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Handball SV Altencelle macht es spannend bis zum Schluss
Sport Sport regional Handball SV Altencelle macht es spannend bis zum Schluss
18:30 10.03.2019
Von Uwe Meier
Altencelles Haupttorschützin Kristin Skorek (am Ball) hatte gegen Plesse-Hardenberg einen schweren Stand. Sie sah sich 60 Minuten lang einer Pressdeckung gegenüber. In dieser Szene wird sie von Plesses Yasmin Hemke und Devi Hille (rechts) attackiert. Dennoch erzielte die SVA-Spielerin neun Treffer. Quelle: Jelinek, Hubert
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Hochklassige Handballkunst gab es im Oberligaduell zwischen HSG Plesse-Hardenberg und SV Altencelle nicht gerade zu bewundern. Vielmehr erlaubten sich beide Teams eine Vielzahl von Fehlern. Dafür ging es aber überaus spannend zu. 20:20 (13:10) hieß es am Ende einer Partie, in der die Altencellerinnen nicht ein einziges Mal in Führung gelegen hatten.

Das SVA-Team hat damit sein Ziel verfehlt, mit einem durchaus möglichen Sieg auf den neunten Tabellenplatz vorzuziehen. „Insgesamt war das kein schönes Spiel“, meinte Trainer Thorsten Dralle, der mit dem Ergebnis letztlich aber zufrieden war. „Dort einen Punkt zu holen, ist so schlecht ja auch nicht“, meinte er.

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Defensiv stark, aber im Angriff mit Defiziten

Zwei Fragen beschäftigten den SVA-Coach im Anschluss an die Partie. „Warum haben wir eigentlich nicht verloren?“, war die eine. Die andere lautet: „Warum haben wir eigentlich nicht gewonnen?“ Die Antworten darauf waren relativ schnell gefunden. Dass die Altencellerinnen zumindest einen Punkt aus der Sporthalle in Bovenden entführt hatten, lag in der Tatsache begründet, dass die Gäste in der Defensive insbesondere in der zweiten Hälfte eine starke Vorstellung boten. Dabei stach Karina Mohring noch deutlich heraus. „Sie war wirklich überragend“, sagte Dralle. Neben zahlreichen freien Würfen parierte die Torhüterin gleich vier Siebenmeter.

Auf der anderen Seite bot die Altenceller Mannschaft in der Offensive eine eher dürftige Vorstellung. „Die Angriffsleistung war einfach nicht gut genug“, so Dralle. „Da haben wir alles andere als schlau gespielt.“ Insbesondere der SVA-Rückraum hatte einen schwachen Tag erwischt. Die HSG Plesse-Hardenberg hatte sich dazu entschlossen, Altencelles Haupttorschützin Kristin Skorek mit einer Pressdeckung zu belegen. „Dadurch sind zwar auch Riesenlücken in der gegnerischen Abwehr entstanden, die wir aber nicht genutzt haben“, monierte der SVA-Coach.

Altencelle mit vielen technischen Fehlern

Altencelle lief gegen den Tabellennachbarn von Beginn an einem Rückstand hinterher. Es dauerte fast sechs Minuten, ehe den Gästen der erste Treffer gelang. Die Schwächen im Angriff bekamen die Altencellerinnen im gesamten Spiel nicht in den Griff. Ausschlaggebend dafür waren auch zahlreiche technische Fehler, die ein geordnetes Aufbauspiel oftmals schon im Keim erstickten. Und so führten die Gastgeberinnen in der 22. Minuten mit 10:6. Zwar war der SVA in der 27. Minuten auf 10:11 herangekommen, lag aber zur Pause wieder mit drei Treffern zurück.

Der Rückstand war kurz nach dem Seitenwechsel beim 11:15 (37.) auf vier Tore angewachsen. Dann schien es, als würde das Altenceller Team seine Probleme in den Griff bekommen. Zumindest hatte man in der 42. Minute beim 15:15 den Ausgleich erzielt. Doch wie gewonnen, so zerronnen – anschießend blieben die Gäste neun Minuten ohne Torerfolg und sahen sich einem 15:19-Rückstand (51.) gegenüber.

Skorek gleicht aus, Torhüterin Mohring hält Siebenmeter

Doch der Tabellenzehnte gab sich noch lange nicht geschlagen – es wurde richtig spannend. Ausschlaggebend dafür war die SVA-Defensive, die kaum noch etwas anbrennen ließ. Skorek, Lara Gerberding und zwei Treffer von Katrin Häring sorgten für das 19:19 (55.), dem Plesse-Hardenberg nur wenig Sekunden nach dem Ausgleich das 20:19 folgen ließ. Skorek sorgte vom Siebenmeterpunkt mit ihrem 100. Saisontreffer für das 20:20 (56.).

In der Schlussminute geriet der Altenceller Punktgewinn ernsthaft in Gefahr. Doch Maike Rombach von der HSG Plesse-Hardenberg scheiterte mit einem Siebenmeter an Mohring. Der anschließende SVA-Angriff brachte nichts ein. Ein Sieg wäre des Guten wohl auch zuviel gewesen.

SV Altencelle: Mohring – Häring (4), Lübbers (1), Gerberding (2), Kinder (1), Skorek (9/5), Sina Gadau, Makenthun, Sarah Gadau (1), Voltmer (2).

Heiko Hartung 08.03.2019
08.03.2019