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Handball Wahnsinn bis zum Schluss
Sport Sport regional Handball Wahnsinn bis zum Schluss
16:25 15.04.2019
Das Ding muss jetzt rein: Altencelles Benjamin Moritz (rechts) taucht vor Heidmarks Torwart Torben Streich auf. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Was für Tag in der HBG-Halle, was für ein Handballfest für den SV Altencelle. Nachdem die zweite Mannschaft den Aufstieg in die Regionsliga klarmachte und die erste Damen-Mannschaft gewann, holten sich die Verbandsligamänner des SVA endlich wieder zwei Punkte. Und wie: Gegen die HSG Heidmark gewannen die Rot-Gelben gleich mit 32:21 (20:8) und überzeugten vor allem in der ersten Hälfte.

Damit liegen Rosdorf, Hildesheim und Heidmark mit 18 Punkten auf den Rängen neun, zehn und elf, Altencelle ist mit 16 Punkten Zwölfter, dahinter liegen Nienburg und Geismar, ebenfalls mit 16 Punkten. Da „droht“ ein Krimi bis zur letzten Saisonminute.

SVA-Jungs setzen noch einen drauf

Nachdem die beiden anderen Altenceller Teams also vorgelegt hatten, fühlten sich die SVA-Jungs wohl dazu berufen, noch einen draufzusetzen. Die Zuschauer trauten teilweise ihren Augen nicht, so gut hatten sie ihr Team lange nicht gesehen. Von Beginn an wirkte das Team taktisch gut eingestellt. Mit einer positionsbezogenen Deckung gegen HSG-Torjäger Florian Pröhl störten die Gastgeber massiv den gegnerischen Spielaufbau und kamen zu Ballgewinnen. Sogar das Tempospiel klappte hervorragend über Dauerläufer Benny Moritz, der endlich wieder mit starker Quote glänzte.

Alles, was aufs Tor kam, wurde zur Beute des überragenden Klemens Nowak. „Was er schon in der Anfangsphase von den sonst so starken Heidmarker Außen gehalten hat, war Extraklasse“, lobte der erkrankte Kollege Freddy Hövermann. Nach 20 Minuten hatte sich Altencelle bereits mit dem 14:4 eine Zehn-Tore-Führung rausgeworfen.

Ein kleiner Wermutstropfen

Anschließend entwickelte sich ein munteres Spielchen. „Dass dann nicht mehr alles klappt, ist normal. Aber wir haben das gut runtergespielt und konnte dadurch auch gut durchwechseln und Spielanteile verteilen“, so der zufriedene Trainer Martin Kahle.

Wermutstropfen im Freudenbecher gab es dennoch, denn auch andere Teams aus dem Tabellenkeller wie Geismar (31:27 gegen Fallersleben) und Nienburg (29:23 gegen Rhumetal) punkteten. Die Tabellensituation wird immer brisanter. Aber durch den Altenceller Sieg ist auch Heidmark mit nur noch zwei Punkten Vorsprung in der aktuellen Verfassung in der Abstiegsverlosung. Bei drei noch ausstehenden Spielen nach Ostern wird es um jedes Tor und jeden Punkt gehen.

Ungeklärte Fragen

Dazu gesellt sich der Irrsinn, dass man nicht genau weiß, wie viele Mannschaften absteigen müssen. Auch bei den eventuell betroffenen Vereinen herrscht ahnungsloses Achselzucken. Letztlich sind dafür auch die Geschehnisse in der Regionalligen Nord und West ausschlaggebend. Steigen von dort neben MTV Großenheidorn (West) auch MTV Braunschweig (Nord) und Handball Hannover-Burgwedel (Großburgwedel) ab? Und schafft TuS Vinnhorst den Aufstieg aus der Oberliga in die Regionalliga? Wie viele Absteiger gibt es dann aus der Oberliga? Erst wenn diese Entscheidungen gefallen sind, werden auch die Verbandsligisten wissen, wer den Klassenerhalt denn nun wirklich geschafft hat. Durchaus möglich, dass insgesamt vier Teams in den sauren Apfel beißen und den Weg in die Landesliga werden antreten müssen. In der Ausschreibung heißt es dazu: „Es steigen grundsätzlich zwei Mannschaften jeder Verbandsliga ab (Regelabsteiger). Sofern nach Aufnahme der Absteiger aus den Oberligen und den Aufsteigern aus den Landesligen die Anzahl von 28 Mannschaften für die Verbandsligen überschritten werden, steigen zusätzlich so viele Mannschaften ab, bis die Zahl von 28 Mannschaften erreicht ist.“ Alles klar?

Für den SVA heißt das auf jeden Fall, die Ärmel hochzukrempeln. „Es wird der Wahnsinn bis zum letzten Spieltag. Über Ostern gilt es jetzt nochmal Kraft für den Endspurt zu sammeln“, sagt Kahle. Und Team-Manager Reinhard Roselieb ergänzt: „Martin hat die Mannschaft auf das Spiel gegen Heidmark hervorragend eingestellt. Wir waren auf jeden Spielzug vorbereitet. Torjäger Maras habe ich gar nicht gesehen, was für unsere bärenstarke Abwehr sprach. Jetzt sind noch sechs Punkte zu vergeben und mindestens vier brauchen wir.“

SV Altencelle: Kl. Nowak, Geese – Mummert (4), Hahnraths (2), Moritz (10/1), Starke (2), Kisser (3), Michelmann (1), Weinmann (2), Ahrenbeck (5), K.-M. Nowak, Bode, Premper, Behr (4).

Von Stefan Mehmke

Die Handballerinnen vom SV Altencelle kämpften bis zum Schluss und drehten so ab der 47. Minute das Spiel.

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