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Lokalsport Chemiekeule wird wieder eingepackt
Sport Sport regional Lokalsport Chemiekeule wird wieder eingepackt
17:49 31.10.2018
Von Heiko Hartung
Doch keine Chemiekeule: Die Hermannsburger Fußballer um Abteilungsleiter Jörg Wagener wollen dem Madenbefall auf dem Rasenplatz nach Protesten mit umweltverträglichen Mitteln beikommen. Quelle: Heiko Hartung
Hermannsburg

Der Kampf des TuS Hermannsburg gegen Käferlarven im Erdreich seines Fußballplatzes wirbelt mehr Staub auf, als gedacht: „Das Wort Chemiekeule hat engagierte Reaktionen der Öffentlichkeit, der Naturfreunde und der Behörden des Landkreises ausgelöst. Es entstand der Eindruck, als kümmere sich der TuS Hermannsburg nicht um die Belange der Natur“, sagt Georg Gremels, Vorsitzender des TuS Hermannsburg, der dieser Wahrnehmung seines Klubs deutlich widerspricht. „Der TuS bemüht sich vielfältig in Sachen Naturschutz.“

Die kleinen Engerlinge haben die Graswurzeln auf dem Waldsportplatz abgefressen, so dass Fußballspieler auf dem losen Rasen beim Grätschen ausrutschen und sich verletzten. Das hat vor etwa zwei Wochen zur Sperrung des A-Platzes geführt. Abteilungsleiter Jörg Wagener hatte gegenüber der CZ angekündigt, „die Chemiekeule rausholen“ zu müssen, um dem Madenbefall beizukommen. Wagener hatte unterstrichen, dass das „Spezialmittel“ gezielt gegen die Schädlinge vorgehe. „Menschen und andere Tiere nehmen davon keinen Schaden“, versicherte er.

Bei Naturfreunden und der Kreisverwaltung schrillten nach dem CZ-Bericht die Alarmglocken. Jetzt sind alle Beteiligten bemüht, das Problem naturgerechter zu lösen. Gremels: „Wir haben schon und werden weiter mit den zuständigen Behörden des Landkreises und des Landessportbundes in Gesprächen nach verträglichen Lösungen suchen.“ Der „Fahrplan“ steht, um den Waldsportplatz wieder bespielbar zu machen – ohne Chemiekeule. „Erstens werden die Engerlinge und Käferlarven vom Pflanzenamt der Landwirtschaftskammer untersucht und näher bestimmt“, so Gremels. Derzeit werden Larven von Mai- und Junikäfern im Boden vermutet, die als Schädlinge gelten. Anders sähe es aus, wenn es tatsächlich beispielsweise Hirschkäferlarven wären, die auf der Roten Liste der stark gefährdeten Tierarten stehen.

„Zweitens werden wir recherchieren, welche Erfahrungen andere Sportvereine gemacht haben, welche Vorschläge Umweltverbände machen können und ob es zertifizierte Mittel gibt, die legal eingesetzt werden können“, kündigt Gremels an. Sollte sich drittens eine allgemeinverträgliche Lösung abzeichnen, würden in Abstimmung mit dem Landkreis die geeigneten Maßnahmen eingeleitet werden.

„Viertens wird und muss sich der TuS nach Einvernehmen aller Bedenken – auch wegen der erheblichen Kosten für die Pflege des Platzes – für seine weitere Bespielbarkeit einsetzen“, räumt der Vereinsvorsitzende ein, dass auch finanzielle Aspekte eine Rolle spielen. „Wir nehmen gerne hilfreiche Vorschläge an“, sagt Gremels und unterstreicht, dass der Naturschutz beim TuS hohe Wertschätzung genießt: Durch die Umrüstung der Flutlichtanlagen am Waldsportplatz auf LED-Leuchten würden zwei Drittel der anfallenden Energiekosten gespart. „Bei unseren Vierjahreszeitenwanderungen wächst auf ganz natürliche Weise ein Umweltbewusstsein und eine Naturliebe“, so Gremels. Auch die Altpapiersammlung trage mit dem Recycling zur Entlastung der Umwelt bei.

Wer Erfahrung hat mit einer ökologisch-ökonomisch verträglichen Lösung des Larvenbefalls, kann sich an die Geschäftsstelle des Vereins wenden: Ansprechpartner ist Hans-Peter Stüber, Telefon (05052) 3872, Mail: geschaeftsstelle@tus-hermannsburg.de

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