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Lokalsport Celle zieht Bremen den Stecker
Sport Sport regional Lokalsport Celle zieht Bremen den Stecker
22:59 10.09.2018
Von Christian Link
Der Celler Florian Bethge reißt den Bremer Quarterback Ricardo N'Gola zu Boden. Quelle: Christian Link
Wathlingen

Bei ihrem ersten Spiel unter Flutlicht haben die Celle Stallions erst mal einen ordentlichen Schreck gekriegt. Am Ende war der Jubel dafür umso größer: Das Football-Team des MTV Eintracht Celle hatte mit dem Erreichen der Aufstiegs-Playoffs eine Sensation geschafft, an die zu Saisonbeginn kaum jemand geglaubt hat.

Mit einem Rushing Touchdown brachte Quarterback Ricardo N‘Gola die Gäste zunächst in Führung. Der 6:0-Vorsprung der Bremer hielt auch eine gute Dreiviertelstunde an, nur Netto-Spielzeit war bis zum Ausgleich der Gastgeber kaum vergangen. Denn ein Flutlichtausfall sorgte für eine 40-minütige Unterbrechung, die beinahe zu einem Spielabbruch zuungunsten der Stallions geführt hätte.

„Das Stromnetz war überlastet. Die 2000-Watt-Gasleuchten, Imbiss- und Kühlwagen waren ein bisschen zu viel für die 63-Ampere-Sicherung“, sagt Platzherr Karl-Heinz Hollerung vom VfL Wathlingen. Sein Klub hatte die Stallions aufgenommen, die für ihr „Friday Night Football“ dringend eine Sportanlage mit Flutlicht gesucht hatten. „Damit, dass das Flutlicht ausfällt, hat aber keiner gerechnet“, sagt Hollerung. Glücklicherweise konnte ein Elektriker vor Ort das Problem beheben, allerdings durfte der Imbisswagen in der Folge seine Fritteusen nicht mehr anschalten.

Dafür starteten die Celler heiß wie Frittenfett nach der Unterbrechung wieder ins Spiel. Mit Touchdown und Field Goal gelangten die Hengste noch vor Ablauf des ersten Viertels zu einer 7:6-Führung, die sie im zweiten Quarter um sechs weitere Punkte ausbauten. Der ambitionierte Versuch einer Two-Point Conversion gelang danach aber ebensowenig wie bei den vier folgenden Touchdowns der Celler.

Nach der Halbzeit schalteten die Stallions sogar noch einen Gang höher. Mit einem Touchdown von Quarterback Lars Lumma kam das Team von Headcoach Martin Connell aus der Pause zurück, während den Bremern der Weg zur Celle Endzone fortan versperrt blieb.

Nachdem das Angriffsrecht erneut zu den Celler gewechselt war, rückte die blaue Nr. 1 in den Fokus – Quarterback Lukas Brown. Erst brachte Brown durch eine großartige Einzelleistung den Ball zurück zur Bremer 15-Yard-Linie, dann sorgte er mit einem persönlichen Foul für eine 15-Yards-Strafe. Runningback Maurice Witzig beendete das Hin und Her mit einem tollen Lauf an der Außenlinie zur 25:6-Führung.

Beim Field-Kick-Return geriet die Celler Defensive in höchste Not, bis Wide Receiver Timo Warias den Bremer Sturmlauf rabiat beendete. Den nächsten aussichtsreichen Angriff der Gäste stoppte Julian von Groddeck, der einen bedrohlichen Pass in Richtung der Celler Endzone aus der Luft fischte. Die Ratlosigkeit im Angriff ging den Bullen sichtlich auf die Nerven: Wenig später schickten die Schiedsrichter den Bremer N‘Gola vom Platz, der sich offenbar gegenüber den Unparteiischen zu einer Unsportlichkeit hatte hinreißen lassen.

Sein Gegenüber Brown lief dagegen zur Hochform auf. Kurz nach dem Seitenwechsel gelang ihm nach einem Snap ein regelrechter „Magic Moment“, bei dem er sich fast durch die gesamter Bremer Defensive wurstelte und somit neben Tight End Eric Joob entscheidend zu den nächsten sechs Punkten beitrug. Und beim finalen Touchdown zum 37:6 setzte Brown sogar persönlich den Ball in der Endzone ab.

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