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Lokalsport Dreisprung-Gold für Maiß
Sport Sport regional Lokalsport Dreisprung-Gold für Maiß
17:57 10.07.2011
Von Jürgen Poestges
Oliver Maiß (Dreisprung) und Johannes Godejohann (400 m Hürden) Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

Er wusste nicht so genau, ob er sich freuen sollte oder enttäuscht sein. „Naja, ich hatte die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft schon im Hinterkopf“, meinte Oliver Maiß. Der Dreispringer vom LAZ Celle sicherte sich bei den Norddeutschen Meisterschaften mit 14,65 Metern zwar den Titel, und das auch noch mit einer persönlichen Bestleistung. Immerhin zehn Zentimeter legte er drauf auf seine Bestweite. Für die DM wären aber 15,10 Meter nötig gewesen.

„Das sollte heute nicht sein“, meinte der 25-Jährige, „und es war unter dem Strich mein bester Wettkampf bisher.“ Jetzt wird er sich eher zurück halten, was die Wettkämpfe betrifft. „Vielleicht noch den ein oder anderen Weitsprung-Wettkampf, ansonsten ist die Saison für mich jetzt beendet.“

Beendet war aber nach seinem Wettkampf sein Einsatz auf dem Saarfeld nicht. Denn er stellt sich als Helfer an den Sportstätten zur Verfügung, gestern Morgen sammelte er beim Hammerwerfen die Geräte ein und brachte sie zum Ring zurück.

Vor ungläubiger Freude schmiss sich der zweite Medaillengewinner aus dem Landkreis Celle, Johannes Goedejohann vom SV Nienhagen, auf die Laufbahn. „Das gibt es gar nicht, das kann ich kaum glauben“, stammelte er nach seinem Lauf über 400 m Hürden. Bei 54,77 Sekunden war die Uhr stehen geblieben. Seinen Lauf hatte er gewonnen, in der Endabrechnung bedeutet es Gesamtrang drei.

„Ich war bis zum Mittwoch wegen einer Blutvergiftung noch im Krankenhaus“, erzählte der 18-Jährige. „Bis gestern habe ich noch Antibiotika geschluckt, und die einzige Trainingseinheit am Donnerstag war eine einzige Katastrophe. Da hab ich die Schritte zwischen den Hürden überhaupt nicht hin bekommen.“

Ein kleine Wunde am rechten Daumen hatte sich entzündet und die Blutvergiftung verursacht. „Das passiert halt schon mal, aber ich hätte gedacht, ich bin bei weitem noch nicht wieder so fit.“

Platz drei gab es auch für Laurin Forstreuter (LG UFO) über die 400 m. In 49:30 Sekunden belegte er den Bronzerang, sein Vereinskollege Ole Böhl wurde Achter (50:21).

Gleich zu Beginn der Meisterschaft hatte es beim Kugelstoßen der Frauen den ersten Höhepunkt gegeben. Christina Schwanitz (LV 90 Thum) sorgte für den Kracher: Auf 18,63 Meter stieß sie die Kugel, das bedeutete Stadionrekord und außerdem die Qualifikationsweite für die Weltmeisterschaften im südkoreanischen Daegu (27. August bis 4. September).

Da Schwanitz aber außer Wertung antrat, durfte sich Josephine Terlecki vom SC Magdeburg über den Titel freuen. Ihre 18,29 Meter bedeuten im übrigen auch die WM-Qualifikation.

Für die übrigen Teilnehmer aus dem Landkreis Celle gab es indes nicht so sehr viel zu holen. Am besten verkaufte sich noch die 4 x 100 m-Staffel der weiblichen Jugend B vom LAZ Celle. Antonia Mertzky, Lena Moravec, Lea Buchholz und Laura Meyer wurden Vierte in 51,56 Sekunden. Kilian Grünhagen dagegen konnte seine gute Leistung aus der Saison nicht abrufen. Mit der viertbesten Meldezeit angetreten, landete der Läufer der LG UnterlüßFaßbergOldendorf (UFO) über die 3000 m in der männlichen Jugend B in 9:26,86 Minuten auf Rang sechs.

Erik Wikinger (SV Nienhagen) lief im Vorlauf über 1000 m Männer zwar mit 11,91 Sekunden persönliche Bestzeit, es reichte in aber nur zu Platz acht in diesem Lauf.

Stefanie Liedke (LG Celle-Land) wurde über die 3000 m in der weiblichen Jugend B Siebte in 11:38,63 Minuten. Ihre Vereinskollegin Natalia Quednau musste über die 5000 m der Frauen der großen Hitze am Sonnabend Nachmittag Tribut zollen und aufgeben.