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Lokalsport Andreas Ull auf höchster Ebene gefragt
Sport Sport regional Lokalsport Andreas Ull auf höchster Ebene gefragt
18:53 22.03.2018
Von Oliver Schreiber
Noch ist Andreas Ull Chef im Celler Kreisleichtathletikverband. Doch er wird in das Amt des VizepräsidentenBreitensport und Sportentwicklung im Niedersächsischen Leichtathletik-Verband wechseln. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle

MÜDEN. Zunächst übernimmt der 59-Jährige dieses Amt kommissarisch, beim Verbandstag im November wird er dann aller Voraussicht nach offiziell gewählt werden. Auswirkungen auf seine Arbeit hier vor Ort hat das zunächst nicht. „Ich werde bis zum Verbandstag 2019 meine Aufgaben beim KLV wie gehabt weiter wahrnehmen, auch wenn das natürlich schon eine gewaltige Doppelbelastung bedeutet. Daher werde ich dann meine Funktion als Vorsitzender abgeben, da meine neue Aufgabe mich vielseitig und landesweit binden wird“, erläutert der Müdener, der sich selbstverständlich auch an der Suche nach einem Nachfolger beteiligen wird. Momentan ist in dieser Hinsicht noch alles offen.

Celles „Mister Leichtathletik“ soll beim NLV neue Konzepte und Ideen entwickeln sowie die Trainerausbildung modifizieren. Ziel ist es unter anderem, breite Schichten der Bevölkerung anzusprechen und damit auch neue Mitglieder zu gewinnen.

Dafür scheint der pensionierte Luftwaffenoffizier genau der richtige Mann zu sein. Denn die Celler Leichtathleten verzeichnen entgegen dem allgemeinen Trend im Sport einen Mitgliederboom. Im Vergleich zum Vorjahr hat der KLV Celle 2017 364 Leichtathleten hinzugewonnen, das bedeutet einen Zuwachs von rund 27 Prozent von 1361 auf 1725 Sportler. Die meisten Neuen sind entweder sehr jung (bis 14 Jahre) oder im gesetzteren Alter (über 60). Damit scheint die Talsohle durchschritten worden zu sein, 2015 war mit 1300 Mitgliedern der Tiefpunkt erreicht. 2006 betrieben noch 2500 Sportler aus Stadt und Landkreis Celle Leichtathleten, danach ging es stetig bergab. Seit zwei Jahren werden hier sozusagen wieder „schwarze Zahlen“ geschrieben.

„Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, die ich mir allerdings nicht ans Revers heften möchte. Ein Großteil der neuen Mitglieder haben wir dem MTV Eintracht Celle zu verdanken. Nicht nur hier, auch in anderen Vereinen wird hervorragende Arbeit geleistet. Dass sich sowohl junge als auch ältere Menschen jetzt vermehrt der Leichtathletik zugewendet haben, ist höchst erfreulich und zeigt, dass wir in Celle auf dem richtigen Weg sind“, unterstreicht Ull, der von 1985 bis 2015 Leichtathletik-Abteilungsleiter beim MTV Müden war und seit 2013 KLV-Boss ist.

Mit Doppelbelastungen kennt sich der gebürtige Emsländer also schon aus. Zudem ist der ehemalige Landesmeister im Marathon (siebenmal blieb er in seiner Karriere unter 2:40 Stunden) und Crosslauf noch als Trainer bei seinem Heimatverein in Müden tätig. „Das wird auch so bleiben, auch wenn ich nun natürlich ständig in ganz Niedersachsen und auch bundesweit unterwegs sein werde, um bei Veranstaltungen dabei zu sein. Aber die Zeit nehme ich mir zweimal pro Woche gerne“, sagt Ull, der selbst wöchentlich noch drei- bis viermal sportlich aktiv ist.

In jungen Jahren betrieb Ull, der mit seinen sieben Geschwistern auf einem Bauernhof aufwuchs, neben Leichtathletik zunächst auch noch intensiv Judo und etwas Reitsport. Seit 1983 gehören die Ausdauersportarten Laufen, Triathlon und Radsport zu den Vorlieben des gelernten Luftfahrzeugtechnikers. Seine Familie mit seiner Frau Claudia, seinen beiden Töchtern und den drei Enkelkindern soll trotz seiner zahlreichen Aktivitäten nicht zu kurz kommen. „Ich weiß, dass vor allem die nächsten Monate unglaublich zeitintensiv sein werden. Aber die kennen mich ja inzwischen“, meint Ull schmunzelnd.

Die vorhandene Drittliga-Lizenz aus dem Erbe der SVG-Insolvenz nutzen, ein konkurrenzfähiges Team zusammenstellen, höherklassigen Frauen-Handball in Celle wiederbeleben – Martin Kahle ist skeptisch, dass das kurzfristig bis zum Stichtag 1. April umzusetzen ist. „Ich finde den Ansatz von Wolfgang Kaplick und seinen Mitstreitern ehrenwert“, sagt der langjährige Trainer des früheren Bundesligisten SVG Celle und aktuelle Trainer der Verbandsliga-Herren des SV Altencelle. „Aber ich glaube nicht, dass es funktioniert“, so Kahle.

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Am 20. Spieltag der Handball-Landesliga schrammte Schlusslicht HBV 91 Celle an einer Sensation vorbei. Nach dem 9:9 zur Pause unterlagen die Bären beim Spitzenreiter HSG Heidmark „nur“ 23:27. Verloren hat auch der MTV Müden. Beim Aufsteiger SG Luhdorf/Scharmbeck hieß es am Ende des „Tags der offenen Tür“ 35:38). Für die erfreulich Ausnahme sorgte mal wieder TuS Bergen, der „ächzend“ 29:27 beim TV Uelzen gewann und jetzt nach Punkten zum Vierten aus Müden aufgeschlossen hat.

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