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Lokalsport Celler Sieg trotz Drama um Tischtennis-Ass Floritz
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19:37 29.01.2018
Von Oliver Schreiber
Celles Spitzenspieler Philipp Floritz musste nicht nur seine Gegner bekämpfen. Ihn plagte zudem ein Infekt, der ihn zur Aufgabe zwang. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

„Wir haben bewiesen, dass wir vier gute Spieler haben und nicht nur zwei. Wenn es im oberen Paarkreuz Probleme gibt, holen wir halt im unteren Paarkreuz die nötigen Punkte – und umgekehrt. Das ist unsere große Stärke“, meinte Teammanager Dieter Lorenz.

Die Celler marschieren mit nunmehr 26:0 Punkten weiter mit Siebenmeilenstiefeln Richtung Aufstieg. Doch noch denkt keiner an die große Feier. „Wir haben noch fünf Spiele, davon drei richtig schwere, unter anderem bei Hertha BSC und unserem ärgsten Verfolger Fulda. Noch sind wir nicht durch“, warnt Lorenz.

Dabei begann der Doppelspieltag mit einer Hiobsbotschaft. Floritz plagte ein Infekt, er schluckte Antibiotika und ging dementsprechend geschwächt in seine Matches. Er quälte sich und verbuchte gegen Schwarzenbek sogar drei Punkte. Im Doppel siegte er zusammen mit Cedric Meissner nach Abwehr von zwei Matchbällen in fünf Sätzen, seine beiden Einzel gewann er souverän. „Ich habe auch hier schon gemerkt, dass ich nicht ganz fit bin. Aber aktuell sind wir nur zu viert, da musste ich dann durch“, erklärte Floritz.

Damit nicht genug. Nach dem Pflichtsieg in Schwarzenbek hatte Floritz nur wenig Zeit zur Regeneration. Tags darauf war er gegen den Vierten Velbert bereits wieder gefordert – und wehrte sich tapfer. Erneut behielt Floritz im Doppel zusammen mit Meissner die Oberhand, in seinem Einzel gegen den Rumänen Adrian Dodean vollbrachte er eine wahre Energieleistung. Nach 0:2-Satzrückstand (16:18 im zweiten Durchgang) kämpfte er sich zurück in die Partie und glich aus. Im entscheidenden Durchgang zog der 26-Jährige aber dann den Kürzeren. Danach war er völlig platt und konnte zu seinem zweiten Match gegen den langjährigen Nationalspieler Lars Hielscher nicht mehr antreten. „Philipp hat sich durch sein Match gegen Dodean geschleppt und alles aus sich herausgeholt. Hut ab, wie er sich in den Dienst der Mannschaft gestellt hat“, lobte Kapitän Nils Hohmeier Celles Nummer eins.

Hohmeier selbst sprang zusammen mit Meissner in die Bresche. Da die Celler im oberen Paarkreuz komplett leer ausgingen, waren beide nun in der Pflicht, die 2:0-Führung aus den Doppeln ins Ziel zu retten. Und dies gelang ihnen. Hohmeier schlug zunächst Karl Walter und dann in einem Fünf-Satz-Krimi Thomas Brosig, auch Meissner setzte sich gegen Velberts Nummer drei und vier – logischerweise in umgekehrter Reihenfolge – durch. Damit verhinderten beide den ersten Punktverlust in dieser Saison – die Halle stand Kopf. „Die Stimmung war phänomenal. So laut habe ich unsere Fans selten gehört“, beschrieb TuS-Trainer Frank Schönemeier die Gänsehaut-Atmosphäre in der Altstädter Schule.

TSV Schwarzenbek – TuS Celle 92 1:6. Hartmut Lohse/Sören Wegner – Philipp Floritz/Cedric Meissner 11:9, 11:3, 8:11, 4:11, 12:14; Frederik Spreckelsen/Moritz Spreckelsen – Tobias Hippler/Nils Hohmeier 9:11, 3:11, 11:5, 3:11; Lohse – Hippler 13:11, 11:8, 11:9; F. Spreckelsen – Floritz 8:11, 8:11, 6:11; Wegner – Meissner 7:11, 7:11, 11:5, 10:12; M. Spreckelsen – Hohmeier 3:11, 7:11, 14:16; Lohse – Floritz 11:9, 5:11, 7:11, 6:11.

TuS Celle 92 – SV Union Velbert 6:4. Tobias Hippler/Nils Hohmeier – Adrian Dodean/Karl Walter 11:5, 11:7, 11:5; Philipp Floritz/Cedric Meissner – Lars Hielscher/Thomas Brosig 7:11, 11:5, 9:11, 11:2, 11:7; Floritz – Dodean 8:11, 16:18, 11:7, 11:2, 8:11; Hippler – Hielscher 11:5, 5:11, 12:14, 8:11; Hohmeier – Walter 11:5, 11:7, 11:6; Meissner – Brosig 12:10, 9:11, 11:4, 11:8; Floritz – Hielscher 0:11, 0:11, 0:11 (kampflos); Hippler – Dodean 11:9, 7:11, 5:11, 7:11; Hohmeier – Brosig 11:9, 9:11, 11:6, 7:11, 11:7; Meissner – Walter 11:9, 8:11, 11:9, 11:8.

Nur Frust statt Siege und Punkte: Auch am vergangenen Doppelspieltag in der Volleyball-Oberliga gab es für die SG Lachendorf/Eschede nichts zu holen. Zuerst verloren sie mit 0:3 (23:25, 20:25, 22:25) gegen VSG Hannover. Und im Anschluss ebenfalls mit 0:3 (21:25, 16:25, 19:25) gegen SG STV/MTV Salzgitter.

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„Spitzenreiter, Spitzenreiter“, skandierten die Volleyballerinnen des SV Nienhagen. Denn nach ihrem erfolgreichen Doppelspieltag festigten sie ihren Platz an der Tabellenspitze der Volleyball-Oberliga. Vor heimischem Publikum besiegten sie TV Eiche Horn Bremen II mit 3:0 (25:16, 25:22, 25:18) und GfL Hannover mit 3:1 (25:15, 19:25, 25:23, 25:22) und machten damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft.

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Es muss auch einmal Schluss sein. Das hat sich Heide-Marlen Röttger vom ASV Faßberg gedacht. Und deshalb hört sie nach fast 40 Jahren als Übungsleiterin beim Kinderturnen auf. „Es hat Spaß gemacht“, sagt Röttger, die von ihren Freunden aus dem Verein nur Heidi genannt wird. „Doch ich werde im März 70 und habe mir schon vor Jahren diese Grenze gesetzt.“

Michael Ottinger 26.01.2018