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Lokalsport Eine Cellerin kehrt heim
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12:22 22.07.2011
Von Jürgen Poestges
SVG Celle stellt neue Spielerin vor Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

Inga Lehnhoff ist Cellerin, und kommt dazu aus einer handballverrückten Familie. Bruder Lars spielt in Burgdorf in der 1. Liga der Männer. Und Inga tut es ihm nun nach. Sie spielt in der kommenden Saison für SVG Celle in der Eliteliga der Frauen. Aus Blomberg wechselt sie nun zurück an die Aller.

Auf die Frage, warum sie erst jetzt in Celle spielt, lacht sie. „Bis ich 16 Jahre alt war, habe ich beim SV Altencelle gespielt. Aber in Celle konnte ich mich nicht weiter entwickeln.“ Und so zog sie los in Richtung Blomberg. Dort ging sie aufs Internat, machte ihr Abitur und wurde – so nebenbei – im Jahr 2008 mit der dortigen weiblichen A-Jugend der HSG Blomberg-Lippe Deutscher Meister.

So empfahl sie sich dann auch für die Bundesliga-Mannschaft. Seit zwei Jahren stand sie unter Vertrag, im vergangenen Jahr warf sie eine Oberschenkel-Verletzung zurück. Ein halbes Jahr musste sie pausieren.

Nun hat es geklappt mit der Rückkehr, nicht nur, aber auch, wegen der längerfristigen Verletzung von Jolanda Robben. „Mit Jolanda habe ich schon zusammen gespielt“, erzählt die 21-jährige Lehnhoff. „Ich sehe mich aber jetzt nicht nur als Ersatz für sie.“

Eine Vermutung, die auch ihr neuer Trainer stützt. „Inga hat Qualitäten im schnellen Gegenstoß, und sie hat variable Wurftechniken von Außen. Sie hilft uns auf jeden Fall weiter“, sagt Martin Kahle.

Hier in Celle wird Lehnhoff auch ihre Ausbildung zur Bürokauffrau bei einer Versicherung beenden. Zum Trainingslager ab Donnerstag wird sie zur Mannschaft stoßen. „Persönlich hoffe ich auf viel Einsatzzeit in der kommenden Saison“, sagt sie. Und mit dem SVG Celle will sie auf jeden Fall die Klasse halten. „Das ist zwar als Aufsteiger nicht wirklich einfach. Aber ich habe ja schon Erstliga-Luft geschnuppert, das kriegen wir hin.“