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Lokalsport Heimatverlust und neue Chancen für MTV Eintracht
Sport Sport regional Lokalsport Heimatverlust und neue Chancen für MTV Eintracht
15:12 11.01.2019
Von Heiko Hartung
Jetzt also doch: Die mehr als 100 Jahre alte Sporthalle des MTV Eintracht Celle am Nordwall soll 2020 abgerissen werden. Quelle: Birgit Stephani
Celle

Bei den Verantwortlichen herrschen gemischte Gefühle: „Das ist ein gravierender Einschnitt. Wir verlieren damit unseren historischen Standort. Auch wenn wir viele weitere Sportstätten nutzen: Der Nordwall ist gefühlt unsere Heimat“, sagt Vereinspräsident Klaus Rohr. „Andererseits haben wir jetzt endlich Planungssicherheit.“

Denn nun scheint das Ende der Sporthalle in der Celler Innenstadt nach langem Tauziehen endgültig beschlossene Sache: Im Rathaus hält man den für Anfang 2020 geplanten Abriss für die bessere Lösung im Vergleich zu einer aufwendigen Sanierung der in die Jahre gekommenen Sportstätte. Unwahrscheinlich, dass die Celler Politiker dieser Empfehlung widersprechen werden.

Umzug in Paul-Klee-Schule nicht ausreichend

Hauptsächlich betroffen sind rund 500 von insgesamt 1150 Breitensportlern des MTV Eintracht Celle, die in dem mehr als 100 Jahre alten Gebäude aktiv sind – vom Kinderturnen über die Dartsabteilung bis zur Seniorengymnastik. Den Vorschlag von Stadträtin Susanne McDowell, die in der Nordwall-Halle derzeit ausgeübten Sportarten zum großen Teil in die Paul-Klee-Schule zu verlagern, wird vom MTVE mitgetragen, decke aber nur einen Teil des Bedarfs. Zwar erfülle die moderne Halle in der Heese alle Voraussetzungen für den Breitensport, „aber selbst wenn wir die Paul-Klee-Schule neben dem Schulsport als Verein exklusiv für uns hätten, wäre ein Eins-zu-eins-Wechsel aus Kapazitätsgründen nicht möglich. Das würde nicht ausreichen“, sagt MTVE-Geschäftsführer Torben Schiewe. „Zudem ist so eine Verlagerung von Angeboten mit einem hohen Risiko belastet: Wir sind sicher, dass wir bei einem Umzug an den Stadtrand viele Mitglieder verlieren werden, die uns bisher fußläufig erreichen können“, so Schiewe.

Als im vergangenen April bekannt wurde, dass die Einfeldhalle nicht zwingend dem gegenläufigen Ausbau des Nordwalls weichen muss, hatte Klubchef Rohr eine Modernisierung des maroden Baus angeregt – wenngleich eine Ideallösung in seinen Augen ein neuer Hallen-Sport-Komplex auf dem MTVE-Standort am Saarfeld wäre. Doch diese Möglichkeit hatte Rohr angesichts der städtischen Haushaltslage von vornherein verworfen.

Standort am Saarfeld rückt in Fokus

Doch jetzt rückt der Standort am Herzog-Ernst-Ring im Zuge der Abrisspläne am Nordwall dessen ungeachtet in den Fokus: Es sei beabsichtigt, eine Nutzungsvereinbarung mit dem MTVE Celle für das Saarfeld zu schließen, heißt es aus dem Neuen Rathaus: „Mit der Option für den Verein, dort Räumlichkeiten für den Breitensport zu schaffen und die Geschäftsstelle an das Saarfeld zu verlagern“, so Stadträtin McDowell in einer aktuellen Verwaltungsvorlage.

„Das bedeutet nicht, dass uns die Stadt dort auf eigene Kosten eine brandneue Sporthalle mitsamt Büroräumen hinstellt“, unterstreicht Schiewe. Tatsächlich gebe es aber interne Überlegungen, das bereits vom MTVE unterhaltene Areal auf dem Saarfeld intensiver zu nutzen. Mit Blick auf ausstehende Verhandlungen möchten Rohr und Schiewe aber vorerst keine Details dieser Visionen preisgeben.

Lückenloser Ersatz muss garantiert sein

Unterm Strich sind den MTVE-Verantwortlichen zwei Dinge unverrückbar wichtig: „Ein lückenloser Ersatz muss garantiert sein: Wenn in einem Jahr am Nordwall die Abrissbirne kommt, müssen ausreichend Ausweichkapazitäten für unsere Sportler vorhanden sein“, so Geschäftsführer Schiewe. Und Präsident Rohr ergänzt: „Wir wollen weiterhin ein Innenstadtverein sein und nicht an den Rand gedrängt werden.“ Das Saarfeld betrachten beide als idealen Ort, um diese Wünsche zu erfüllen – sowohl für den Sport als auch für die Geschäftsstelle.

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