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Leichtathletik Teamgeist wird groß geschrieben
Sport Sport regional Leichtathletik Teamgeist wird groß geschrieben
16:07 11.09.2019
Von Heiko Hartung
Einen vorderen Platz verpasst, aber den Zusammenhalt gestärkt: Das Team des LAZ Celle beim Landesentscheid der Deutschen Jugendmannschaftsmeisterschaft. Quelle: Wolfhart Einsel
Celle

„Wir haben keine Landesmeister, aber wir haben ein Team.“ Unter diesem Motto haben sich neun Mädchen des LAZ Celle mit ihren Trainern auf den Weg nach Oldenburg aufgemacht, um in der Startklasse der weiblichen Jugend U20 am Landesentscheid der Deutschen Jugendmannschaftsmeisterschaft teilzunehmen – als einzige Mannschaft aus dem Bereich des Kreisleichtathletikverbands (KLV) Celle. Bei diesem Wettkampf mussten die Disziplinen 100-Meter-Sprint, Weitsprung, 800-Meter-Lauf, Kugelstoß und 4x100-Meter-Staffel absolviert werden. Da das LAZ-Team nicht über genügend Athletinnen der Altersklasse U20 verfügt, wurden jüngere Sportlerinnen hochgemeldet. Am Ende stand Rang sieben zu Buche.

Sportlerinnen müssen gegen ältere Konkurrenz antreten

Im Sprint mussten Pauline Hoppenstedt, Jule Koppe, Lotte Haubert (alle U18) und Inga Burke (U16) gegen ältere Sprinterinnen antreten. Hoppenstedt behauptete sich als Zehnte mit 13,83 Sekunden in einem starken Feld. Ebenfalls in die Wertung kam Inga Burke (14,51) auf Platz 23. Unglücklicherweise brach bei Haubert eine alte Verletzung auf, so dass sie beim Weitsprung und der Staffel gehandicapt war.

Im Weitsprung stellten sich Haubert, Burke, Rebecca Jarmuschek und Lenja Biesterfeld (beide U14) der Konkurrenz. Jarmuschek landete mit 4,49 Metern auf dem 15. Platz, Burke stellte auf dem 17. Platz mit 4,39 Metern eine persönliche Bestleistung auf.

Rebecca Jarmuschek vom LAZ Celle landete im Weitsprung bei 4,49 Metern in der Sandgrube. Quelle: Wolfhart Einsel

Im 800-Meter-Lauf traten Annabell Fischer (U20), Jarmuschek und Biesterfeld an. In 2:30,45 Minuten beendete Fischer als Siebte das Rennen. Ebenfalls in die Wertung kam Jarmuschek auf dem zehnten Platz (2:37,84). Danach lag das Celler Team auf dem sechsten Gesamtplatz. „Aber nach dem Kugelstoß kam der Einbruch, denn in dieser Disziplin traten mit Pauline Hoppenstedt und Jule Koppe zwei junge Athletinnen an, die sich mit der ungewohnten Vier-Kilogramm-Kugel abmühen mussten“, erklärte KLV-Sprecher Wolfhart Einsel. Daneben wurden mit Mia Heydecke und Marlene Hanff (beide U20) zwei Athletinnen nominiert, die das Kugelstoßen erst in diesem Jahr gelernt hatten. Folge: Celle fiel auf den achten und letzten Platz zurück.

Mit Verletzung trotzdem angetreten

Als letzte Disziplin stand die Sprintstaffel an. „Leider konnte das LAZ Celle nur eine Staffel stellen, weil die Jüngeren noch nicht über die 100-Meter-Distanz starten durften“, berichtet Einsel. Mit Haubert, Fischer, Hoppenstedt und Koppe als Schlussläuferin trat eine Staffel an, die erst zweimal gemeinsam trainiert hatte. Obwohl Haubert aufgrund ihrer Verletzung mit zusammengebissenen Zähnen startete, klappten alle Wechsel hervorragend und die Staffel landete nach 55,70 Sekunden auf dem achten Platz von elf Staffeln. Dadurch verbesserte sich das Team in der abschließenden Wertung auf den siebten Platz.

Einsel zog ein versöhnliches Fazit des Wettkampfes: „Auch wenn bei manchen Athletinnen die Erwartungen höher lagen, konnte dennoch festgestellt werden, dass der Teamgeist durch diesen Wettkampf gestärkt wurde.“

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