Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Lokalsport Dritte und vierte WM-Plätze für Celler Ruderer
Sport Sport regional Lokalsport Dritte und vierte WM-Plätze für Celler Ruderer
17:53 27.07.2011
Von Jürgen Poestges
Siegerehrung im Männer Doppelvierer ohne Steuermann von der U-23 Ruderweltmeisterschaft in Amsterdam, vom Wochenende. - Bildunterschrift: Goldmedaille knieend der Vierer der Ukraine, links oben die Silbermedaillengewinner die Tschechische Mannschaft, rechts oben der deutsche Doppelvierer, der die Bronzemedaille gewann. Von links Timo Piontek (Koblenz), Felix Bach (Potsdam), Patrick Leineweber (Celler Ruderverein) und Martin Menger (Leipzig). Quelle: Peter Müller
Anzeige
Celle Stadt

Einmal Bronze, einmal als Vierter knapp am Treppchen vorbei gefahren: Das ist die Bilanz bei der U 23-Weltmeisterschaft in Amsterdam aus Celler Sicht. Patrick Leineweber vom Celler Ruderverein fuhr mit dem Doppelvierer auf Platz drei, sein Vereinskamerad Peter Kluge wurde im Achter Vierter.

Für Leineweber war es die erste WM im Männer-Bereich. „Da geht es schon erheblich professioneller zu als bei den Junioren. Die Ruderer haben mehr Erfahrung und sind durchtrainierter“, schildert er seine Eindrücke. Auch Kluge, wie Leineweber Ex-Weltmeister bei den Junioren, hat Unterschiede ausgemacht. „Der Sportler hat mehr Eigenverantwortung. Da ist niemand mehr, der Dir sagt, Du musst jetzt dies oder das machen.“

Im Doppelvierer hatte sich das Boot mit dem Celler Leineweber durch jeweils zweite Plätze im Vor- und Zwischenlauf souverän für das Finale qualifiziert. „Die Ukraine hatte ein bärenstarkes Boot, da haben wir uns nichts ausgerechnet. Aber die Tschechen wollten wir schon in Schach halten“, erklärt Leineweber die Taktik im Finale.

Letztlich reichte es am Ende aber „nur“ zu Rang drei. „Wir konnten dann irgendwann mit den beiden nicht mehr mithalten“, berichtet Leineweber. „Den dritten Platz haben wir dann aber souverän nach Hause gefahren.“ Unter dem Strich ist er mit der Medaille zufrieden: „Bei der ersten U 23-WM Bronze – das ist nicht schlecht.“

Zufrieden war auch Peter Kluge. Nach einem Kreuzbandriss, den er sich im vergangenen Jahr während der Vorbereitung zugezogen hat, musste er lange pausieren. „Da war es schon ein Erfolg, dass ich es überhaupt zur WM geschafft habe. In Amsterdam wollte ich dann mal schauen, was möglich ist.“

Nach Rang vier im Vorlauf musste das Boot sich über den Hoffnungslauf für das Finale qualifizieren. „Da haben wir dann gezeigt, was wir drauf haben. Den haben wir gewonnen“, so Kluge.

Im Finale wollte das deutsche Boot dem Feld sein Rennen aufzwingen. „Wir haben auch vorne gelegen so bis 600 Meter. Aber die anderen Teams sind nicht nervös geworden, haben ihren Stiefel durchgezogen.“ Am Ende fehle dann noch ein wenig die Kondition, so dass der Zweikampf mit den Briten um Bronze noch verloren ging.

Landestrainer Klaus Scheerschmidt, der vom Deutschen Ruderverband als Trainer für den Doppelzweier berufen wurde – das Boot wurde Zweiter – konnte auch seine Celler Aktiven ein wenig betreuen und war mit den Leistungen sehr zufrieden. „Die Bronzemdeaille ist eine gute Leistung. Das deutsche Boot war neben Patrick noch mit zwei anderen Ruderern besetzt, die gerade aus dem Junioren-Bereich aufgestiegen sind und noch einige Jahre in dieser Altersklasse startberechtigt sind. Da ist eine WM-Medaille eine tolle Leistung. Und für Peter freut mich, dass er nach seiner Verletzung den Weg zurück in die Nationalmannschaft gefunden hat.“

Beide Ruderer fahren ihr Programm nun etwas herunter. Sie sind bei den Nordddeutschen und den Landesmeisterschaften am Start und streifen hier das Trikot des CRV über. Im Herbst beginnt dann für beide wieder die Phase der Bewährung. Denn sowohl Leineweber als auch Kluge müssen sich erneut durch die Qualifikation kämnpfen, wenn sie auch im kommenden Jahr in den deutschen Booten sitzen wollen. Kluge: „Das ist halt so – hrt, aber fair.“