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Lokalsport Kämpferin mit großem Herz für den Judosport
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Ehemalige Celler Judo-Europameisterin Katrin Simper plötzlich verstorben

13:45 02.07.2020
Katrin Simper.
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Hermannsburg

Trauer um die ehemalige Judo-Europameisterin Katrin Simper (geborene Beinroth). Die ehemalige Spitzensportlerin ist am 23. Juni 2020 im Alter von erst 38 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben. Beim Niedersächsischen Judo-Verband und dem Judo-Kreis-Fachverband Celle herrscht tiefe Betroffenheit.

Mit Katrin Simper verstarb eine der erfolgreichsten Athletinnen des Verbandes, die über lange Jahre ein Aushängeschild für den Judosport in Niedersachsen war. Sie war Trägerin des 4. Dan und kämpfte in der Gewichtsklasse über 78 Kilogramm. Als Mitglied der Deutschen Judo-Nationalmannschaft zählten der Gewinn des Europameistertitels im Jahre 2003 sowie Bronzemedaillen bei den europäischen Titelkämpfen 2004 und 2005 zu ihren größten internationalen Erfolgen.

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Dazu erkämpfte sie sich zahlreiche Titel und dutzende Medaillen bei internationalen Turnieren und Meisterschaften. Beginnend im Juniorenbereich stand sie bei nationalen Titelkämpfen insgesamt siebenmal ganz oben auf dem Siegertreppchen. Ihre sportliche Karriere startete die gebürtige Cellerin 1989 bei Claus Clausnitzer beim TuS Celle. Von 1993 bis 1998 war sie unter Stefan Seefeld und Andreas von Rekowski beim MTV Celle aktiv. Mit TuS Hermannsburg startete sie1998 bis 2000 in der 2. und 1. Bundesliga. Unter Trainer Dieter Wermuth feierte sie zudem viele Erfolge im Juniorenbereich. Zeitgleich wechselte sie auf das LSB-Sportinternat nach Hannover und wurde von Landestrainer Sven Loll am Olympiastützpunkt betreut.

Auch nach dem Ende ihrer aktiven Karriere schlug ihr Herz für den Judosport. Trotz Verlagerung ihres Lebensmittelpunktes nach Sande bei Wilhelmshaven, wo sie seit 2013 mit ihrer Familie lebte, blieb sie privat innig mit der Judo-Szene verbunden.

Bis zuletzt pflegte sie auf den verschiedensten Ebenen einen engen Kontakt mit den Judoka und stand sportlich wie privat stets jedermann mit Rat und Tat zur Seite. Die Judowelt und ihre Freunde werden sie als herausragende Persönlichkeit mit ganz großem Herz in Erinnerung behalten und ihr Andenken pflegen.

Von Frank Walzer

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