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Lokalsport Balanceakt auf zwei Rädern in Groß Hehlen
Sport Sport regional Lokalsport Balanceakt auf zwei Rädern in Groß Hehlen
17:26 26.03.2018
Von Katharina Baumgartner
Geschicklichkeit gefragt: Werner Hägerbäumer (kleines Foto) und Ulrich Schöps sind mitihren Oldtimer-Trialmotorrädern über die, mit Hindernissen gespickte, Buckelpiste „getänzelt“. Quelle: Rainer Heise/Trialsport
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Celle

GROSS HEHLEN. Dabei starteten die „Oldtimer-Maschinen“ bis Baujahr 1965 (Pre65), die jüngeren Modelle (Twinshock) und Lumo-Motorräder jeweils in einer eigenen Klasse. Die Fahrer konnten zwischen vier Spuren mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad wählen: von Einsteiger bis Könner. CTC-Vorsitzender Ulrich Schöps und sein Team hatten dafür 15 Sektionen aufgebaut, die die Fahrer zwei Mal passieren mussten.

Bei dem Wettbewerb müssen kurze Wertungsstrecken, wie steile Auffahrten, spektakuläre Furten und enge Kehren um natürliche Geländehindernisse oder Stufen fehlerfrei, also ohne mit den Füßen den Boden zu berühren, bewältigt werden. „Für einige Fahrer war die schwere Spur noch zu einfach, da haben wir eine ,Hammerharte‘ angelegt“, sagt Schöps. Mit Sandhängen, Matschlöchern und Stufen aus Findlingen und Baumstämmen gilt diese Strecke als Königsdisziplin unter den Teilnehmern. „Die Geschwindigkeit spielt keine Rolle, sondern auf den Gleichgewichtssinn kommt es an“, sagt der CTC-Vorsitzende. Daher wird auch nicht nach Zeit gewertet, sondern nach Fehlerpunkten. 150 Strafpunkte waren theoretisch möglich – es wurden bis zu 89 „gesammelt“. „Es gab auch Fahrer, die gar keine Fehler gemacht haben“, bilanziert Schöps.

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Erfolgreichste Starter vom Celler Trial Cub waren Andrea Horcher, die den vierten Platz in der Einsteiger-Spur machte und Holger Liebermann feierte seinen dritten Platz in der schweren Spur. In der „hammerharten“ Spur belegte David Schöps den vierten und Ulrich Schöps den fünften Rang.

Vorsitzender Schöps zeigt sich zufrieden mit der Veranstaltung: „Gut besucht sowohl von den Zuschauern als auch von den Startern.“ Verletzungen habe es nicht gegeben und kämen insgesamt sehr selten vor. „Blaue Flecke passieren da schon eher“, gibt der Vorsitzende lachend an. Als Organisator freue er sich besonders über die Beteiligung aller Altersklassen. Der Lüneburger Manfred Westermann ist mit 87 Jahren als ältester Trialmotorrad-Fahrer über Stock und Stein gerumpelt. Doch auch der Nachwuchs steht schon bereit: Der 15-jährige Milan Schmüser aus Preetz bei Kiel sicherte sich als jüngster Starter den zweiten Platz in der „hammerharten“ Spur.