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Lokalsport Bundesligist sichert sich Xental-Achtercup bei Celler Ruderregatta
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19:57 01.10.2017
Von Michael Ottinger
Mit Patrick Leineweber und Peter Kluge (Zweiter und dritter von rechts) saßen zwei Top-Athleten im Achter des Celler Rudervereins. Gebracht hat es am Ende nichts. Die Lokalmatadoren mussten sich der starken Konkurrenz vom Hannoverschen Ruder-Club geschlagen geben.  Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Beinahe hätte der morgendliche Beginn verschoben werden müssen, denn zwei der eingeplanten vier Schiedsrichter steckten auf der Anreise im Stau fest. „Bei der engen Rennfolge wäre es mit nur zwei Schiris eng geworden, aber mein Vater ist kurzfristig eingesprungen“, erklärt Klaus Scheerschmidt vom Celler Ruderverein (CRV). Dank des spontanen Einsatzes von Ruder-Urgestein Dieter Schmeerschmidt ging auch am Samstag alles seinen gewohnten Gang. „Die drei Vereine CRV, Hermann Billung und RC Ernestinum-Hölty, die das organisieren, sind ein eingespieltes Team, sodass die Zuschauer meist gar nichts von eventuellen kleinen Problemen mitbekommen.“

Etwa 100 Helfer sorgten dafür, dass die Athleten auf der nach dem morgendlichen Starkregen sehr schnell fließenden Aller ihr Können zeigen konnten. Höhepunkt war einmal mehr der Xental-Achtercup am Mittag, der erst nach drei Läufen entschieden war. Vorjahressieger CRV mit den beiden Ex-Weltmeistern Patrick Leineweber und Peter Kluge sowie Ruder-Bundesligist Hannoverscher RC (HRC) hatten jeweils ein Rennen für sich entschieden, ehe die Hannoveraner im dritten Lauf den Gesamtsieg perfekt machten und sich 350 Euro Siegprämie sicherten.

„Wir haben uns nach dem bisherigen Saisonverlauf schon gute Chancen ausgerechnet, wussten aber auch, dass es nicht einfach wird“, sagte Florian Brüsewitz vom siegreichen HRC, der später auch den Stadtachter für sich entschied. Den gebürtigen Celler zog es vor einigen jahren zum Studieren nach Hannover, doch für die Ruderregatta kehrt er immer wieder gern in die Heimat zurück: „Hier herrscht eine familiäre Stimmung und auch sportlich ist es interessant. Insbesondere, weil hier auf der Sprintstrecke nur auf drei Bahnen statt sonst meist auf sechs gefahren wird. Da spürt man regelrecht den Atem des Gegners im Nacken.“

In den insgesamt 125 ausgefahrenen Rennen siegten 43-mal Boote der veranstaltenden Celler Vereine. Am erfolgreichsten war dabei der RC Ernestinum-Hölty, der nicht nur 19 Siege einheimste, sondern auch in der Gesamtwertung der Jungen- und Mädchenwettbewerbe (bis 14 Jahre) punktgleich mit dem Lüneburger RC Wiking sowie dem RK Normannia Braunschweig vorne lag. Dadurch wurde es notwendig, dass Karl Ströher, der einen Ehrenpreis für diese Wertung ausgesetzt hatte, aus dem einen Ehrenpreis spontan drei machte.

Ehrungen: Den runden Geburtstag der Traditionsveranstaltung nahm der Regattaausschuss zum Anlass, verdiente langjährige Mitarbeiter im Regattastab auszuzeichnen. So wurden die ehemaligen Regattaleiter Richard Modrow und Dieter Scheerschmidt jeweils zu "Regattaleitern ehrenhalber" ernannt, während Schatzmeister Roland Maatz und Starter Hans-Dieter Koller ein signiertes Erinnerungs-T-Shirt erhielten. Diese hatte die Sparkasse Celle darüber hinaus auch für alle Sieger des Tages gesponsert, so dass die erfolgreichen Aktiven auch optisch auf dem Regattaplatz gut auszumachen waren.