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Lokalsport Perfektes Wathlinger Wochenende
Sport Sport regional Lokalsport Perfektes Wathlinger Wochenende
17:10 13.01.2019
Von Oliver Schreiber
Jessica Schrader gewann ihre beiden Duelle für den SV Freischütz Wathlingen. Quelle: Oliver Knoblich
Wathlingen

Erhard Oehns lächelte zufrieden. „Offensichtlich können wir auch sonntags schießen“, erklärte der Teammanager der Luftpistolen-Schützen des SV Freischütz Wathlingen nach den beiden dramatischen Heimwettkämpfen in der gut gefüllten Sporthalle an der Kantallee, die die Wathlinger beide für sich entschieden. Dem 3:2 gegen GTV Bremerhaven-Seestadtteufel am Samstag folgte gestern ein 4:1 gegen die Sportschützen Fahrdorf.

Mit diesen beiden Siegen schlugen die Freischützen gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Erstmals gewannen sie beide Wettkämpfe vor eigenem Publikum, erstmals in der vierjährigen Bundesliga-Geschichte verbuchten sie in der Abschlusstabelle ein positives Punktekonto (12:10), erstmals in dieser Serie siegten sie an einem Sonntag – und erstmals hatten sie in dieser Saison in einem Wettkampf die Nase vorn, wenn Torben Wolf sein Duell verlor. Und so ganz nebenbei bedeutete Rang fünf in der Endabrechnung die beste Platzierung in der höchsten deutschen Klasse seit dem Aufstieg 2014/15. „Besser hätte dieses Wochenende für uns nicht laufen können“, meinte Oehns.

In der Abschlusstabelle liegen die Wathlinger sogar gleichauf mit dem Vierten SV Bassum von 1848, der somit am Meisterschaftsschießen teilnimmt. Die Bassumer haben allerdings mehr Einzelduelle für sich entschieden (31:24 gegenüber 27:28). „Selbst wenn wir beide Wettkämpfe 5:0 gewonnen hätten, hätte es nicht für uns gereicht, auch wenn Bassum zweimal verloren hat. Wir wussten ja vorher, dass Platz vier für uns utopisch ist. Unterm Strich haben wir unser selbst gestecktes Ziel erreicht. Die Teilnahme an der Meisterschaftsendrunde war eh mehr Wunsch als Ziel“, sagte Oehns.

Die Zuschauer, die den SVW an beiden Tagen lautstark unterstützten, kamen voll auf ihre Kosten. Sowohl gegen Bremerhaven als auch gegen Fahrdorf erlebten sie in den jeweils 50 Minuten Wettkampfzeit ständig wechselnde Führungen, bis kurz vor Schluss war alles möglich. Am Ende wich der Anspannung große Freude und Erleichterung. „Das hat schon Nerven gekostet. Aber so etwas nimmt man gerne in Kauf, wenn am Ende das Resultat stimmt“, so Oehns.

Gegen Bremerhaven punkteten der Engländer Kristian Callaghan (379:376 gegen Jan Luca Karstedt), Philip Aranowski (370:367 gegen Thomas Lüken) und Jessica Schrader (370:363 gegen Theo Hadrath) für die Gastgeber, Torben Wolf (367:378 gegen Antje Noeske) und Christian Oehns (369:373 gegen Matthias Dapprich-Crawford) mussten ihren Gegnern zum Sieg gratulieren. Am Ende erzielten die Bremerhavener sogar zwei Ringe mehr als die Freischützen, aber die „B-Note“ zählt halt nicht.

Gestern gegen Fahrdorf war schnell klar, dass Callaghan sein Duell gegen Gagik Sahakian gewinnen werden würde, was er schließlich auch tat (377:369). Dasselbe galt im umgekehrten Fall für Jörn Nachtigall, der für Wolf ins Team rückte, aber überhaupt nicht in den Wettkampf fand. Erst nach einer kurzen Besprechung mit Trainer Henning Jopp lief es besser, an der deutlichen Niederlage gegen Matthias Hofmann (359:369) änderte dies aber nichts.

Philip Aranowski dominierte zunächst den Vergleich mit Steffen Schröder, der aber in seiner dritten Serie zur Höchstform auflief, 98 Ringe schoss und damit Aranowskis Vorsprung aufholte. Doch der Wathlinger blieb ruhig, konterte und behielt letztlich mit 374:368 die Oberhand.

Völlig offen waren die Duelle zwischen Jessica Schrader und Stefan Vollertsen sowie Christian Oehns und Michael Bäcker. Hier fiel die Entscheidung über Sieg oder Niederlage. Ständig wechselten hier die Führungen, ehe Schrader in der Schlussphase cool blieb, während Vollertsen abbaute und verlor (367:370). Somit war der erlösende dritte Punkt unter Dach und Fach, sodass das Duell zwischen Oehns und Bäcker, das erst im Stechen entschieden wurde, nur noch statistischen Wert hatte. Oehns setzte aber mit seinem Sieg (370:370/9:8) das i-Tüpfelchen auf ein perfektes Wathlinger Wochenende.

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