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Handball Letzter Strohhalm Relegation
Sport Sport regional Handball Letzter Strohhalm Relegation
13:51 13.05.2019
Henrik Weinmann (Mitte) rieb sich gegen Emmerthal für sein Team auf. Aber auch seine neun Tore reichten nicht für den ersten SVA-Auswärtssieg. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Sie haben gekämpft, sie haben alles gegeben – aber am Ende standen die Männer des SV Altencelle wieder mit leeren Händen in fremder Halle. 27:29 (12:13) verlor der Handball-Verbandsligist bei der TSG Emmerthal und bleibt damit Vorletzter auf Platz 13. Durch den Rückzug der SG VfL Wittingen/Stöcken haben die Rot-Gelben aber eine weitere Chance auf den Klassenerhalt. Sie müssen gegen die SG Achim/Baden II aus der Nähe von Bremen in die Relegation. Allerdings bleibt der Sieger dieser Relegation nur weiterhin in der Verbandsliga, wenn die Meister der Oberliga Niedersachsen und Nordsee (TuS Vinnhorst und OHV Aurich) beide den Aufstieg in die 3. Liga schaffen. Am Sonntag, 19. Mai, 15 Uhr, spielen die Altenceller bei der SG Achim/Baden II, am Sonntag, 26. Mai, 17 Uhr, gastiert der Drittletzte der Verbandsliga Nordsee in der Celler HBG-Halle.

Abstiegskonkurrenz spielt für Altencelle

Als um 20.50 Uhr der Abpfiff in der Emmerthaler Halle erfolgte, war die emotionale Situation der Celler schwer in Worte zu fassen. Man hatte den großen Coup namens „erster Auswärtssieg“ verpasst. Mit einem Erfolg hätte der SVA den Klassenerhalt perfekt gemacht, denn die Konkurrenz spielte für die Celler: Rosdorf und Geismar verloren, Nienburg gelang nur ein Remis. Aber noch ist nichts verloren, weil es in die Relegation gegen die SG Achim/Baden II geht. Aber der Reihe nach: Der SVA kam beim Klub südlich von Hameln gut ins Spiel. Die Defensive war sehr agil, die Spieler kämpften gemeinsam. Bis zur Pause blieb der Außenseiter voll im Spiel und eigentlich sogar die bessere Mannschaft, lediglich die Chancenverwertung hielt da nicht mit. „Normal müssen wir zur Pause mit drei Toren führen und dann läuft das Spiel noch mehr in unsere Richtung“, trauerte Keeper Freddy Hövermann den vergebenen Möglichkeiten nach.

Trainer Martin Kahle: "Mit leeren Händen dazustehen, tut weh"

Nach der Pause wurde das Spiel hektisch. Der SVA ließ sich aber nicht abschütteln und blieb in Schlagdistanz. Der Defensivverbund bekam aber nicht mehr den Zugriff wie zuvor und vorne mühte sich Altencelle regelrecht zu den Torerfolgen. Henrik „Henna“ Weinmann ging voran und rieb sich auf – der SVA kämpfte unverdrossen und hatte bis zur 55. Minute immer noch die Chance, zu gewinnen. Doch nach Weinmanns Anschluss zum 27:26 war der Ofen aus. Am Ende waren es nur Kleinigkeiten und ein paar individuelle Fehler und Fehlwürfe zu viel für den ersten Auswärtssieg der Saison. „Das war kein schlechtes Spiel von uns, aber am Ende wieder auswärts mit leeren Händen dazustehen, das tut weh. Aber: Wenn es schlecht gelaufen wäre, dann hätten wir heute schon absteigen können, von daher glauben wir jetzt an unsere Chancen in der Relegation“, gab sich Trainer Martin Kahle entschlossen. Sieht Team-Manager Reinhard Roselieb ähnlich: „Es ist erst zu Ende, wenn die dicke Frau gesungen hat. Der Kampf geht weiter – in der Relegation.“

SV Altencelle: K. Nowak, Hövermann – Mummert (3), Hahnraths (1), Moritz (4/2), Kisser (1), Michelmann, Pahlow (3), Weinmann (9), Ahrenbeck (3), K.-M. Nowak, Krumwiede, Premper, Behr (3).

Von Stefan Mehmke

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