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Lokalsport Celler feiert Triathlon-Fest - Brenneckes Siegertaktik geht voll auf
Sport Sport regional Lokalsport Celler feiert Triathlon-Fest - Brenneckes Siegertaktik geht voll auf
09:53 21.08.2018
Quelle: Dirk Sonemann
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Hamburg

Bei allerbesten Sommerwetter hätten die äußeren Bedingungen für Celles traditionelles Triathlonevent nicht besser sein können. Die große Faszination des Triathlonsports kam sowohl am Schwimmstart, im Otto-Schade-Schadion und auf den reizvollen Wettkampfstrecken eindrucksvoll zur Geltung. 450 gemeldete Einzelstarter und 32 Staffelteams unterstrichen den hohen Stellenwert, den der Celler Triathlon seit vielen Jahren genießt. Dass es mit Alexander Brennecke vom SV Nienhagen einen lokalen Sieger gab, war das I-Tüpfelchen auf einer rundum gelungenen Veranstaltung.

„Bitte beachtet das Windschattenverbot, stellt Euch darauf ein, dass auf Teilen der Radstrecke links gefahren wird und befestigt Euren Zeitmesschip am Fuß- und nicht am Handgelenk“, gibt Moderator Thore Bastian den Teilnehmern während der Wettkampfbesprechung noch wichtige Anweisungen, bevor sich diese auf den Weg zum Schwimmstart machen. Dort sorgt Discjockey Dennis Büschke mit heißen Rhythmen für eine prickelnde Atmosphäre. Am Mikrofon steuert Simone Schmidt mit dem einen oder anderen lockeren Spruch das Einchecken der insgesamt sechs Startgruppen, die in Abständen von acht Minuten auf die 600 Meter lange Schwimmstrecke geschickt werden. Celles Oberbürgermeister Jörg Nigge lässt es sich nicht nehmen, selbst den ersten Startschuss abzufeuern.

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Sekunden später pflügen 200 Arme durch die Allerfluten – das Wasser scheint zu kochen. Drei Stand-Up-Paddler und zwei DLRG Boote begleiten die Schwimmer und sorgen für eindrucksvolle Bilder. Alexander Brennecke verlässt als erster Schwimmer das Wasser und rennt zu seiner Zeitfahrmaschine. „Meine Taktik ohne Neoprenanzug zu schwimmen, um beim Wechsel Zeit gutzumachen ist voll aufgegangen“, erzählt der 24-Jährige, der beim anschließenden Radfahren einen unglaublichen 42er-Schnitt hinlegt. „Alex war viel zu weit weg. Diesen Vorsprung konnte ich später unmöglich noch zulaufen“, sagt Lars Wolter (Triathlon Team Braunschweig), der Zweiter wird. Er lobt die Organisation und den abwechslungsreichen, schnellen und dabei nahezu autofreien Radkurs.

Doch so schnell wie die Spitzenathleten ist der Großteil der Starter bei weitem nicht. Bei hochsommerlichen Temperaturen müssen viele auf der sieben Kilometer langen Laufstrecke noch einmal richtig „beißen“. Da tut die Erfrischung durch die große Wasserfontäne an der Gertruden-Kirche, für die die Jugendfeuerwehr sorgt, gut. Im Ziel sieht man dann ausschließlich erschöpfte, aber glückliche Gesichter. „Wir waren das erste mal in Celle und sind begeistert. Das war ein superguter Wettkampf auf tollen Strecken“, sagt Carolin Koch aus Hamburg.

Und auch der Oberbürgermeister zeigte sich beeindruckt. „Wir wollen den Celler Triathlon zukünftig durch die Stadt stärker bewerben, um noch mehr Sportler nach Celle zu locken“, ließ Nigge wissen.

Von Jochen Strehlau

Katharina Baumgartner 31.07.2018
06.08.2018