC (23:35) sowie ein ganz schwacher Heimauftritt beim 17:17 gegen HSG Fuhlen Hessisch-Oldendorf (17:17) – die ersten Auftritte des SVA-Team in der Oberliga hatten wenig Mut gemacht. „Das war natürlich nicht so schön und schon etwas demoralisierend“, gibt Dralle zu. „Der Druck von außen und der Druck, den wir uns selbst gemacht haben, war schon belastend.“

Neuzugänge ins Team integrieren

Doch das zum Teil neuformierte Team hat die Herausforderung angenommen und sie Stück für Stück bewältigt. „Wir wussten, dass wir es besser können“, so der SVA-Coach. Ihm war die nicht ganz so einfache Aufgabe zugekommen, kurz vor dem Saisonstart noch Neuzugänge vom sich aufgelösten Team des TSV Wietze in das SVA-Team zu integrieren. „Dadurch haben wir natürlich mehr Qualität bekommen“, so Dralle, „aber die Mannschaft musste sich auch erst neu finden.“

Außerhalb des Spielfeldes war das nie ein Problem. „Da war die Stimmung gut. Das hat mir gefallen“, so der Coach. Was ihm nicht so gut gefallen hat, waren die Reibungspunkte, die es auf dem Spielfeld gab. Da passte es zu Beginn gar nicht. Es galt, die verschiedenen Spielertypen ins System des SVA zu integrieren. „Handball ist halt kein Einzelsport. Wir müssen uns aufeinander abstimmen“, sagt Dralle. Viel Arbeit und viel Training haben dafür gesorgt, dass es Stück für Stück besser wurde. Inzwischen läuft es halbwegs gut. „Da bin schon stolz drauf“, erklärt der SSVA-Coach.

Gegen Topteams gut Leistungen gezeigt

Die Altencellerinnen haben auch gegen Topteams der Liga gezeigt, dass sie mitspielen können. „Mehr aber noch nicht“, warnt der Coach jedoch vor allzu großen Erwartung. „Wir schaffen es noch nicht, unseren Gegner unser Spiel aufzudrücken.“ Das sei auch einige Male dafür ausschlaggebend gewesen, weshalb knappe Spiele, in denen der SVA kurz vor Schluss in Führung gelegen hatte, noch verloren gingen. „Unser Ziel muss es sein, dass wir auch das noch hinbekommen.“

Die große Stärke seines Teams ist ohne Frage die Defensive. Sie gehört zu den besten der Liga. Jetzt gilt es, die gute Abstimmung, die in der Defensive vorhanden ist, auch ins Angriffsspiel zu bekommen. Daran wird im kommenden Jahr weiter gearbeitet.

Handballfreie Zeit zum Jahreswechsel

Denn derzeit hat der Coach den Spielereinnen erst mal eine handballfreie Zeit verordnet. „Sie sollen Abstand vom Handball gewinnen, Spaß haben und machen was sie wollen“, sagt der Coach. Am 8. Januar geht es dann wieder in den Trainingsalltag, in dem in Altencelle sukzessive daran gearbeitet werden soll, die Probleme in den Griff zu bekommen, um immer besser zu werden.

Dabei wird eines immer fester Bestandteil bleiben: das Saisonziel Klassenerhalt. 20 Punkte hat Dralle ausgerechnet, müssten dafür reichen. Soweit ist der SV Altencelle davorn gar nicht mehr entfernt. Es gibt also keinen Grund, weshalb das nicht funktionieren sollte.

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