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Lokalsport Doppelte SVG-Premiere in Göppingen
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13:35 13.06.2010
Von Uwe Meier
Freigespielt. Desiree Comans kommt am Kreis zum Wurf. Eine gute Chancenverwertung wird in deer Partie gegen Göppingen unbedingt nötig sein Quelle: Torsten Volkmer
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Celle Stadt

Kein Weg in dieser Saison ist weiter. 565 Kilometer in Richtung Süden. So weit geht es für SVG Celle am 2. Spieltag der Handball-Bundesliga Frauen. Mit der Partie bei der FA Göppingen warten gleich zwei Premieren auf das Team um Trainer Martin Kahle: Es ist das erste Auswärtsspiel in der neuen Liga und noch nie war eine SVG-Mannschaft für eine Begegnung gleich zwei Tage unterwegs. Und wer weiß – vielleicht kommt noch eine weitere Premiere hinzu. Dann nämlich, wenn die Celler die ersten Pluspunkte einsammeln würde.

Fest steht allerdings auch, dass auf den Aufsteiger ein ganz heißer Tanz wartet. Für Göppingen, dass in der vergangenen Saison Platz fünf belegt hatte und sich damit für den europäischen Wettbewerb qualifiziert ist es die Heimpremiere in der EWS-Arena, die zuletzt umgebaut wurde und nunmehr immerhin 5500 Zuschauer fasst. Die Halle wird zwar kaum bis auf den letzten Platz gefüllt sein, dennoch konnte sich Göppingen stets auf eine lautstarke Fangemeinde verlassen.

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Darüber macht sich der Trainer allerdings weniger Sorgen. Wichtiger ist für ihn, dass Josephine Techert, die sich in der Auftaktpartie gegen den Thüringer HC neben einer Platzwunde am Kinn auch noch eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen hatte, in Göppingen vielleicht doch dabei sein kann. „Wir müssen einfach mal abwarten, wie der Heilungsprozess verläuft“, so der SVG-Coach. Ansonsten stehen alle anderen Spielerinnen zur Verfügung. Und bei denen erhofft sich Kahle, dass sie aus der Partie gegen den Thüringer HC gelernt haben. „Besonders was die Zeitstrafen angeht.“

Am frühen Sonnabend startet das Team in Richtung Göppingen. Auf der Anreise wird der SVG-Tross in Bad Wildungen ein Stopp einlegen, um ein 75- bis 90-minütiges Training zu absolvieren. „Die ganz normale Abschlusseinheit vor einem Spiel“, so Kahle über die Inhalte.

Der Fokus liegt dabei auf dem Gegner, der am Sonntag auf das Team wartet. Göppingen verfügt über einen in der Breite gut besetztes Kader und geht über 60 Minuten hohes Tempo. Der Rückraum ist mit individuell gut ausgebildeten Spielerinnen besetzt. Dazu gehören unter anderem die Nationalspielerinnen Nicole Dinkel (Schweiz), Berute Stellbrink (Litauen) und auch Alena Vojtiskova (Tschechien). Den Rückhalt gibt mit Alexandra Meisl eine Torhüterin, die 65 Mal für Deutschland im Einsatz war. Wie wichtig sie für das FA-Team ist, hatte Meisl in der Auftaktpartie in Dortmund unter Beweis gestellt. Dort hatte sie einen großen Anteil daran, dass ihre Mannschaft einen 30:27-Sieg feiern konnte.

Es wird schon eine harte Nummer für SVG Celle. Aber mit einer konzentrierten Leistung über 60 Minuten ist vielleicht was möglich.